Politik, Systeme
Die Zeit der großen Veränderungen

Der Sinn des Lebens ist trotz endloser Bestrebungen nicht endgültig fassbar. Zu unterschiedlich sind die Ansichten. Optimisten, Realisten und Pessimisten werden nie zu einem gemeinsamen Schluss kommen. Der Wunsch Zeichen zu setzen und Spuren zu hinterlassen, sei es nur für die Nachwelt, oder für sich selbst, ist das Bestreben aller kritisch denkenden Menschen. Aber Spuren zu hinterlassen, wird immer gefährlicher. Wer weiß heute schon, wer uns aufgrund unserer digitalen Hinterlassenschaften auf der Fährte ist. Meinungen und Überzeugungen ändern sich stetig, oftmals nicht nachvollziehbar. Doch was, wenn wir mit den Inhalten vergangener Tage konfrontiert und uns Dinge vorgeworfen werden, die in diesem Moment gar nicht mehr der aktuellen Denk- und Lebensweise entsprechen? Wer garantiert, dass das Bild, welches Dritte aus unterschiedlichen Quellen formen, nicht der Wahrheit entspricht? Wer darf sich das Recht herausnehmen, darüber zu urteilen? Vorverurteilung ist der erste Schritt zu einer vollkommen paranoiden Gesellschaft. Ich werde nicht anfangen jeden meiner Schritte doppelt und dreifach zu überdenken. Wenn ich mir aber eine Meinung gebildet habe, dann spreche ich sie auch aus. Oder ist das heutzutage schon gesellschaftlicher Selbstmord?

Verfangen in belanglosen Debatten

Verfangen in belanglosen Debatten und wenig Aussicht auf Einigungen steuern wir durch eine scheinbar belanglose Krise. Wo wir wirklich stehen, weiß in Wirklichkeit keiner so genau, wo wir stehen werden, noch weniger. Doch wir sollten uns auf alles erdenklich Mögliche gefasst machen, denn dass auf uns noch „etwas Gewaltiges“ zukommt, das kann ich jetzt schon sagen, das ist gewiss. Im Großen und Ganzen muss ich den Kriegstreibern widersprechen. Die Masse der Menschen ist friedfertig. Das Problem der ganzen Angelegenheit ist auch nur, dass die Menschen unentschlossen, zu eingespannt und verplant sind um irgendetwas auf das erschlagende, erdrückende Ungleichgewicht tun zu können. Tag täglich kommen mehr und mehr Situationen hervor und nur Wenige sind so frei, dass sie darauf reagieren können. Besser gesagt erstmal darüber nachdenken können. Mir wurde einmal gesagt, dass eine Meinung nichts verändert! Und ich musste dieser Person zustimmen. In der Tat ändert eine Meinung nichts, doch finde ich, dass sie ein Anfang ist und wenn jemand eine Meinung hat, setzt dieser Mensch meistens darauffolgend auch Taten. Meine Werkzeuge sind meistens meine Worte, meine Schriften und meine Kooperationen mit Gleichgesinnten. Ich finde sie sind ausdruckstark und treffen sehr oft ins Schwarze. Es ist wieder einmal so weit. Sehr viele unter uns haben den Glauben an den Menschen verloren. Wieder einmal, wohl zu Recht wie es der Entwicklung nach dem Anschein hat. Warum sie genau an den Fortbestand ihrer eigenen Spezies nicht mehr glauben, ist allerdings widersprüchlich. Ich mag wohl behaupten, dass eine solche Denkweise aus meiner Sicht unproduktiv und ineffizient ist. Die menschliche, schöpferische Kraft wird dadurch vollkommen ins Abseits gerückt. Angesichts einiger grober Schwierigkeiten, die wir in naher Zukunft zu bewältigen haben, sehe ich keinen Grund deswegen den Kopf in den Sand zu stecken. Auch wenn diese Denkweise für den Moment noch so Hip und cool oder die weniger anstrengende Lösung sein mag…

Wir brauchen keine Strukturen

Unser ganzes Leben ist durchstrukturiert. Wir stehen morgens auf und bevor wir auch nur einen Schritt getan haben, haben die Zwänge unserer Gesellschaft bereits begonnen auf uns zu wirken. Wir ziehen uns an, selbstverständlich strukturkonform, öffnen unseren Kühlschrank und bereiten strukturkonformes Frühstück, nur um wenige Minuten später die Wohnung zu verlassen und vor lauter Strukturen das große Ganze nicht mehr zu sehen.

Das Ganze wurde schon wissenschaftlich erfasst. Gesellschaftsanalyse nennt sich das Ganze und ist bereits seit Mitte des 19. Jahrhunderts ein Forschungsgebiet, in dem sich strukturkonforme Strukturforscher mit Strukturen herum kämpfen. Dazu zählen erst einmal die normativen Strukturen. Diese beschreiben das Beziehungsgeflecht zwischen Individuen in verschiedenen Positionen innerhalb einer gegebenen Organisation oder Struktur, welche die Handlungsspielräume jener Individuen festlegen. Ideelle Strukturen dagegen beschreiben das Beziehungsgeflecht zwischen Glaubens- und Wertvorstellungen der Individuen in verschiedenen Positionen.

Interessensstrukturen wiederum beschäftigen sich mit dem Beziehungsgeflecht zwischen den Zielen und Wunschvorstellungen der einzelnen Individuen. Schließlich beschreiben Interaktionsstrukturen die unterschiedlichen Kommunikationsformen der Individuen in verschiedenen Positionen. Zusammenfassend kann man also sagen. Unsere Gesellschaft ist eine Struktur, in der wir an einem strukturierten Glauben glauben, uns gegenüber anderen strukturiert verhalten und genauso strukturiert in die Zukunft sehen, um abschließend all das möglichst strukturgetreu zu kommunizieren. Fällt euch was auf? Was wäre wohl, wenn man nur aus einer dieser Strukturen ausbricht? Was wäre dann? Sicher: Man wird gemieden, vielleicht sogar angefeindet oder gar isoliert. Schließlich ist man anders. Nicht konform. Aber kann uns das vielleicht sogar Vorteile bringen? Ganz sicher! Sollten wir sie nutzen? Na, aber natürlich! Weder Mensch noch Tier ist geschaffen für Strukturen. Warum auch, wir sind doch angeblich frei... oder nicht?

Was wir suchen ist Stabilität

Ich möchte noch von meinen Bienen erzählen, denn ich bin auch ein kleiner Imker. Ein Imker, der stetig bedacht darauf ist, dass der Fortbestand seiner Bienen, wundervoll fleißige und intelligente Lebewesen, die ein Beispiel für eine möglicherweise funktionierende Gesellschaft sind, gesichert ist. Fundament dieser Spezies ist die Königin. Sie hält den gesamten Stock zusammen, sie legt die Eier und sorgt somit als Einzige für den Nachwuchs und steuert über chemische Kommunikation das Leben des Stockes. Ist die Königin schwach, ist auch der Stock schwach. Je stärker sie jedoch ist, desto stärker ist auch der Stock. Nun könnten sich die meisten Lesenden fragen, was dieser Umstand mit diesen Inhalten zu tun haben könnte? Nun, Menschen brauchen etwas Stabiles, an dem sie festhalten können – wir alle suchen ein danach.

Was wir jedoch suchen ist Stabilität. Unsere Königin ist derzeit die Wirtschaft. Ein seltsamer Gedanke, ein Blickwinkel der eigentlich alles Vorhergehende ad absurdum führt. Wir wollen leben, überleben, unseren Kindern ein Vorbild sein. Wenn wir von allen möglichen und unmöglichen Aspekten des Überlebens eine Auswahl dessen, was tatsächlich und unumgänglich ist treffen müssen, so soll es doch die absolute Entscheidung für das Leben an sich sein. Wir sind, wir lieben, wir fühlen, wir sind nicht nichts. Wir denken und weil wir denken, sind wir. Wir träumen, also sind wir, wir fühlen also sind wir. Ich denke, also bin ich, ich fühle, also bin ich – ich lebe, also bin ich.

Wenn das einzig Fassbare unseres Daseins in dieser Zeit stetiger Veränderung die Wirtschaft ist, dann haben wir doch wohl die in uns innewohnende Entscheidungsfähigkeit und Vernunft damit zu leben und die vorherrschenden Bedingungen für unser Wohl zu nützen. Auch wenn es wirtschaftlich motiviert ist – wir müssen mit dem leben und arbeiten, was Realität ist, nur dann haben wir die Chance etwas zu verändern. So seltsam es auch klingen mag, die Wirtschaft ist leider momentan unsere Königin. Sie allein vermag es, uns Stabilität geben, unser Überleben zu sichern – es ist unendlich traurig, doch leider unsere Realität. Dabei können wir auf dieser Grundbasis aufbauen und die schönen Werte und Institutionen, die teilweise instabil sind, wie Liebe, Respekt, Kunst, Natur, Kultur, Wissenschaft, Freiheit, revolutionäre Gedanken, Gesundheitswesen und all das was uns menschlich macht in dieses Fundament integrieren. Zumindest so lange bis wir etwas Besseres gefunden haben.

Wenn du es sagst, wird es wohl stimmen

Wann haben wir die Medien zu unseren engsten Vertrauten gemacht? Was ist aus den Zeiten geworden, in denen es etwas Besonderes war, wenn man einem anderen Menschen vertraute? Als es eine große Anerkennung war, jemanden sein Vertrauen zu schenken? Heut zu Tage glauben wir blind das was wir sehen und hören. Wir bekommen alles was wir wissen sollen und dürfen vorgekaut und auf den Teller gespuckt. Wir fressen diesen unförmigen Brei aus weichgespülter Information, ohne auch nur darüber nachzudenken, was wir da gerade tun. Die Erkenntnis, dass das was wir da vorgesetzt bekommen absolut nicht der Realität entspricht, dem was es eigentlich mal war, haben wir noch nicht erlangt. Dort oben werden die besten Menüs aufgefahren. Hier unten tropft nur ein ekelhafter Brei hinab, welcher langsam durch die Decke der uns umgebenden Ahnungslosigkeit sickert. Aber wir vertrauen darauf, dass was wir da vorgesetzt bekommen schon das Richtige für uns sein wird. Das ist wie, als wenn wir in ein 5 Sterne Restaurant gehen und es genießen einen Riesen Haufen Scheiße zu fressen – schließlich ist es die beste Ware.

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