Reclam - 100 Seiten
"Er war gar nicht so klein" - Alexandra Bleyer über Napoleon

"Napoleon" ist das Thema in der Serie "100 Seiten Reclam" von Alexandra Bleyer
  • "Napoleon" ist das Thema in der Serie "100 Seiten Reclam" von Alexandra Bleyer
  • Foto: Niedermüller
  • hochgeladen von Verena Niedermüller

Krimi-Autorin Alexandra Bleyer besinnt sich auf ihre Wurzeln als Historikerin und beleuchtet die Person Napoleon.

SEEBODEN (ven). Sie ist eine wahre Schreib-Maschine: Historikerin und Krimi-Autorin Alexandra Bleyer veröffentlichte nun ihr zehntes Buch. Diesmal beschäftigte sie sich - wie auch schon in ihrer Dissertation - mit Napoleon.

Thema der Dissertation

"So klein, wie viele behaupten, war er gar nicht", so Bleyer. Nach ihrer knapp 1.000-Seiten-starken Dissertation und ihren Sachbüchern "Auf gegen Napoleon" und "Das System Metternich" widmete sie sich in der Reihe "100 Seiten" von Reclam wieder dem französischen Diktator. Diesmal auf persönlicher Ebene.

Für interessierte Laien

Heuer würde er seinen 250. Geburtstag feiern. "Dazu gibt es so viele Neuerscheinungen, viele mit 500-600 Seiten, mit vielen Details. Die Reclam-Serie richtet sich gezielt an interessierte Laien, sie wollen vom Autor einen persönlichen Zugang und machen Lust auf Geschichte." Das Büchlein soll Lust auf die Zeit wecken und wählt einen Schwerpunkt, um nur dort in die Tiefe zu gehen.

Widersprüchliche Person

"Das schwierigste für mich war, mich wirklich auf die 100 Seiten zu beschränken", lacht Bleyer. Inhaltlich hatte sie aber absolute Freiheit: "Seine Familienpolitik, Medienpolitik, Wirtschaftspolitik, Heiratspolitik, der Kunstraub, er ist so eine widersprüchliche Person. Es gibt bei Napoleon nichts Positives, ohne gleichzeitigen Schattenseiten. Er war ein genialer Feldherr, aber hat die Gesetze ausgehebelt und war ein Diktator. Er hat ganz Europa vereint, aber war zu sehr ein Machtmensch", so Bleyer. "Frankreich zuerst!" war sein Motto, begleitet von einer unglaublichen Selbstinszenierung. 

Parallelen zu Donald Trump

Für sie gibt es aber auch viele Parallelen zur Gegenwart. "Ich musste beim Schreiben oft an Donald Trump denken. Bereits 1808 haben Napoleons Minister ihn für verrückt gehalten." 
Bleyer habe einige Monate an dem Buch geschrieben und dabei auch viel für sie Neues entdeckt. "Es war eine Chance, ihn als Person zu beleuchten", sagt sie.

Weitere Neuerscheinungen

Ihre nächsten Werke stehen bereits in den Startlöchern: In der Reclam-Reihe kommt 2020 ihr neues Werk "Propaganda" auf den Markt, der vierte Teil ihrer Sepp-Flattacher-Krimis erscheint im Herbst.

Lesung in Stadtbücherei

Wer Bleyer selbst bei einer Lesung aus "Napoleon" erleben will, hat dazu am 14. März in der Spittaler Stadtbücherei in der Jahnstraße, 19 Uhr, die Gelegenheit. 

Mehr zur Reihe "100 Seiten Reclam" finden Sie hier.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen