Seeboden will Bildungscampus errichten

Das Gebäude der NMMS stammt aus den frühen 1970er Jahren
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SEEBODEN (ven). Die Seebodener Schüler sollen künftig in einem Bildungscampus unterrichtet und betreut werden. Obwohl es bis zur Umsetzung noch einige Jahre dauern könnte, ist die Gemeindeführung einstimmig dafür.

Neues Konzept nötig

Vizebürgermeister und Lehrer an der Neuen Musikmittelschule (NMMS) Seeboden Ino Bodner zur WOCHE: "Seeboden hat sich mit seiner demografischen Entwicklung auseinandergesetzt und wird sich neuen Herausforderungen stellen müssen. Daher ist die Entwicklung eines neuen Schulstandortkonzeptes kein kurzfristiges, sondern eines für die nächsten Jahrzehnte." Geschätzte Investitionskosten dafür: Vier bis fünf Millionen Euro. 

Lernräume schaffen

Ausgegangen war das Projekt vom Bürgerbeteiligungsprozess zur Ortsgestaltung mit der Ideenwerkstatt "nonconform" (die WOCHE berichtete). "Die Achse vom Ortskern zum See beginnt beim Kirchplatz. Dem Bildungscampus kommt hier eine besondere Aufgabe zu, hier sollen mehrere Betreuungs- und Schultypen unter einem Dach zusammengeführt werden und besonderes schulisches Leben Eingang finden. Dieses Leben darf nicht hinter verschlossenen Türen ablaufen, es muss am öffentlichen Leben teilhaben", so Bodner. So sollen Kindergarten, Volksschule und auch die NMMS samt zugehöriger Betreuungseinrichtungen zusammengelegt werden. Die NMMS selbst stammt aus dem Jahr 1971, das Raumkonzept müsse überdacht und "Lernräume" geschaffen werden.

Pädagogisches Konzept

Außerdem reiche es nicht, verschiedene Klassen in dafür vorgesehene Räume zu verteilen, sondern es muss auf den sich ändernden Bedarf in den nächsten Jahren oder Jahrzehnten gedacht werden. "Diesen Bedarf haben wir in der NMMS bereits angedacht und ein entsprechendes pädagogisches Konzept mit dazugehörigem Raum- und Platzbedarf entworfen", so auch Direktorin Claudia Casanova-Mörtl.

Schnittstelle zwischen Typen

Besonders Wert gelegt werde auf die Schnittstellen zwischen den verschiedenen Betreuungs- und Schultypen. "Der fließende Übergang zwischen den Schulformen wird vertieft werden müssen, besonders auch, weil die NMMS eine musikalische Schwerpunktschule mit besonderer chorischer Ausbildung ist.  "Wir brauchen ein Stimmbildungsangebot. Instrumental reicht nicht", so Casanova-Mörtl. Natürlich gibt es dort auch Regelklassen ohne Schwerpunkt. Die Schüler kommen ob der musischen Ausbildung aus dem ganzen Bezirk, auch eine Nachmittagsbetreuung wird angeboten. 

Das Gebäude der NMMS stammt aus den frühen 1970er Jahren
Vizebürgermeister und NMMS-Lehrer Ino Bodner mit Direktorin Claudia Casanova-Mörtl

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