Radenthein
Das Herzsstück des Werks wurde belebt

Herbert Cordt u. Peter Kaiser entzünden den Tunnelofen.
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  • Herbert Cordt u. Peter Kaiser entzünden den Tunnelofen.
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  • hochgeladen von Thomas Dorfer

Im RHI-Magnesita Werk in Radenthein wurde heute der neue Tunnelofen angefeuert.

RADENTHEIN. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde auf der Millstätter Alpe oberhalb von Radenthein damit begonnen Magnesitgestein abzubauen. Der Start der Produktion von Feuerfestprodukten und einer unglaublichen Erfolgsgeschichte, die bis heute andauert. 2017 fusionierten Magnesita und die RHI. Seither ist man Weltmarktführer und Technologieleader im Bereich Feuerfestindustrie. "Wir bauen und formen Steine, die feuerfest sind und es unseren Kunden, wie Stahlproduzenten, weltweit ermöglichen, Produkte, wie Autos, Handys herzustellen", so Lisa Fuchs von RHI Magnesita.

Historisches Datum

Das Unternehmen investiert am Standort Radenthein in Fortschritt und Zukunft. Der 4.5.2021 wird in die Geschichte des Werks eingehen. Ein neuer, leistungsstarker Tunnelofen wurde angefeuert. Dabei handelt es sich um das Herzstück jeder Steinfabrik. Die Feuerfestproduktion passiert hier künftig bei einer Ofen-Betriebstemperatur von 1.800 Grad. Gerd Schubert, Chief Operation Officer, weiß: "In Radenthein ist das Urwerk unseres Unternehmens, das an der Spitze der Fertigung steht: Der leistungsstarke Tunnelofen und die zusätzliche Investition von 4.5 Mio. Euro in neue Pressen steigern unsere Produktionskapazität um 30 Prozent." 

Produktion in Zahlen

35.000 Tonnen Steine werden künftig jedes Jahr im neuen Tunnelofen verarbeitet, 100.000 Tonnen Steine im gesamten Werk. Die erste Wartung ist erst in rund 30 Jahren vorgesehen. 

Politik und Wirtschaft

Entzündet wurde der Tunnelhofen von Landeshauptmann Peter Kaiser und Herbert Cordt (Chairman RHI Magnesita). Ebenfalls anwesend waren die Unternehmensgrößen Gerd Schubert, Simone Oremovic, Rajah Jayendran, Werksleiter Heimo Wagner und Betriebsrat Martin Kowatsch sowie Radentheins Bürgermeister Michael Maier und ein Teil der Belegschaft.

Stadt erfreut

Für Radentheins Bürgermeister Michael Maier ist Radenthein ein Standort mit Zukunft. Er spricht von einem weltweiten Vorzeigeprojekt, das in der Granatstadt zur Umsetzung kommt.
Betriebsrat Kowatsch nennt den neuen Tunnelofen als größte Investition der letzten Jahrzehnte und verwies auch auf die Wichtigkeit der Lehrwerkstätte: „Gut ausgebildete Fachkräfte sind lebensnotwendig für den Konzern.“

Weitere Nutzung

Der Tunnelofen trägt künftig auch zur wesentlichen Erhöhung der Energieeffizienz des Werkes bei, indem die überschüssige Wärme für interne Prozesse wie das Trocknen der Feuerfestprodukte nach der Imprägnierung verwendet wird.

Pläne

Insgesamt investiert RHI-Magnesita rund 50 Millionen Euro in den Standort Radenthein - insbesondere in Digitalisierung, Qualifizierung und Leistungsstarke Infrastruktur. Ab 2026 soll auch Co2 neutral produziert werden.

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