Die Sage von den Haden, den Herzwesen der Berge

Die Steinmetzschüler aus Hallein mit der Haden Skulptur aus dem Sagamundo in Döbriach
  • Die Steinmetzschüler aus Hallein mit der Haden Skulptur aus dem Sagamundo in Döbriach
  • hochgeladen von Anita Ihm

Die Sage von den Haden, den Herzwesen der Berge, erzählt das Sagamundo.

Im Bereich der Millstätter Alpe sollen in alten Zeiten die „hadischen Leute“ gehaust haben. Man weiß von jenem sonderbaren Geschlecht nicht mehr viel zu erzählen, nur einzelne Örtlichkeiten lassen durch ihre Namen erkennen, dass die Haden hier waren.
Bei diesen sagenhaften Haden handelt es sich nicht um Menschen, die vor der Einführung des Christentums Heiden waren und heidnische Götter anbeteten. Nach dem Glauben unserer Ahnen waren die hadischen Leute vielmehr riesenhafte Gestalten, die als erste Geschöpfe in Menschengestalt unsere Bergwelt bevölkert haben. Sie wurden aber nach und nach von den Menschen vertrieben. Die Haden zogen sich immer mehr in die Einsamkeit zurück und schlugen in versteckten Höhlen ihre Wohnstätten auf. Der gelbe Karfunkelstein diente ihnen dort als Leuchte. Man sagt auch, dass die Haden die Welt mit dem gelben Karfunkel-Stein erhellen werden, wenn einmal die Sonne nicht mehr aufgehen sollte.
Im Malta- und im Liesertale erzählt man, dass „hadische Leut’“ die Berge bis tief unter Millstatt hinunter bewohnten. Zu Pleßnitz und Kreuschlach wurden vor Zeiten öfters Knochen von ihnen gefunden, die dreimal so groß waren wie die gewöhnlichen Menschenknochen. Ihnen gehörten das alte Mühlbacher Schloss, die Burgen Feistritz und Ödenfest bei dem Pfarrdorfe Maltein. Von einem Brunnen hoch oben am Malteiner Berge, der noch heute der „hadische“ oder „Z’gredernbrunnen“ heißt, leiteten sie durch metallene Röhren das Wasser zu ihren Wohnstätten hernieder.

Zur Sache:
Die Ausstellung „Haden, Herzwesen der Berge“ ist im Sagamundo – Haus des Erzählens während der Öffnungszeiten (siehe www.sagamundo.at) zu sehen. Die Steinmetzschule Hallein sowie die Studentengruppe „Grünschnitt“ aus dem Joanneum Graz setzten sich mit dieser spannenden Thematik auseinander.

Die Quelle zu obiger Sage: Kärntner Sagenbuch/Matthias Maierbrugger, Verlag Johannes Heyn, Franz Pehr, Kärntner Sagen. Klagenfurt 1913, 5. Auflage.

Newsletter Anmeldung!

Du willst Infos, Veranstaltungen und Gewinnspiele aus deiner Umgebung?

Dann melde dich jetzt für den kostenlosen Newsletter aus deiner Region an!

ANMELDEN

Newsletter Anmeldung!


Kommentare

?

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

Aktuell

Regionaut werden!

Du willst eigene Beiträge veröffentlichen?
Werde Regionaut!

Regionaut werden!




Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Du möchtest selbst beitragen?

Melde dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Foto des Tages einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen