Schweinen geht's hier saugut

Tierliebe: Christian Fercher, seiner Frau Manuela und den Kindern Selina, Christina und Verena liegt das Wohl der Tiere am Herzen
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STALL (aju). Ob Katzenjunge, kleine Ferkel oder richtig große Rinder, der Bauernhof von Manuela und Christian Fercher hat alles, was zum richtigen Landleben dazugehört und noch viel mehr. Denn die Familie hat sich in ihrer Tierhaltung auf alte Haustierrassen spezialisiert.

Mehr als 200 Tiere

Vor 20 Jahren kam Christian Fercher auf den damals verlassenen Hof seiner Familie. Gemeinsam mit seiner Frau Manuela hat er seither immer an der Erweiterung des Hofes gearbeitet. Bei der Lage mitten im steilen Gelände ist das aber nicht immer ganz einfach. "Alleine 60 LKW-Fuhren haben wir gebraucht um ein ebenes Plateau für unser Haus zu schaffen", sagt Fercher. Heute allerdings hat die Familie schon einiges geschafft, so finden sich auf dem Hof am Stieflberg zwei Kilometer oberhalb von Stall heute keine rosaroten Schweine, sondern braune, schwarze und weiß-gefleckte. Neben Schwäbisch-Hällischen-, Duroc- und Husumer Ferkeln tummeln sich zudem auch Angus Rinder auf dem Unterbacher Hof. Insgesamt ist der Bauernhof so Wohnort für 30 Rinder und rund 200 Schweine, davon 24 Muttersäue und zahlreiche Ferkel und Mastschweine. "Hühner und Katzen haben wir auch, aber das geht so nebenbei", lacht Manuela Fercher. Verkauft und vermarktet werden die Produkte und vor allem Mastschweine aber nicht nur von der Familie selbst, auch Ilgenfritz ist einer der Abnehmer, der die Mastschweine ebenfalls regional vermarktet.

Regionales Futter

Der Offenstall ermöglicht es den Tieren zudem, sich frei zu bewegen und nach Lust und Laune im Freien ihre Runden zu ziehen oder es sich am Futterstand gut gehen zu lassen. "Auch bei der Fütterung achten wir darauf, regional zu sein. So kommen der Futtermais aus Paternion, die Kartoffeln aus Osttirol, die zugefütterte Molke von der Kärntnermilch und Gras und Heu kommt von unseren eigenen Feldern und Wiesen", sagt Christian Fercher. Auch die Molke der Lainacher Kuhalm wird zur Fütterung der Schweine verwendet. Insgesamt bewirtschaftet die fünfköpfige Familie zudem 20 Hektar Felder, damit immer für Futternachschub gesorgt ist. 

Alle helfen mit

Fleißig am Mithelfen sind auch schon die drei Töchter des jungen Paares. Die 16-jährige Selina geht derzeit aber im Nordischen Ausbildungszentrum in Eisenerz zur Schule, deshalb wird sie von ihren Schwestern Verena (zwölf Jahre) und Christina (sieben Jahre) unter der Woche am Hof vertreten. "Es macht mich als Papa sehr stolz, wenn ich von meinen Töchtern höre, dass sie auch einmal Landwirtinnen werden wollen", sagt Fercher. 

Viel Arbeit

Zusammenhalt ist der Familie generell sehr wichtig. Denn auch zu fünft mangelt es nicht an Arbeit. Mama Manuela versorgt nämlich nicht nur die Tiere, sie ist auch für das hausgemachte Brot und die Herstellung verschiedensten Schnäpse zuständig. Papa Christian hingegen arbeitet zusätzlich noch einige Stunden als Zimmerer und schnitzt in seiner Freizeit nebenbei noch das eine oder andere Zirbenbett für den Verkauf. Neu dazugekommen sind vergangenes Jahr auch noch, zu den schon 45 vorhandenen Obstbäumen, 100 Weinstauden. "Das ist ein Test. Wir werden versuchen, aus den Trauben Saft zu machen", sagt Manuela Fercher.

Wichtige Botschaft

Die Arbeit auf dem Hof, an dem noch jedes Tier einen Namen hat, geht also nicht aus. Dennoch hat die Familie nie ihre Lebensfreude und Zufriedenheit verloren. "Unsere wichtigste Botschaft ist die Wertschätzung für regionale Produkte hervorzuheben. Denn dann wird auch für Landwirte wie uns die Landwirtschaft nicht nur Liebhaberei, sondern auch wieder Lebensgrundlage", erklärt Fercher.

Autor:

Julia Astner aus Spittal

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