Erfolgsprojekt „Frühe Hilfen“ in Kärnten

Gesundheitsreferentin Beate Prettner

KLAGENFURT. „Jeder Euro, der in diese Maßnahme investiert wird, kommt laut Studien bis zum 16-Fachen zurück – eine derart erfolgreiche Gegenrechnung weist bislang kein anderes Projekt auf“, informiert Gesundheitsreferentin Beate Prettner über die „Frühen Hilfen“. Das Projekt geht auf eine gemeinsame Initiative von Bund, Ländern und Sozialversicherungsträgern zurück, und wurde 2015 gestartet. Dabei werden Familien in belastenden Lebenssituationen in der Zeit von der Schwangerschaft bis zum dritten Lebensjahr des Kindes spezielle Begleitungen und Unterstützungen angeboten. Für die betroffenen Familien ist das Angebot kostenlos.

Noch heuer ausweiten

„In Kärnten wurden seit Jänner 2016 gezählte 191 Familien begleitet“, erklärt Prettner. Die betreuten Regionen haben sich bislang auf Klagenfurt Stadt/Land, Villach Stadt/Land und Wolfsberg erstreckt. Aufgrund des Erfolges sollen die „Frühen Hilfen“ noch heuer auf den Bezirk Spittal/Drau ausgeweitet werden. Projektiert ist die Maßnahme vorerst bis 31. Dezember 2021 mit einem Budget von 2,75 Millionen Euro. „Jeder investierte Euro hilft mit, Kindern aus Risikofamilien die Chance auf eine bessere Zukunft zu geben und jahrzehntelange Nachfolgekosten zu vermeiden bzw. zu minimieren“, ist die Gesundheitsreferentin überzeugt.

Anonyme Hilfe

Auch für den Obmann der Kärntner Gebietskrankenkasse, Georg Steiner, steht fest: „Mit dem Angebot der ‚Frühen Hilfen‘ können wir für Kärntner Familien in schwierigen Lebenslagen individuelle, anonyme und kostenfreie Unterstützung bereitstellen und dadurch möglichst früh Vorsorgemaßnahmen setzen.“ Gerade in der Kindheit sei Prävention besonders effizient, da sie die Gesundheit langfristig positiv beeinflusse. „Die ‚Frühen Hilfen‘ unterstützen viele Kinder dabei, gesund heranzuwachsen und sorgen so für mehr gesundheitliche Chancengerechtigkeit“, sagt Steiner.

Netzwerkpartner

Österreichweit haben 2016 mehr als 1.300 Familien von dieser „frühen“ Maßnahme profitiert. Die Mitarbeiter des Projektes werden dafür vom „Nationalen Zentrum für Frühe Hilfen“ speziell ausgebildet. „Im Sinne von Health in Policies ist es notwendig, ressort- und institutionsübergreifend zusammenzuarbeiten“, weiß Prettner. Diese Zusammenarbeit klappe in Kärnten vorbildlich. Wichtige Netzwerkpartner sind die Kabeg mit dem Klinikum Klagenfurt, dem LKH Villach, dem LKH Wolfsberg, in der Folge dem Krankenhaus Spittal sowie soziale Institutionen, niedergelassene Ärzte und Hebammen. „Ohne deren Hinweise, welche Familien sie für risikoreich bzw. belastet oder überfordert halten, würde das Projekt nicht funktionieren“, dankt Prettner all jenen, die „Ohren und Augen offen halten und mit der notwendigen Sensibilität vorgehen“.

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