Bezirk Spittal
2019 startet große Straßenbauoffensive

Straßenbau-Landesrat Martin Gruber will allein im Bezirk Spittal 4,2 Millionen Euro für den Straßenbau in die Hand nehmen
  • Straßenbau-Landesrat Martin Gruber will allein im Bezirk Spittal 4,2 Millionen Euro für den Straßenbau in die Hand nehmen
  • Foto: Büro LR Gruber
  • hochgeladen von Verena Niedermüller

BEZIRK SPITTAL (ven). 51 Baulose, die das Straßenbau-Budget des Landes mit 4,2 Millionen Euro belasten, sind im Bezirk Spittal geplant. Dazu zählt auch der lange geforderte Radweg durch die Lieserschlucht.

Ein Rückblick

Jahrelang sanken die Baubudgets kontinuierlich, 2018 wurden die Mittel für die Straßen-Infrastruktur wieder deutlich erhöht – um rund 40 Prozent auf 25 Millionen Euro. Damit wurde von Landesrat Martin Gruber eine Straßenbau-Offensive gestartet. Denn es gibt einen enormen Rückstau in der Infrastruktur: Von den insgesamt 2.740 Kilometern Landesstraßen befinden sich nur 16 Prozent in der Güteklasse 1, zwei Drittel sogar in den Güteklassen 3 bis 5.
„Wir haben in Kärnten seit Jahren einen immensen Investitionsstau und demzufolge einen großen Sanierungsbedarf bei unserer Straßen-Infrastruktur. Viele Straßen und Brücken sind in einem desolaten Zustand. Die Verbesserungen der Befahrbarkeit, Sicherheitsmaßnahmen und Anrainerschutz haben daher für mich absolute Priorität“, erläutert Gruber.

2019 noch höheres Baubudget

2019 setzt sich die Straßenbau-Offensive fort, das Baubudget ist mit 30 Millionen Euro nochmal höher. Diese Mittel unterstützen auch die Kärntner Bauwirtschaft und sichern so regionale Arbeitsplätze. Es heißt: Im Straßenbau eingesetzte Mittel lösen vor Ort ein um 1,5-fach höheres Investitionsvolumen aus. Gruber: „In allen Kärntner Bezirken und Regionen werden dringende Fahrbahnsanierungen, Sicherungsmaßnahmen und auch Neubauten gestartet. Denn Kärnten ist ein Pendler- und Tourismusland."

Unwetterschäden beschäftigen weiter

Gruber merkt an: „Natürlich werden uns 2019 auch noch die Unwetterschäden, die es zu beheben gilt, begleiten. Dafür werde ich in meinem Verantwortungsbereich alles Notwendige tun. Aber das eine, die Schadensbehebung, darf nicht zu Lasten des anderen, der geplanten Fortführung der Offensive für Straßen- und Brückenbau, gehen. Denn das wäre ein Sicherheitsrisiko, das ich nicht in Kauf nehmen werde.“

Straße verlegen

Die wichtigsten Baulose im Bezirk Spittal sind die B106 Mölltall Straße im Bereich Danielsberg, die B88 Kleinkirchheimer Straße, Anstieg Radenthein und der R9 in der Lieserschlucht.
"Die B 106 Mölltal Straße war in der Vergangenheit in diesem Abschnitt mehrfach von Stein- und Blockschlagereignissen betroffen. Zum Schutz der Verkehrsteilnehmer vor derartigen Ereignissen soll die B 106 in Richtung Möll verlegt werden. Zusätzlich werden bergseitig umfassende Steinschlagschutzeinrichtungen umgesetzt, mit einem Schutzwall bis circa fünf Metern Höhe und Steinschlagschutznetzen." Weiters wird die zum Teil noch vorhandene alte Betondecke der Fahrbahn entfernt und durch einen Aufbau in Asphaltbauweise  ersetzt. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 2,5 Millionen Euro. Für die Maßnahmen, die 2019 umgesetzt werden, sind im Bauprogramm 2019 Budgetmittel in der Höhe von 700.0000 Euro vorgesehen. Als möglicher Baubeginn ist der Sommer 2019 angedacht.

Desolater Zustand

Die B 88 Kleinkirchheimer Straße weist im Bereich Anstieg Radenthein einen sehr desolaten Straßenzustand (Güteklasse 4!) auf. Aufgrund der starken Verdrückungen der Fahrbahn funktioniert die ordnungsgemäße Ableitung der Oberflächenwässer nur mehr mangelhaft.
Deshalb soll es 2019 zum einen zur Erneuerung des Straßenoberbaues kommen, zum anderen wird auch die Straßenentwässerung (Querungen etc.) neu angepasst und der Straßenquerschnitt wird auf eine einheitliche Breite (3,25 Meter Fahrstreifenbreite) optimiert werden. Parallel dazu wird die Gemeinde Radenthein den vorhandenen, teilweise aber zu schmalen Gehweg adaptieren, um die Situation auch für Fußgänger sicherer zu machen.
Im Bauprogramm 2019 hat Landesrat Gruber dafür Investitionsmittel in der Höhe von 1,4 Millionen Euro eingeplant, möglicher Baubeginn soll der Sommer 2019 sein.

Lieserschlucht

Der Radweg durch die Lieserschlucht ist eines der wichtigsten Radwegprojekte, das Landesrat Gruber in dieser Legislaturperiode umsetzen möchte. Die Gesamtfinanzierung des Radweglückenschlusses zwischen Seeboden und Spittal ist ja bereits geklärt, die Vereinbarungen zwischen Land Kärnten und den Gemeinden Seeboden und Spittal liegen am Tisch - die geschätzten Gesamtkosten dieses technisch sehr komplexen Projektes betragen rund 3,6 Millionen Euro.

Weitere Beispiele für Bauprojekte im Bezirk Spittal:
B100 Drautal Straße, Sanierung der Lieserbrücke in Spittal; Kosten gesamt: eine Million Euro, Kosten 2019: 400.000 Euro
B 98 Millstätter Straße, Errichtung eines Kreisverkehrs Seeboden Mitte; Kosten 2019: 170.000 Euro

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