Pädagogen bilden sich in Mallnitz weiter

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MALLNITZ (ven). Weg vom auswendig lernen, hin zum entdecken und forschen. Diesen Vorsatz teilen nun 17 Lehrerinnen und Lehrer, nachdem sie ein Naturwissenschaftliches Seminar der Pädagogischen Hochschule in Mallnitz besuchten. Mallnitz möchte sich als Bildungszentrum für Pädagogen etablieren (die WOCHE berichtete). 

Von Biologin angeleitet

Was ist auf einer 1-Cent Münze eigentlich abgebildet? Haben sie jemals genau nachgesehen? Ausgestattet mit einer einfachen Lupe erforschten die Lehrer des Schulverbundes Mallnitz, Obervellach und Flattach viele Dinge des alltäglichen Lebens. Angeleitet von der erfahrenen Biologin Sigrid Holub aus Klagenfurt, tauchten sie für einen Nachmittag in die spannende Welt der Naturwissenschaften ein. "Die Sternstunde fürs Experimentieren liegt zwischen fünf und acht Jahren", so Projektleiterin Gudrun Batek, "in diesem Alter sollten Kinder unbedingt die Möglichkeit haben, eigenständig zu forschen!"

Ideen selbst nachgehen

Während die Pädagoginnen Vermutungen anstellten, warum ein Schiff wirklich schwimmen kann, wurde eines klar - wirklich verstehen können unsere Kinder die Welt nur, wenn sie ihren Ideen selbst nachgehen dürfen.
"Wir haben mit einer Seminarreihe für Kindergartenpädagoginnen begonnen", so Bürgermeister Günther Novak. "Das wir nun auch die Unterstützung des Landesschulrats und der Bezirksschulinspektorin Helga Reiter haben und somit auch in der Volksschule Fuß fassen können, zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind!"
Im Februar 2018 treffen sich die Lehrerinnen wieder im Mallnitz, wenn es dann um Licht und Farben geht. Bis dahin wird in den Schule eifrig getüftelt und geforscht. Und bestimmt auch zuhause, denn Neugierde ist ansteckend.

"Grundlegende Bedeutung"

Pflichtschulinspektorin Helga Reiter ist von dem Angebot begeistert. Die frühe Identifikation und Förderung von Begabungen sei von grundlegender Bedeutung für die positive Entwicklung der Kinder. "Gerade 'NaWi' will das Interesse an Naturwissenschaften und Technik wecken und dabei Begabungen entdecken und fördern. Deshalb ist es sehr begrüßenswert, dass sich nach einem Seminarangebot für Kindergartenpädagoginnen nun auch alle Pädagogen beziehungsweise Feizeitpädagogen des unter der Leitung von Wilhelmine Pirker stehenden Schulverbundes (VS Mallnitz, VS Obervellach und VS Flattach) entschieden haben, an dieser wertvollen Fortbildungsreihe teilzunehmen", so Reiter zur WOCHE.

Angebot ausweiten

Als weiteres Ziel sei angedacht, das Seminarangebot auch auf die Neuen Mittelschulen im Bezirk Spittal auszuweiten.
Durch die positive Zusammenarbeit zwischen Gemeinde, Schulleitung, Pädagogischer Hochschule und Schulaufsicht würden sich nun auch für Schülerim ländlichen Bereich neue Perspektiven eröffnen.

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