Drauhofen: Nutzung als Behördenzentrum?

Es wären hohe Investitionen am Gebäude notwendig. Nun wird es von der LIG verkauft
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  • hochgeladen von Verena Niedermüller

DRAUHOFEN/LURNFELD. Nationalratsabgeordneter Erwin Angerer (FPÖ) könne sich gut vorstellen, dass das Gebäude, in dem derzeit noch die Landwirtschaftliche Fachschule Drauhofen untergebracht ist, künftig als staatliches Behördenzentrum genutzt werden könne. Das Gebäude ist im Eigentum der Landesimmobiliengesellschaft und soll nach dem Neubau in Litzlhof und der Umsiedelung verkauft werden (wir berichteten).

Behörden übersiedeln

Die Ankündigung von Umweltminister Andrä Rupprechter zuletzt in der ORF-Pressestunde, wonach er plane, den ländlichen Raum zu stärken, indem er rund 3.500 Dienststellen von Bundesbehörden aufs Land übersiedeln wolle, bewertet Angerer als äußerst positiv. „Die Fachschule Drauhofen ist ein gutes Beispiel dafür, wie mittels Behördenverlagerung sinnvolle Strukturpolitik betrieben werden könnte. Ab 2018, wenn der Schulbetrieb hier eingestellt wird, könnte in Drauhofen eine solche staatliche Einrichtung installiert werden. Damit wäre nicht nur dem Land geholfen, um eine bestmögliche Nutzung für das Gebäude sicherzustellen, sondern vor allem der Region! Die von Landeshauptmann Kaiser und Landesrat Holub beabsichtigten Pläne, Drauhofen zu verkaufen, müssen sofort ad acta gelegt werden, zumal die dazugehörigen landwirtschaftlichen Flächen unverzichtbar für das Land sind."

Attraktivierung sinnvoller

Für Angerer wäre es sinnvoller, sich um die Attraktivierung des Standortes zu bemühen und Minister Rupprechter von den Vorteilen einer staatlichen Einrichtung in Drauhofen zu überzeugen. Aufgrund der demographischen Entwicklungen sei es nicht mehr zeitgemäß, alles zu zentralisieren, sondern man müsse bei der Landesplanung die Stärkung strukturschwacher Gebiete vermehrt berücksichtigen und deren Potenzial, das ja vor allem auch in Drauhofen vorhanden ist, ausnützen.

Vorhaben hinterfragen

Angerer versprach in diesem Zusammenhang, Minister Rupprechter an seine Ankündigung zu erinnern und in einer parlamentarischen Anfrage die Ernsthaftigkeit bzw. tatsächliche Umsetzungsbereitschaft für sein Vorhaben zu hinterfragen. „Am konkreten Beispiel Drauhofens könnte Umweltminister Andrä Rupprechter zeigen, dass es ihm ein wirkliches Anliegen ist, den ländlichen Raum zu stärken, und es sich bei seinen Äußerungen nicht nur um öffentlichkeitswirksames Vorwahlgetöse handelt! Auch Landeshauptmann Kaiser und Landesrat Benger fordere ich dazu auf, hier so rasch wie möglich aktiv zu werden!“, so Angerer.

Es wären hohe Investitionen am Gebäude notwendig. Nun wird es von der LIG verkauft
Erwin Angerer könnte sich ein staatliches Behördenzentrum in Drauhofen vorstellen

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