Protest
Wohnprojekt in Spittal verärgert Anrainer

Die Anrainer drücken mit Tafeln ihren Protest aus
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SPITTAL (ven). Die Gemeinnützige Hauptgenossenschaft
des Siedlerbundes (GHS) plant die Errichtung von zwei Wohnanlagen nahe der Volksschule Ost in Spittal. Die Anrainer laufen dagegen Sturm.

"Eng und ungemütlich"

Die Anrainer, die anonym bleiben wollen, gestalteten bereits ein Flugblatt, in dem sie ihre Sorgen und Ängste kundtun. Im Bereich der jetzigen Parkplätze soll eine Tiefgarage und ein Wohnhaus entstehen, ein weiteres nördlich des Spar-Hochhauses. Laut den Anrainern - teilweise Mieter und teilweise Eigentümer der bestehenden Wohnungen - werde es "eng und ungemütlich". Sie wollen der GHS schriftlich ihre Bedenken mitteilen. "Die Grünflächen gehen zu einem großen Teil verloren, die Eigentumswohnungen erfahren eine Wertminderung und es kommt zu einer völlig unnötigen Verdichtung", heißt es in einem Flugblatt.

"Mehr Verkehr"

Weiters werde das Tageslicht der unteren Wohnungen stark reduziert, der Spielraum für die Kinder reduziert. "Durch neue Wohnungen entsteht viel mehr Verkehr, und wir wissen noch nicht, was durch die Weiternutzung des ehemaligen Kika auf uns zu kommt", so der Tenor.

Erst durch Gemeinderat

Die WOCHE fragte beim Obmann der GHS, Josef Altenweisl, nach: "Ja wir planen etwas auf dem größeren Grundstück, derzeit handelt es sich hier ja eher um eine 'Gstätten'", sagt er. Die Planungen seien aber noch nicht weit fortgeschritten. "Es braucht ja noch einen Bebauungsplan, der erst im Gemeinderat beschlossen werden muss. Wir haben im Herbst vor, eine Informationsveranstaltung für Mieter und Eigentümer rundherum abzuhalten."

Recht als Grundbesitzer

Altenweisl will mit den Anrainern zu einer Lösung kommen. "Aber als Grundstücksbesitzer haben wir das Recht, damit auch etwas zu machen. Die Gemeinde hat hier immer ein Problem mit den Autos, mit einer Tiefgarage würden wir hier entgegenkommen. In Spittal herrscht großer Wohnbedarf, auch die jetzigen Mieter waren froh, einmal eine Wohnung bekommen zu haben." Er könne die Anrainer aber insofern beruhigen, als dass es sicher noch rund eineinhalb Jahre dauern werde, "bevor irgendwas geschieht".

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