Hunde retten Menschenleben

Berti Hasler weist Phönix den Weg
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BAD KLEINKIRCHHEIM. Wer seinem Hund mehr als nur Spaziergänge bieten oder vermeintlich originelle Kunststücke beibringen und zudem einen sinnvollen humanitären Zweck erfüllen will, sollte mit der ÖRHB Kontakt aufnehmen. Noch nie davon gehört? Die Rede ist von der Österreichischen Rettungshundebrigade. Aufgabe des 1966 von einigen engagierten Idealisten in Wien gegründeteten Vereins ist es vor allem, vermisste, verletzte oder verirrte Personen zu bergen. Und zwar an 365 Tagen im Jahr, bei Tag und Nacht. Die Hilfe ist für jede Privatperson und Behörde kostenlos, erreichbar unter der Telefonnummer 130 der Landesalarm-und Warnzentrale ( LAWZ ).

"Das ist es!"

Ansprechpartner in Oberkärnten ist die ÖRHB-Staffel Drautal, geleitet von Berti Hasler. Vor rund sechs Jahren war die Chefin des "Landhausstüberls" in Bad Kleinkirchheim auf die Rettungsorganisation gestoßen. Die temperamentvolle Mutter zweier Töchter und eines Sohnes berichtet: "Nach zwei Monate Schnuppern wusste ich: Das ist es!" Angefangen als Helfer ohne Hund ist sie mit dem jetzt fünfeinhalb Jahre alten Phönix Hund als Hundeführer aktiv, zudem Staffelleiterin der Staffel Drautal und Landeswirtschaftsreferentin in der Landesgruppe Kärnten. "Also langweilig wird es mir nicht, wenn ich im Jahr 2019 als 'Staatsangestellte' geführt werde."

Die Staffel Drautal zählt zurzeit zehn Mitglieder: Drei einsatzfähige Hundeführer, zu denen mit Horst Tuppinger auch der Landessekretär, Landesleiterstellvertreter, ÖRHB-ÖKV-Trainer sowie Gruppenkommandant gehört, drei Hundeführeranwärter und vier Helfer. Dringend wird Nachwuchs gesucht - mit und/oder ohne Hund (Ansprechpartner ist Berti Hasler, Mobil: +43 699 16 88 68 82, E-Mail: office@biokuchl.at).

Jede Hunderasse geeignet

Geeignet ist grundsätzlich jede Hunderasse - beste Voraussetzungen sind ein gesunder Spiel- und Futtertrieb. Diese Triebe werden genutzt, um den Vierbeinern das Anzeigen von vermissten Personen beizubringen. Zusätzlich zum Suchen lernen die Hunde auch Hindernisse wie Leitern und Wassergräben, die sie bei der Suche behindern könnten, geschickt zu bewältigen. Ein weiterer wichtiger Faktor in der Hundeausbildung ist der Gehorsam, denn die Hunde müssen auch unter Ablenkung (Wild, andere Hunde, viele fremde Menschen) dem Hundeführer gehorchen. Auch muss der Hund verträglich, gehorsam und nicht schreckhaft sein und über einen ausgezeichneten Geruchsinn verfügen.

Ausbildungsvarianten bzw. -stufen sind Eignung-, Flächen-, Fährten--, Trümmer-,
Lawinenprüfung und Wasserrettung. Die Prüfung muss alle 15 Monate wiederholt werden. Der Hundeführer und sein Vierbeiner müssen gut harmonisieren. Er muss lernen, seinem Hund zu vertrauen und sich auf dessen Fähigkeiten und Arbeitswillen zu verlassen. Helfer müssen - wie der Hundeführer - die Orientierung mit Karte und Kompass sowie Erste-Hilfe-Maßnahmen beherrschen.

Durchhaltevermögen vonnöten

Die Ausbildung zum einsatzfähigen, ehrenamtlich tätigen Rettungsteam ist zwar kostenlos, erfordert dennoch großes Durchhaltevermögen sowie zahlreiche Ausbildungsstufen für die Helfer und Hundeführer mit deren Suchhunden. "Der Eintritt ist freiwillig, der Austritt ist freiwillig. Dazwischen liegen Kameradschaft, Pflicht und Disziplin!", betont Berti Hasler, die zu den Rettungshunden gestoßen war, um einen Ausgleich zu ihrem stressigen Beruf in der Gastronomie zu finden. Um abschalten zu können und sich ehrenamtlich in den Dienst für den „Nächsten“ zu stellen.

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