Vom Badehaus zum Wohnhaus

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OBERGOTTESFELD. Im Wald oberhalb des Rupertikirchleins in Obergottesfeld entspringt schon seit vielen Jahren eine Quelle. Ihr Wasser kann laut Wasseranalyse aus dem 17. Jahrhundert als Heilwasser bezeichnet werden und soll Linderung bei Gicht, rheumatischen Leiden sowie Nerven- und Nierenleiden verschaffen.

Heilquelle

Vor Jahrhunderten wurde die Quelle schon von den Menschen aufgesucht. Eine ein Kilometer lange Leitung förderte damals wie heute das Wasser in den Ort hinunter. Seit 1800 wurde in einem Badehaus im Ort gebadet. 1881 wurde dieses Badehaus von der Familie Astner erworben. Bis in die 90er-Jahre herrschte reger Bäderbetrieb. Viele Badegäste schwörten damals, dass das Baden in den hölzernen Badewannen der Familie Astner wie ein Jungbrunnen wirke. Zum Badehaus gehörte auch seit eh und je ein Gasthaus, damals noch mit Fremdenzimmern ausgestattet. Da der Andrang so groß war, wurde bereits 1965 dazu gebaut und das Gasthaus um einen großen Speisesaal erweitert. Die historische Bauernstube von damals ist auch heute noch vorhanden.

Hölzerne Badewannen

Zahlreiche Sommerfrischler tummelten sich in dem weniger als 300 Einwohner zählenden Örtchen. Besonders beliebt waren damals die traditionellen hölzernen Badewannen. Den älteren Damen fiel hier nämlich der Einstieg um einiges leichter, da die Gefahr auszurutschen geringer war als in Kunststoffbadewannen. Mit den neuen Gesundheitsbestimmungen waren Badewannen aus Holz nicht mehr erlaubt, das Badehaus wurde 1985 schließlich abgerissen, der Badebetrieb mit modernen Wannen in das Gasthaus verlegt.

Fremdenzimmer

Das wertvolle Wasser aber ist auch heute noch da, wird allerdings von Familie Astner und deren Nachkommen privat genutzt. Die ehemaligen Fremdenzimmer wurden von den jetzigen Besitzern Johann und Martina Astner in Wohnungen umgewandelt. Im Erdgeschoss gibt es noch immer ein Gasthaus, das seine Gäste zum Verweilen einlädt. Auch die Quelle oberhalb des Kirchleins gibt es noch. Sie wurde 2017 erst neu gefasst und auf den aktuellen Stand gebracht. So können Mieter sowie die Besucher des Gasthauses das Heilwasser genießen.

Mehr Beiträge im Rahmen unseres Schwerpunktes "Leben mit Wasser": www.meinbezirk.at/leben-mit-wasser

Autor:

Julia Astner aus Spittal

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