Arbeitsmarkt entspannt sich leicht

Das AMS Spittal verzeichnet einen Rückgang der Arbeitslosigkeit
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BEZIRK SPITTAL (ven). "Die Richtung passt", so AMS-Bezirksstellenleiter Johann Oberlerchner zur WOCHE. Die Arbeitsmarktsituation hat sich im Vergleich zum Mai 2016 entspannt.

Klarer Rückgang

"Es sind 271 Personen weniger arbeitslos oder in Schulung als im Vorjahr", so Oberlerchner. Einen klaren Rückgang kann er bei den Jugendlichen (bis 25 Jahre) erkennen. "Hier sind es 23 Prozent weniger." Erfreuliche Zahlen gäbe es auch bei den Langzeitarbeitslosen über zwölf Monate: "7,1 Prozent weniger".
Problematisch sei allerdings nach wie vor die Kombination von Älteren über 50 und Langzeitarbeitslosen.

Tourismus und Bau

Als Treiber in der Beschäftigung sieht Oberlerchner das Bau- und Baunebengewerbe. "Hier gibt es deutliche Reduktionen der Arbeitslosigkeit." Das selbe gelte für den Tourismus, die Saisonen würden aber erst starten. Der Tourismus kämpfe aber an allen Linien.

Jobbörse mit Tischlerei

"Es braucht top-ausgebildete Leute mit entsprechenden Qualitäten im Bezirk", sagt er. Gemeinsam mit der Tischlerei Mandler wurde deshalb auch eine Jobböre ins Leben gerufen. "Wir haben eine sehr gute Auftragslage und sind bis Ende 2018 ausgelastet. Uns fehlen jedoch noch Mitarbeiter, um diese abarbeiten zu können. Die Mitarbeitersuche wird im oberen Drautal sehr forciert, auch in ganz Kärnten sehen wir uns nach Tischlern um", so Markus Mandler.
Bei der Jobbörse schreibt das AMS österreichweit arbeitssuchende Tischler an und lädt sie zu einem Besuch im Betrieb ein. "Dort stellen wir uns vor und führen dann Gespräche mit den Interessierten."

Zu uns pendeln

Zur Schließung des Berufsschulzweiges der Friseure sagt Oberlerchner: "Es tut weh, wenn ein Bildungsangebot in einer peripheren Region verschwindet. Egal, welches, denn jedes ist eine Chance für die Menschen. Unser Bezirk kämpft ohnehin mit der Mobilität." Er wäre dafür, Kompetenzen in einer Region zu stärken. "Wenn die Leute ohnehin pendeln müssen, wäre es ja auch kein Problem, aus dem Zentralraum zu uns zu pendeln."

Neue Ausbildung

Insgesamt hätten sich die Lehrberufe verändert, klassische Mechaniker oder Holzarbeiter gebe es zum Beispiel nicht mehr. Das Thema Lehre bräuchte aber auch ein besseres Image, es gebe viele, die nach der Lehre keine Praxis mehr bekämen. "Es braucht auch mehr Synergien. Außerdem könnten viele Betriebe vom Know-How von Älteren profitieren. "Das bringt den Betrieben Vorteile."
Auch in der Pflege tut sich etwas: "2018 wird es wieder eine Ausbildung zur Pflegeassistenz mit Standort Spittal geben", kündigt Oberlerchner an.

Mehr offene Stellen

Seitens der Betriebe gebe es auch positive Stimmung und Rückmeldung: "Wir konnten im Mai 486 neue Stellen hereinholen. Das sind um 174 mehr als im Vorjahr, davon betreffen 129 den Sektor Dienstleistung."

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AMS-Bezirksleiter Johann Oberlerchner

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