Heimatleuchten
Spittaler Filmteam setzt das Lavanttal in Szene

Christian Rieder und Jana Thiele haben seit 2015 ihre gemeinsame Firma "Five Elements Films" in Spittal
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  • hochgeladen von Verena Niedermüller

SPITTAL, LAVANTTAL (ven). Am 23. November um 20.15 Uhr zeigt ServusTV eine neue Folge "Heimatleuchten". Diesmal dreht sich alles um das Lavanttal, verantwortlich dafür ist die kleine Filmproduktionsfirma "Five Elements Films" aus Spittal.

Handwerkskunst im Lavanttal

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Walter Steinkeller züchtet auf seinem Hof in Weitenbach Straußenküken, im Stift Sankt Paul wird ein kurzer Einblick in das Leben der Benediktiner gewährt. 1976 ist die größte Harmonika-Manufaktur Österreichs als Meisterbetrieb von Peter und Edith Müller gegründet worden. Familie Trippolt führt seit mehreren Generationen das Haubenlokal "Zum Bären". Dabei legt sie besonderen Wert darauf, eine Verbindung zwischen traditionellem Genuss und modernem Zeitgeist zu schaffen. 
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Eine Woche vor Ort

Filmisch umgesetzt werden die Geschichten der Lokalmatadoren von dem Ehepaar Christian Rieder und Jana Thiele von "Five Elements Films". Doch bevor es ans Filmen selbst geht, ist noch einiges an Vorarbeit notwendig. Thiele ist für das Drehbuch der Sendung verantwortlich. "Wir unterbreiten dem Sender den Vorschlag für das Thema. Dann beginnt die Recherche vor Ort. Ich hole mir Tipps vom Regionalmanagement für Protagonisten, treffe mich mit jedem einzelnen, lasse mir alles zeigen und erklären", so Thiele, die rund eine Woche dazu im Lavanttal verbrachte.

Neun Geschichten

Danach geht es ans Schreiben vom Drehbuch. Nach Abnahme durch den Sender wird der Dreh vorbereitet. "Die meisten Interviewpartner vergessen nach einer Weile die Kamera und sind nicht mehr so nervös", erzählt die Regisseurin, die aus Berlin stammt. Insgesamt zu fünft - mit einem Tontechniker, einer Aufnahmeleiterin und einem Lehrling - war das Team unterwegs. "Ein lustiger Haufen, da bleiben auch Lachkrämpfe nicht aus", sagt er. "Neun Geschichten werden uns im Lavanttal erzählt."

4.100 Clips

Für die 47-minütige Dokumentation werden über 40 Stunden Rohmaterial in rund 20 Drehtagen - mit zwei Kameras - gesammelt. "Jeder einzelne Clip wird aufgeschrieben. 4.100 Stück für diese Folge", so Kameramann Rieder. Die beiden setzen dann die Clips laut Drehbuch und Bildkomposition zusammen. "Rund 15 Tage lang schneiden wir an einer Sendung", sagt Rieder. 
Die Farbkorrektur und die Tonmischung werden dabei ausgelagert. Für die beiden ist es bereits die zweite Folge der Serie "Heimatleuchten", sie durften bereits eine über den Millstätter See drehen. 

Passende Musik

Die beiden wählen auch die dafür passende Hintergrundmusik aus. "Die Gruppe 'Gschrems' aus dem Mölltal hat hier viel passendes für uns", sagt Rieder. Die Musik soll zwar traditionell, aber auch nicht zu klischeehaft sein, schlussendlich hat sie auch kommentierende Funktion. 
Den Text für den Sprecher schreibt auch Thiele, dieser wird aber erst von einem Sprecher im Sender eingesprochen, wenn die fertige Sendung abgenommen wurde. Um zu ermitteln, wie lange die Bildschnitte sein müssen, übernimmt das Sprechen des Textes in der Zwischenzeit Rieder.

Viel Bürokratie

"Es gehört auch noch viel Bürokratie dazu.. Genehmigungen von Drohnenflügen zum Beispiel oder auch Musikrechte", so das Paar, das als Filmemacher selbst etwas kritischer fernsieht als andere. Dokus sehen die beiden dennoch gerne: "Um zu sehen, was die anderen so machen", sagen sie. 

Beruf ist Berufung

Der Beruf ist für die beiden Berufung. Kann man berufliches und privates da noch trennen? "Beim Dreh sind wir voll konzentriert." Mit ihrem Sohn lässt sich der Beruf auch gut vereinbaren. "Wir schneiden dann halt am Laptop am Küchentisch. Der Job ist Teil unseres Lebens", so die beiden. Thiele brütet über Ideen, Rieder überlegt sich, wie er diese filmisch umsetzen kann. "Die Serie Heimatleuchten ist ein Produkt, das uns beiden sehr gut gefällt. Man vernetzt dadurch Menschen, stärkt Regionen. Es gibt so viele Besonderheiten, die man erzählen muss."

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