Vom Lehrling zum Chef
Mit Fleiß und Engagement zum Unternehmer

Martin Sachs-Ortner ist als Teilhaber und Geschäftsführer in seinen Lehrbetrieb eingestiegen
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  • hochgeladen von Verena Niedermüller

Iris Payer und Martin Sachs-Ortner sind nun die Chefs in ihren eigenen Lehrbetrieben.

SPITTAL (ven). Iris Payer und Martin Sachs-Ortner hätten es sich als Lehrling wohl nie träumen lassen, selbst einmal Chef zu sein. Beide haben in Spittal ihren Lehrbetrieb übernommen.

Der beste Kunde

Martin Sachs-Ortner (35) war bereits als Kind "der beste Kunde" im Optikfachgeschäft von Richard Nagl in Spittal. Seit seinem elften Jahr Brillenträger, schaffte er es immer wieder, seine Sehhilfe kaputt zu machen. Nach dem Besuch des BRG Spittal war es ihm in der Schule zu langweilig geworden und er bewarb sich 2001 für eine Lehrstelle - unter anderem bei Nagl. "Ich hab schon drei Wochen als Zahntechniker gearbeitet, da kam der Anruf, dass ich doch hier anfangen darf. Die Optik gefällt mir ohnehin besser", erinnert er sich. 

Einstieg 2014

Nach dem Bundesheer konnte er weiterhin im Betrieb bleiben, absolvierte auch die Meisterschule zum Hörgeräteakustiker in Innsbruck. 2014 folgte die Umgründung des Betriebes in eine GmbH und Sachs-Ortner stieg mit ein. "Seitdem bin ich auch Geschäftsführer. Eigentlich war es ein fließender Übergang, denn mir wurden im Lauf der Zeit schon immer mehr Aufgaben übertragen." Er sei in seine Rolle hineingewachsen. "Ich wollte schon als Lehrling nirgends wo anders arbeiten, denn ich bin sicher kein Anzugträger", lacht er. 

Prävention bei Kindern

Derzeit gibt es im Team noch einen weiteren Lehrling und zwei Teilzeit-Kräfte. "Ich mag an meinem Beruf das Individuelle, man hat mit jeder Alters- und Kundenschicht zu tun. Außerdem ist es sicher kein aussterbender Beruf, denn alle starren schon vermehrt aufs Handy, was das Sehen nicht besser macht", so der Experte. Außerdem reizt ihn die Entwicklung - vor allem die technologische - in Sachen Optik und Hörgeräteakustik. 
"Kinder haben heutzutage immer früher Seh- und Hör-Probleme, hier will ich vermehrt Aufklärungsarbeit leisten", so seine weiteren Ziele.

Lehre bei Fritsch

Iris Payer (37) aus Baldramsdorf absolvierte ihre Lehre als Einzelhandelskauffrau in der Parfümerie Fritsch, die bereits 1909 von Konrad Fritsch in Spittal gegründet wurde. "Ich wollte nie weiter in die Schule gehen", besuchte aber dann doch noch zwei Jahre die Handelsschule. 

Angebot zum Kauf

Nach ihrer Lehre konnte sie im Betrieb bleiben, machte noch Ausbildungen zur Drogistin, Visagistin, Eventmanagerin und als Makeup-Artist. "Nicht einmal ein Jahr später wollte Walter Fritsch sein Geschäft verkaufen. Seine Kinder hatten kein Interesse, also bot er es mir an. Ich war damals erst 19 Jahre alt", erinnert sie sich. Mit 20 konnte sie - durch Unterstützung aus der Familie - das Geschäft schließlich als GmbH übernehmen. "Ich dachte mir, jetzt hab ich nichts, wenn es schief geht, hab ich auch nichts." 

Menschen verschönern

In der Berufsschule hätte sie sich nie gedacht, einmal selbstständig zu werden. "Klar wurde uns im Unterricht auch diese Frage gestellt, meine Mitschüler haben damals schon auf mich gezeigt", erinnert sie sich.
An ihrem Beruf mag sie, wenn die Kunden das Geschäft mit einem Lächeln verlassen. "Und ich verschönere gerne Menschen", was sie auch in vielen MakeUp-Workshops außer Haus beweist.

Mehr zum Thema Lehre: www.meinbezirk.at/lehre2018

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