Peter Zolly stellt in der Alten Schule Millstatt aus
"every day is like sunday"

Peter Zolly mit seinem Bild "Useless trees" (unnütze Bäume), die das Waldsterben thematisieren
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  • Peter Zolly mit seinem Bild "Useless trees" (unnütze Bäume), die das Waldsterben thematisieren
  • hochgeladen von Michael Thun

Der Künstler Peter Zolly stellt zurzeit in der Galerie in der Alten Schule in Millstatt aus.

MILLSTATT. Der Verein "kunst & co millstatt" hat es sich zur Aufgabe gemacht, weniger populären Künstlern als "artist in residence" vorübergehend in der Galerie in der Alten Schule eine  Heim- und Werkstatt zu bieten. Diese Möglichkeit wird zurzeit Peter Zolly geboten. Unter dem Titel  "every day is like sunday" (jeder Tag ist wie Sonntag) zeigt der in Wien lebende Maler vornehmlich kleinformatige Ölbilder aus, die Pfahlbauten in Kritzendorf zum Motiv haben. Entstanden waren sie während des absoluten lockdowns im Frühjahr, als Zollny mit dem Rad an der Donau nahe Kloster Neuburg die menschenleere Landschaft erst fotographiert, danach auf Leinwand  gemahat.

Geboren in Spittal

Geboren 1957 in Spittal, durfte Peter Zolly mit "Erlaubnis" der Eltern nach dem BRG-Schulbesuch auf die Kunstgewerbeschule Ortweinplatz in Graz, wie er der WOCHE schmunzelnd erzählz. "Als Jüngstes von vier Geschwistern hatte ich eine gewisse Narrenfreiheit, was die Berufswahl anbetraf", erzählt der Sohn eines Rechtsanwalts. "Schon als Kind habe ich immer gebastelt, wollte immer etwas gestalten." Es folgte die Akademie der bildenden Künste in Wien. "Allerdings hatte ich dort Probleme mit meinem Lehrer Professor Wolfgang Hollegha weil er gegenüber aktuellen Trends wie Fotographie oder Video nicht aufgeschlossen war", erinnert sich der gebürtige Spittaler. "Ich wollte eigene Wege gehen, die Akademie war für mich eigentlich ein Rückschritt."

Restaurateur als "Brotberuf"

So bearbeitet der Künstler seit 25 Jahren Fotos am Computer und verschmelzt sie oft mit Ölbildern. Die hybriden Werke schwanken zwischen gegenständlichen und abstrakten Motiven, die - je nach Entfernung des Betrachters - eine unterschiedliche Bedeutung erlangen. Der eigentliche "Brotberuf" des freischaffenden Künstlers ist der eines Restauratuers am Technischen Museum in der Bundeshauptstadt. Auf diese Weise kommt Zolly auch mit tradierten Techniken wie Vergolden oder Marmorieren in Berührung. Peter Zolly hat bisher in Wien, London, Klagenfurt, Salzburg und Spittal ausgestellt. Auftragsarbeiten führten ihn auch nach Mailand und Rom.

Peter Zolly hat bisher in Wien, London, Klagenfurt, Salzburg und Spittal ausgestellt. Auftragsarbeiten führten ihn auch nach Mailand und Rom. "every day is like a sunday" ist noch bis Samstag, 3. Oktober, in der Galerie in der Stiftgasse 4 zu sehen, Donnerstag, Freitag und Samstag jeweils zischen 15 und 19 Uhr sowie nach telefonischer Vereinbarung (06991 957 98 04).

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