Familie Soravia und Rotarier fördern FH-Projekt

Bei der Spendenübergabe: Arnela Karic, Studentin aus Bosnien Herzegowina, RC-Mitglied Gottfried Kindler, Architekt Peter Nigst, Präsident Willibald Liberda, Helga Soravia und Projektleiter Jürgen Wirnsberger (v.li.)
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  • Bei der Spendenübergabe: Arnela Karic, Studentin aus Bosnien Herzegowina, RC-Mitglied Gottfried Kindler, Architekt Peter Nigst, Präsident Willibald Liberda, Helga Soravia und Projektleiter Jürgen Wirnsberger (v.li.)
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SPITTAL. Mit 17.000 Euro unterstützen Helga Soravia und der Rotary Club (RC) Spittal ein Projekt der örtlichen Fachhochschule (FH). Deren Studienrichtung Bauingenieurswesen und Architektur hat seit 2010 in der südafrikanischen Region Mzamba vier Schulklassen einschließlich Räume für Lehrer, eine Kantine und eine Sanitäranlage errichtet. In diesem Jahr sind für das dritte Semester Master Architektur zwei weitere Klassenräume für die fünfte Schulstufe sowie die Vorbereitungen für einen dritten und einen Mehrzweckraum geplant. Gesamtkosten: rund 65.000 Euro.

In einer kleinen Feierstunde erklärte RC-Präsident Willibald Liberda, weil eine Förderung dieses Projektes durch das Land Kärnten aufgrund der aktuellen Sparvorgaben nicht mehr gewährt werde und es deshalb zu scheitern drohte, sei seine Organisation eingesprungen.

Spende statt Kränze

Nach dem Tod des Bauunternehmers Erwin Soravia im vergangenen September hatte dessen Familie darum gebeten, statt Kränze einen Geldbetrag zugunsten eines förderungswürdigen Projektes zu spenden. So sei er mit der Witwe des Rotary-Bruders, Helga Soravia, überein gekommen, mit den eingegangenen Spendengeldern von 14.7000 Euro dem Afrika-Projekt unter die Arme zu greifen. Die dafür noch fehlenden Mittel von 2.300 Euro haben die Rotarier beigesteuert.

Förderungswürdig ist der Bau angesichts der steigenden Immigrantenzahlen vor allem deswegen, weil auf diese Weise Bildung gefördert werde, ohne die kaum ein Arbeitsplatz zu bekommen sei, so der RC-Präsident im Beisein des Studiengangsleiters Peter Nigst.

Das Projekt der 18 Studenten, das dessen Leiter Jürgen Wirnsbergerim dem Club vorgestellt hatte, erschien den Rotariern unterstützungswert, da zum einen österreichische und ausländische Studenten der FH Spittal den Bau nicht nur in der Theorie skizzieren, sondern auch vor Ort die Realisierung begleiten und zum anderen in Südafrika nur mit dort zur Verfügung stehenden Baumaterialien gearbeitet werde. Ebenso werden vor Ort einheimische Arbeiter angelernt.

Liberda: "Damit ist unserer Meinung nach in mehrfacher Hinsicht eine Nachhaltigkeit gegeben: Wir unterstützen dadurch sowohl unsere Heimat Österreich und damit unsere Zukunft, unsere Jugend und werden in weiterer Folge auch international tätig." Bereits am Dienstag, 19. Jänner, treten sie die Reise nach Südafrika an.

Sechs Wochen in Südafrika

In eineinhalb Monaten werden sie bei Port Edwards zwei, je 62 Quadratmeter große Klassenräume der von ihnen konzipierten neuen Schule umzusetzen. Begleitet werden sie vom promovierten Architekten Peter Nigst sowie den wissenschaftlichen Assistenten Jürgen Wirnsberger, Marlene Wagner und Elias Rubin.
Wenn es Witterung und Zeit erlauben, sollen Fundament und die Rohbauten für ein weiteres Klassenzimmer und für einen Mehrzweckraum errichtet werden, so Nigst.
Von den veranschlagten 65.000 Euro Gesamtkosten werden 35.000 Euro für Material und Lohn der einheimischen Helfer verwendet, der Rest für Reisekosten und Unterkunft.

Zur Sache

Die Ithuba Wild Coast Schule nahe Port Edward wurde 2010 gegründet, um den Kindern und Jugendlichen der umliegenden Dörfer eine Schulausbildung zu ermöglichen. Bei der jetzigen Erweiterung wird das erlernte Wissen gemeinsam mit heimischen Handwerkern umgesetzt. Der Ansatz "Bauen im lokalen Kontext" mit regional verfügbaren Mitteln hat einerseit Vorbildcharakter für die umliegenden Einwohner und garantiert zugleich geringe Baukosten.

Die ehrenamtlich arbeitenden Studierenden werden bei der Umsetzung durch die Fachhochschule unterstützt. Die Projektkosten von 65.000 Euro für Baumateralien, lokale Arbeitskräfte, Transporte und Werkzeuge sollen von Sponsoren und Unterstützern abgedeckt werden.

Autor:

Michael Thun aus Spittal

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