Spittal ist ein sicherer Bezirk

Hannes Micheler weist darauf hin, dass jeder die Präventionsmaßnahmen gratis in Anspruch nehmen kann
  • Hannes Micheler weist darauf hin, dass jeder die Präventionsmaßnahmen gratis in Anspruch nehmen kann
  • Foto: kk/Bezirkspolizeikommando Spittal
  • hochgeladen von Deborah Schumann

SPITTAL (des). Vor 14 Tagen machte die Neuigkeit die Runde im Bezirk, dass Unbekannte nachts einen Container auf dem Geländer der Firma Purpurrot in Brand gesetzt hat. Die Täter sind bisher nicht gefasst. Dank drei Jugendlichen und den Einsatzkräften der Freiwilligen Feuerwehr Spittal konnte Schlimmeres verhindert werden. „Nicht auszudenken, wenn das Feuer sich auf die derzeit trockenen Bäume oder Firmenfahrzeuge ausgebreitet hätte“, merkt Malermeister Peter Kircher an. Der Sachschaden ist hoch, auch wenn die Tat wahrscheinlich „nur“ aus Übermut oder Unvernunft entstanden ist. Trotz diesem „Aufreger“ im Bezirk kann in Spittal und Umgebung ruhig geschlafen werden.

Kriminalität gesunken
Kürzlich erschien die Kriminalstatistik von der Landespolizeidirektion Kärnten mit erfreulichen Aussagen. Gemessen an den Anzeigen hatte die Polizei von Jänner bis Juni 2018 weniger zu tun als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. 10 800 Delikte im Bundesland bedeuten ein Minus um 9,6 Prozent Anzeige gebracht worden. Das ist in absoluten Zahlen ein Minus von 1 151 Delikten gegenüber dem Vorjahr. Insgesamt wurden in dem Zeitraum in Österreich 228.887 Verbrechen gemeldet

Gute Aufklärungsquote
Zufrieden ist man bei der Polizei in Kärnten mit der Aufklärungsquote. „Ein gutes Zeugnis für die hohe Qualität der Kärntner Exekutive im großen Feld der Kriminalitätsbekämpfung“, meint Landespolizeidirektor-Stellvertreter Markus Platzer.
In Zahlen gesprochen: Die Aufklärungsquote liegt mit 56,7 Prozent auf einem ähnlich hohen Wert wie 2017. Bis Ende Juni konnte die Kärntner Polizei insgesamt 7573 Tatverdächtige ausforschen und anzeigen, darunter 1959 fremde Tatverdächtige.

Insel der Seligen
Sieht die Kriminalstatistik für Kärnten schon gut aus, so ist im Bezirk Spittal quasi die Welt noch in Ordnung. Zwar veröffentlicht das Bezirkspolizeikommando keine eigene Kriminalstatistik, aber es bestätigt einen erfreulichen Trend: „Die Anzeigen gehen seit Jahren stark zurück“, so Hannes Micheler, stellvertretender Bezirkspolizeikommandant. Selbst in Bereichen wie Einbruch, ein Delikt, das in Kärnten 2018 im Gegensatz zum Bundesvergleich um 15 Prozent angestiegen ist, meldet die Polizei in Spittal Entwarnung.

Seit Jahren rückläufig
Micheler weiß, wovon er spricht. Erst kürzlich hat er sich für einen Vortrag mit den Delikten der letzten zehn Jahre beschäftigt. Früher musste die Polizei viel häufiger wegen Körperverletzungen oder Raufereien ausrücken. Auch jugendliche Banden haben viel mehr Blödsinn als heute angestellt. Kfz-Diebstahl, der in Österreich massiv zurückgegangen ist, war in Spittal noch nie ein großes Thema. Ebenso spielt Fahrraddiebstahl in der Tourismusregion keine Rolle. Keine 20 Räder in einem Jahr. Für eine positive Bilanz sorgen laut Micheler viele Faktoren. Auf alle Fälle ist die Region ein ländlicher Bezirk, in dem die soziale Kontrolle noch funktioniert.

Cyberkriminalität boomt
Neben dem Internet bietet das Darknet einen "geschützten Ort für kriminelle Taten", so Micheler, dem auch in Spittal nachgegangen wird. Bezirks-IT-Ermittler Klaus Tamegger ist in diesen Fällen der richtige Ansprechpartner. Die Anzahl der Firmenerpressungen und Hackerangriffe haben leicht zugenommen. Auch der Drogenhandel wird im Raum der Internetanonymität abgewickelt. Wer aus Spittal betroffen ist, erfahren die Beamten erst bei Sicherstellung von Postgütern durch nationale und internationale Einsatzkommandos. Fazit: In der virtuellen Welt bewegen sich weitaus mehr Verbrecher als im Bezirk Spittal.

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