Seit 90 Jahren top in Medizin und Pflege

Das Krankenhaus in seiner heutigen Form
17Bilder
  • Das Krankenhaus in seiner heutigen Form
  • Foto: Krankenhaus Spittal
  • hochgeladen von Verena Niedermüller

SPITTAL (ven). Vor 90 Jahren war es noch ein recht kleines Haus in einer Allee, die heute die Tiroler Straße in Spittal bildet. Zwei Ärzte - Franz Albertini und Stylian Jatrou boten eine Übernachtungsmöglichkeit für Patienten in einem dreigeschoßigen Haus, dem ehemaligen Gasthof Fleißner. Heute ist das Krankenhaus Spittal mit 465 Mitarbeitern ein wichtiger Arbeitgeber und medizinischer Hauptversorger im Bezirk Spittal. Zum 90-jährigen Jubiläum findet am 23. Oktober von 13 bis 18 Uhr ein Tag der offenen Tür statt, an dem die Leistungen des Krankenhauses in über 30 Stationen gezeigt wird.

Großeltern leiteten

Der Großvater von der heutigen Geschäftsführerin und Verwaltungsdirektorin Andrea Samonigg-Mahrer Hermann Samonigg übernahm das Haus 1948. "Es war nach dem Krieg, als Allgemeinchirurg musste er eigentlich alles machen", erzählt sie. Seine Gattin Maria, die vom Schmied Peter Winkler abstammt, kümmerte sich damals um die Verwaltung.

Pflege von Schwestern

1982 übernahm dann sein Sohn Hermann das Krankenhaus. "Er hat zwar Medizin studiert, aber ohne Abschluss. Als mein Großvater im Sterben lag, musste er die operative Leitung kurzfristig übernehmen", erzählt sie. Bis 1989 waren auch noch geistliche Schwestern des Deutschritterordens aus Südtirol für die Pflege im Haus zuständig. "Sie waren im OP, in der Küche oder auch im Kreißzimmer tätig. Doch dann wurden sie vom Mutterhaus wieder heimberufen. Teilweise besteht noch Briefkontakt", so die Geschäftsführerin.

Laufende Erweiterungen

Samonigg übernahm auch größere Aus- und Umbauten des Hauses. Im Laufe der Jahre wurden die Ambulanz und der Hubschrauberlandeplatz erweitert, 1991 kamen das Schwesternheim und die alte Cafeteria weg, 1993 wurde die Geburtshilfe aufgestockt. 2001 folgte die Erweiterung des Verwaltungstraktes, 2008 begannen die Arbeiten am Neubau, der mit einem markanten Glasgang mit dem alten Hauptgebäude verbunden ist. "Rund zwei Jahre lang hatten wir während der Bauarbeiten keine Geburtshilfe", erinnert sich Samonigg-Mahrer.

Eigene Schule

In früheren Jahren gab es im Krankenhaus auch noch eine eigene Schule. "Damit die Kinder, die nach Mandeln- oder Blinddarmoperationen noch hier bleiben mussten, nicht zu viel in der Schule versäumen", erklärt eine langjährige Mitarbeiterin. Unterrichtet habe damals die heutige Bezirksschulinspektorin Helga Reiter.

Schwester arbeitet mit

2011 konnte der Neubau schließlich offiziell eröffnet werden, 2012 folgte das Gesundheitszentrum. Samonigg-Mahrers Schwester Doris Samonigg-Lackner ist Osteopathin und Physiotherpeutin. "Sie ist direkt am Patienten und wir ergänzen uns in unserer Arbeit sehr gut", so die Verwaltungsdirektorin, die seit dem heurigen Jahr auch Geschäftsführerin ist.

Lehrkrankenhaus

Das Krankenhaus ist auch Kooperationspartner von Krankenpflegeschulen und Lehrkrankenhaus der Universitäten Innsbruck, Graz und Wien. "Gerade in Zeiten wie diesen, wo über Sparmaßnahmen und Kürzungen diskutiert wird, ist es wichtig aufzuzeigen, dass der Bezirk ein Haus wie dieses unbedingt braucht", mahnt sie. "Es ist wichtig, dass die Basisversorgung und auch die Ausbildungsmöglichkeiten nicht durch die Planungen des Landes gefährdet wird!" Dazu soll auch eine Unterschriftensammlung von Heidrun Konrad und Evelin Staber beitragen.

Zur Sache:

Gegründet: 1925 von den Ärzten Franz Albertini und Stylian Jatrou im ehemaligen Gasthof Fleißner
1948: Hermann Samonigg und seine Gattin Maria übernahmen die Leitung des Krankenhauses
1982: Übernahme durch seinen Sohn Hermann
Pflege: Bis in die 80er Jahre von Schwestern des Deutschritterordens
90er Jahre: Verleihung des Gemeindewappens
2007: Einstieg von Andrea Samonigg-Mahrer
Mitarbeiter: 465
Stationäre Patienten: 15.000 pro Jahr
Ambulante Patienten: 43.000 pro Jahr
Operationen: 6.000 pro Jahr
Geburten: 560
Betten: 236

Entwicklung im Lauf der Jahre:

Personalstand per 31.12.1982: 97 Beschäftigte, davon neun Ärzte, 36 Angestellte, 52 Arbeiter
Personalstand per 31.12.1986: 100 Beschäftige, davon zwölf Ärzte, 52 Angestellte, 46 Arbeiter
Personalstand per 30.4.2015: 460 Beschäftigte, davon 68 Ärzte, 366 Angestellte, 26 Arbeiter

Anzeige
In der Adi-Dassler-Gasse in Klagenfurt-Viktring entsteht der neue Ranacher Werkstatt-Shop. Hierfür und für die Filialen in den Bezirken wird noch nach Verstärkung gesucht.

Stellensuche
Ranacher sucht Verstärkung für sein Team

Lust auf einen Job in einem zukunftssicheren Betrieb? Ranacher vergrößert sein Filialnetz und sucht Mitarbeiter. KÄRNTEN. In der Ranacher Zentrale in Viktring entsteht ab Herbst ein Werkstatt-Shop, wo Kunden all das bekommen, was es draußen in den Filialen gibt. Hierfür werden neue Räumlichkeiten geschaffen und zusätzliche Mitarbeiter benötigt. Aber auch in den Bezirken wird nach Unterstützung gesucht. Geboten werden flexible Arbeitszeiten in einem zukunftssicheren Unternehmen. Folgende...

Kommentare

?

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

Aktuell

Regionaut werden!

Du willst eigene Beiträge veröffentlichen?
Werde Regionaut!

Regionaut werden!




Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Du möchtest selbst beitragen?

Melde dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Foto des Tages einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen