Sachsenburg
Galerie im Drauknie begeht ihr verflixtes 7. Jahr

Künstler wie Johanna Tschabitscher, Peter Walchensteiner, Galerie-Sprecher Wilfried Kuss und Heinrich Untergantschnig wissen die Galerie zu schätzen
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  • hochgeladen von Julia Astner

Kunstschaffenden aus der Region bietet die Galerie im Drauknie in Sachsenburg seit sieben Jahren die Möglichkeit sich zu entfalten.

SACHSENBURG (aju). Vor sieben Jahren wurde auf Initiative des heutigen Galerie-Sprechers Wilfried Kuß und mit tatkräftiger Unterstützung der Gemeinde in Sachsenburg eine Galerie eingerichtet. Heuer, im verflixten siebenten Jahr, möchte man dem mit besonderen Ausstellungen würdig gedenken.

Galerie im Forsthaus

Seit vielen, vielen Jahren steht das fast schon historische Forsthaus mitten am Marktplatz in Sachsenburg. Im Laufe der Jahre wurde es für die verschiedensten Zwecke genutzt bis es 2012 von der Gemeinde gekauft wurde. "Es wurde viel darüber diskutiert, was aus dem Gebäude werden sollte", sagt Peter Walchensteiner, selbst Künstler und ehemaliger Gemeinderat. Bald darauf entschied man sich nicht nur Wohnungen und eine Arztpraxis in das Haus zu integrieren sondern auch eine eigene Kunst-Galerie.

Zeichnungen und Plastiken

"Eigentlich wollte ich am Anfang nur Zeichnungen ausstellen. Da wir aber so viele heimische Künstler haben die sich mit Plastiken beschäftigen, haben wir entschieden auch ihnen Raum in der Galerie im Drauknie zu geben", sagt Kuß. Seither haben bereits Werke von Hans Peter Profunser, Willi Pleschberger, Johanna Tschabitscher und vielen mehr temporär Platz in Sachsenburg gefunden.

Die Zahl sieben

Die Zahl sieben hingegen hat für die Künstler eine sehr große Bedeutung. "Sieben ist eine symbolträchtige Zahl. Sie symbolisiert zum Beispiel die vier Evangelisten und die Dreifaltigkeit Gottes. Zusammengezählt ergibt das die sieben", erklärt Walchensteiner. Daher wird auch nicht selten darauf geachtet, sieben Exponate pro Ausstellung in der Galerie zu beherbergen. Es ist daher auch nicht verwunderlich, dass gerade das Sieben-Jahr-Jubiläum für die Künstler etwas besonders ist.

Nacht der Museen

Im Rahmen von zahlreichen Ausstellungen soll dies heuer auch gebührend gefeiert werden. So achtet Kuß vor allem darauf, dass sich männliche und weiblich Künstler in der Galerie abwechseln. "Außerdem möchten wir heuer am 7. Oktober bei der langen Nacht der Museen mit dabei sein", erklärt Kuß. 2020 dann sollen ausschließlich Frauen ihre Werke in der Galerie ausstellen können.

Dialog an der Grenze

Den Beginn der Ausstellungsreihe macht bereits am Heinrich Untergantschnig dessen Ausstellungsstücke bis 2. Februar montags bis freitags von 10 bis 12 Uhr und von 16 bis 18 Uhr sowie samstags von 10 bis 12 Uhr zu sehen sind. "Ich beschäftige mich seit über 40 Jahren mit dem Werkstoff Holz", sagt Heinrich Untergantschnig. Eines seiner, wie er selbst sagt, besten Werke mit dem Namen "Dialog an der Grenze" lässt sich auch in Sachsenburg bewundern. "Ich wollte mit dem Werk auf die Problematik der Grenzzäune hinweisen die ja allgegenwärtig ist. In der Mitte soll das Brot sichtbar werden, dieses stellt für mich Jesus dar. Es erinnert ein wenig an die Szene des letzten Abendmahles", erklärt der Künstler.

Interpretationsspielraum

Grundsätzlich aber sei jede Interpretation eines Werkes gut, denn die Hauptsache ist, dass das Kunstwerk die Menschen berührt. "In unserer Galerie soll eigentlich nicht verkauft werden. Es geht darum, dass sich die Leute darüber informieren was denn genau Kunst ist", sagt Kuß. Deshalb würde er sich auch wünschen, dass mehr Menschen den Sprung ins kalte Wasser wagen und sich in der Galerie einfinden. "Die Leute sollen das Sehen und Schauen lernen und keine Scheu vor einer Galerie haben sondern einfach für sich selbst die Kunstwerke erleben", meint Kuß. Wichtig ist ihm das vor allem deshalb, weil auch hauptsächlich Künstler aus den heimischen Tälern hier ausstellen. Dass man aber oftmals mehrere Anläufe brauche um seine Liebe zur Kunst zu finden verstehen sogar die Künstler. "Kunst ist wie Käse, man muss es manchmal einfach öfters probieren um es zu mögen", lacht Künstlerin Johanna Tschabitscher.

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