Jahreswechsel
Neujahrsvorsätze - wie konsequent ist Spittal?

Auf das Gewicht achten - ein oft geäußerter Neujahrsvorsatz. Welche Vorsätze haben die Oberkärntner Persönlichkeiten?
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BEZIRK SPITTAL (ven). Gute Vorsätze hat man ja bald einmal, doch was ist mit deren Umsetzung? Die WOCHE fragte bei Oberkärntner Persönlichkeiten nach, wie es denn bei ihnen mit der Umsetzung ihrer Vorsätze von 2018 so aussieht und ob vielleicht bis zum Jahreswechsel noch ein Vorsatz auf der Agenda steht.

Mehr Sport

Matej Dzido, Kapellmeister der Stadtkapelle Spittal, wollte 2018 mehr Sport betreiben. "Ich konnte nicht immer konsequent sein, da mein Tourplan dies nicht erlaubte. Vielleicht klappt es ja 2019 besser", hofft er. 
Rotkreuz-Bezirksstellenleiter Franz-Josef Leitner nimmt sich nie etwas vor, was nicht umsetzbar ist. "So erlebe ich am Jahresende keine bösen Überraschungen. Projekte laufen meist unabhängig vom Kalender."

Mutig sein

Mutig sein und neue Dinge ausprobieren wollte 2018 Christina Katefidis, Bezirksvorsitzende der Jungen Wirtschaft. "Das habe ich sehr konsequent umgesetzt, indem ich zu jenen Situationen „ja“ gesagt habe, wovor ich Angst hatte." 2019 will sie dennoch mehr Zeit für sich, Freunde und Familie haben.
Moderator Harald Wieser nahm sich 2018, wie auch 2019 vor, "lebe jetzt und genieße jeden Tag." Immer gelänge es ihm nicht, aber er sei auf einem "guten Weg dahin". 

Raus aus der Komfortzone

Corinna Hackl, CH Designs: "Mein Neujahrsvorsatz war es, jeden Monat etwas Neues zu versuchen. Aus meiner Komfortzone herauszugehen und etwas zu machen, gegen das ich mich bis jetzt, warum auch immer, gewehrt habe.
Neues zulassen und offen sein für innovative Ideen, andere konträre Meinungen", verrät sie der WOCHE.  Blut spenden habe sie bis heute nicht geschafft. "Wollte ich dieses Jahr unbedingt. Momentan darf ich nicht.
Manchmal schafft man es in einem Monat, manchmal vergisst man dann einfach wieder darauf." Die Vorsätze werden dann monatsweise hinsichtlich Konsequenz neu formuliert. "2019 geht es natürlich mit dem Motto von 2018 weiter. Hauptsächlich wird es aber wahrscheinlich davon geprägt sein, Mamasein und Firma erfolgreich unter einen Hut zu bekommen."

Keine Konsequenz

Stadtamtsdirektorin Elisabeth Huber ist bei der Einhaltung guter Vorsätze "prinzipiell nicht sehr konsequent,  schließlich habe ich sie mir selbst auferlegt und da kann ich mit mir nachverhandeln. Für 2019 habe ich mir auch noch nichts überlegt."

Zufriedenheit das ganze Jahr

Der Postenkommandant der Polizei in Obervellach Gert Grabmeier hat keine Vorsätze für 2018 und 2019. "Unabhängig vom Jahreswechsel gibt es während des Jahres immer wieder Situationen, wo man sich etwas vornimmt oder verbessern will. Für mich der wichtigste Vorsatz ist Zufriedenheit und dieser ist nicht von der Jahreswende abhängig. Ich versuche mich regelmäßig daran zu erinnern und es gelingt mir oft, aber nicht immer."
Die Gesellschaft neige  immer mehr zur Unzufriedenheit, obwohl es fast allen sehr gut gehe. "Man sieht nur jene, denen es besser geht, nicht aber jene, die nicht so viel Glück im Leben hatten oder haben. Insbesondere Menschen in ärmeren Ländern haben wenig bis gar keine Perspektiven. Vieles (Familie, Gesundheit, Arbeit, aber auch die vielen ehrenamtlichen Tätigkeiten zahlreicher Organisationen zum Wohle der Gesellschaft) werden zunehmend als Selbstverständlichkeit gesehen und sogar teilweise vorausgesetzt."

Mehr Zeit für Familie

Daniel Ramsbacher: Mexicana-Wirt und Obmann Tourismusverband Spittal will 2019 vor allem gesund bleiben und mehr Zeit haben, vor allem, da jetzt seine Familie wächst.  "Es fehlt leider immer - das ganze Jahr - die ganze Woche die Zeit dafür, was noch zu tun/erledigen/erleben wäre.
"Trotzdem muss ich sagen, dass ich einen Beruf habe, der mich komplett ausfüllt und stolz macht - der Mexicana und der Tourismusverband. Es macht mich stolz, mit welchen Menschen ich zusammenarbeite - denn ohne Mitarbeiter läuft kein Betrieb."
Für 2019 wünscht er sich einen goldenen Mittelweg zwischen Familie und Beruf. 
Unternehmer Oskar Dörfler ist die Jahreszeit egal, in der er etwas umsetzt. "Ich bin dann aber auch so konsequent wie möglich."
Toni Traschitzker, Kinderbuchautor, macht sich lieber gleich fixe Pläne: "Vorsätze haben etwas Vorläufiges, Unsicheres an sich."

Gelungene Schulzusammenführung

Der Litzlhof-Direktor Josef Huber hat sich vorgenommen, sich intensiv dem neuen Bildungszentrum Litzlhof zu widmen. "Auch das Jahr 2019 lockt mit der Verheißung eines neuen Anfangs, obgleich meine Vorsätze von 2018 nicht gänzlich konsequent und erfolgreich umgesetzt wurden. Das Oberkärntner Bildungszentrum Litzlhof mit den künftigen Fachrichtungen „Ländliches Betriebs- und Haushaltsmanagement“ und „Landwirtschaft“ werden wir Litzlhofer/innen gemeinsam mit den Drauhofner/innen 2019 nachhaltig weiterentwickeln und sicherstellen, dass der ländliche Raum leistungsstark, vielseitig und zukunftsfähig bleibt."

Herma Hartweger, Direktorin Drauhofen beschäftigt sich beruflich ebenfalls mit der Schulzusammenführung. "Möge sie gut funktionieren und ich werde mein Bestes geben." Ansonsten habe sie keine Neujahrsvorsätze. "Es sind im Vorfeld etliche fehlgeschlagen, daher habe ich beschlossen, mir nichts mehr vorzunehmen.

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Ein Neujahrsgedicht von Toni Traschitzker gab es gleich dazu:

Ganz bestimmt sind’s keine Vorsätze,
was zu Silvester ich mir vorsetze:
etwas Gut’s zum Schnabulieren –
verbrauch’s ja gleich, geh’ ich spazieren.

Ist das alte Jahr vorbei
mach’ ich also kein Geschrei:
„Ab heute tu’ ich dies und das,
und koste es auch jeden Spaß!“

Zu Silvester ist’s zu spät,
wenn um Wichtiges es geht.
Drum frag’ ich öfter mich im Jahr’,
was dumm und was gescheit grad war.

Ich frag’: „Was wär’ jetzt gleich zu tun?
Das Wichtigste zuerst, mein Bester!“
Und geht es gleich, dann gibt’s kein Ruh’n –
schon gar kein Warten bis Silvester!

Auf das Gewicht achten - ein oft geäußerter Neujahrsvorsatz. Welche Vorsätze haben die Oberkärntner Persönlichkeiten?
Autor:

Verena Niedermüller aus Spittal

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