Ausstellung
Mit der Kettensäge filigrane Figuren schaffen

Der Bildhauer mit seinem "Mädchen mit Kugel"
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  • Der Bildhauer mit seinem "Mädchen mit Kugel"
  • hochgeladen von Michael Thun

Der aus Treffenboden stammende Bildhauer Klaus Dieter Mölzer stellt zurzeit im heimatlichen Gmünd aus.

GMÜND. Wer in diesen Tagen am Fuße der Alten Burg einen Blick in das vor gut drei Jahren
eröffnete Holzfaltatelier wirft, kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus: Zu sehen sind Tiere, Figuren, Tische und verschiedene fantasievolle Gegenstände - alle aus Holz. Es handelt sich um Werke des aus dem benachbarten Treffenboden stammenden Klaus Dieter Mölzer. Das Erstaunliche dabei: So filigran die Arbeiten auch sind, geschaffen wurden sie mit der groben Kettensäge. Mit seiner sonoren Stomme, die - mutatis mutandi - seinem Arbeitsgerät entspricht, schränkt der 56-Jährige am Beispiel des an einen Dackel angelehnten "Alten Kumpels" ein: "Nur die Augen und die beiden Nasenlöcher des Hundes sind geschnitzt." "Eyecatcher" (Mölzer: "Ein Wort, das ich eigentlich nicht mag") des Holzfaltateliers sind zwei überdimensionale hochhackige Pumps, die viele Besucher zum Sitzen einladen.

Inspiration auf der Alm

Der gelernte Tischler und Zimmerer, der mit 50 seinen Verkäuferberuf an den Nagel hängte und sich als frei schaffender Künstler selbstständig machte, hatte schon als Kind immer gern geschnitzt, Herrgott- und Madonnenfiguren. Der Maltataler, der auf der Stubeckalm nahe der Frido-Kordon-Hütte eine Almhütte besitzt und dort wie auf Waldspaziergängen sich für neue Skulturen inspirieren lässt, erzählt: "Wenn ich einen Baum sehe, weiß ich, was aus ihm wird." Er weiß naturgemäß, wie welches Holz zu verarbeiten ist . "Am liebsten habe ich Zirbe, sie ist am leichtesten zu bearbeiten." Lärche ist widerstandsfähig, Linde zäh,  Laubholz am besten im nassen Zustand zu handhaben. Seine Baumstümpfe bezieht Mölzer meist von seinem Freund Ernst Egger, der im benachbarten Karnerau ein Sägewerk betreibt.

Bei Arbeit beobachten

Noch mindestens bis Donnerstag, 15. Oktober, ist der verheiratete Vater zweier erwachsener Kinder und Großvater eines Enkels wochentags zwischen 10 und 16.30 Uhr bei der Arbeit zu beobachten. Während des Interviews begann der Bildauer, aus einem 150 Jahren alten Zirbenstamm einen Hirsch zu formen. In einer Spendenbox sammelt der Kiwanis-Präsident von 2017/18 für einen guten Zweck.

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