Baustelle im Hochgebirge
Kelag investiert 14,5 Millionen Euro in Infrastruktur

Am Wurtendamm: Mario Körbler (Projektleiter), Kelag-Vorstand Manfred Freitag, Christian Rupp (Leiter Erzeugung/Technische Services) und Christian Tengg (Leiter Kraftwerksgruppe Fragant)
59Bilder
  • Am Wurtendamm: Mario Körbler (Projektleiter), Kelag-Vorstand Manfred Freitag, Christian Rupp (Leiter Erzeugung/Technische Services) und Christian Tengg (Leiter Kraftwerksgruppe Fragant)
  • Foto: Niedermüller
  • hochgeladen von Verena Niedermüller

FRAGANT (ven). Die Kelag arbeitet derzeit an zwei großen Baustellen mitten im Hochgebirge. Am Fuß des Mölltaler Gletschers beim Feldseedamm und beim Wurtendamm werden umfangreiche Sanierungsarbeiten durchgeführt. Inklusive Sanierung eines Maschinensatzes im Pumpspeicherkraftwerk Feldsee nimmt der Energieversorger 14,5 Millionen Euro in die Hand.

Mehr als 50 Jahre alt

Beim Feldseedamm wird die Untergrundabdichtung mit einer überschnittenen Bohrpfahlwand erneuert, der Wurtendamm erhält eine neue Asphaltoberflächendichtung. Der Feldsee dient als Oberwasserspeicher, der Wurtenspeicher dient unter anderem als Unterwasserspeicher für das Pumpspeicherkraftwerk Feldsee.„Es ist eine unserer wichtigsten Aufgaben als Stromerzeuger, in die bestehenden Kraftwerke und Speichersysteme zu investieren und sie so instand zu halten, sodass wir sie jederzeit nach dem Bedarf unserer Kunden einsetzen können“, so Kelag-Vorstand Manfred Freitag. „Die Kraftwerksgruppe Fragant ist das Herzstück unserer Stromerzeugung, ein Teil der Anlagen ist bereits mehr als 50 Jahre alt. Deswegen arbeiten wir heuer an zwei großen Speicher-Sanierungsprojekten im Hochgebirge, insgesamt investieren wir hier 13 Millionen Euro.“ Baubeginn war Anfang März, bis Ende Oktober will man die Arbeiten abgeschlossen haben. "Im April und Mai hat uns das Wetter ziemlich dabei aufgehalten", so die Verantwortlichen. 

Wand im Untergrund

Die Baustelle am Feldseedamm befindet sich auf 2.200 Metern Seehöhe, hier werden 340 Pfähle bis auf den Fels in rund 30 Metern Tiefe gebohrt und verfüllt. Das entspricht rund 6.500 Kubikmetern Beton. „Die Bohrlöcher für die Bohrpfahlwand werden durch zwei Drehbohrer mit einem Durchmesser von 120 Zentimetern hergestellt und mit Beton verfüllt“, erläutert Projektleiter Mario Körbler. „Durch das überschnittene Aneinanderreihen der Bohrpfähle entsteht eine Wand im Untergrund, die den Speicheruntergrund abdichtet.“ Komplettiert werden die Arbeiten durch den Einbau eines neuen Drainagesystems und Sonden zur verbesserten Bauwerksüberwachung sowie eines Dichtriegels über den Bohrpfahlköpfen, der mit dem bestehenden Dichtasphalt wieder verbunden werden muss.

Dichtung wird abgefräst

Der Wurtendamm ist fast 50 Jahre alt und benötigt eine neue Asphaltoberflächendichtung. Der Speicher musste dazu völlig entleert werden und auch die richtige "Asphaltmischung" für absolute Dichtheit gefunden werden. Seit Anfang Juli wird die alte Dichtung abgefräst, um sie anschließend in einer Fläche von rund 14.000 Quadratmetern rund acht Zentimeter dick wieder neu aufzutragen. Dazu kommen auch neue Drainageleitungen. Die sogenannte Hochwasserentlastungstrompete bekommt eine 70 Zentimeter dicke neue Ummantelung, um dem Stand der Technik wieder zu entsprechen. 

Revision eines Maschinensatzes

Nachdem die beiden Speicherseen nun leer sind, ergriff man die Gelegenheit und unterzieht einen Maschinensatz im Pumpspeicherkraftwerk Feldsee einer Großrevision, die rund 1,5 Millionen Euro kostet, informiert Christian Rupp, Leiter Erzeugung/Technische Services. Sämtliche Arbeiten sollen im Herbst abgeschlossen sein. 

Fotos: Niedermüller, Kelag

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen