Radenthein
Regionalität sichert der Kaslab'n Platz zwei

Kaslab'n-Gesellschafter Michael Kerschbaumer freut sich über die Auszeichnung
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Mit regionalem Konzept sicherte sich die Kaslab'n den zweiten Platz beim WOCHE-Regionalitätspreis.

RADENTHEIN (aju). Seit zwei Jahren haben sich die Betriebe, die bei der Schaukäserei Kaslab'n in Radenthein mit dabei sind, mehr als vervierfacht. Von den vier Gründerbetrieben ist die Genossenschaft auf insgesamt 18 Betriebe gewachsen. Doch großen Zuspruch findet die Herstellung von Milchprodukten – vorrangig Käse – nicht nur bei den Landwirten selbst, sondern auch bei der Jury des WOCHE-Regionalitätspreises 2018. Mit ihrem Konzept sicherte sich die Kaslab'n den zweiten Platz in der Kategorie Land- und Forstwirtschaft. 

Bio-Heumilch Standard

Seit zwei Jahren steht die Kaslab'n in Radenthein schon für regionale Produkte aus naturnaher Produktion. Daher sind alle Produkte auch Bio-Heumlich-zertifiziert. "Wir sind der erste Betrieb, der auf diesem Standard produziert", sagt Kaslab'n Gesellschafter Michael Kerschbaumer. Für die höchste Qualitätsklasse maßgeblich mitverantwortlich sind die Milchlieferanten aus der Region Lendorf, Trebesing, Millstatt, Radenthein, Feld am See, Himmelberg, Ebene Reichenau. Auch ein St. Veiter Betrieb sowie zwei Osttiroler Ziegenmilchbetriebe liefern an die Kaslab'n.

Kleinstrukturiert

"Unser Motto ist frei nach Leopold Kohr: 'small is beautiful'", sagt Kerschbaumer. Als kleinstrukturiertes Unternehmen ist es für die Betriebe einfacher auf Marktveränderungen schneller zu reagieren. "Bei einer Vollversammlung stellen wir zwei Tische zusammen und sprechen wie in einer Familie über die wichtigsten Tagesordnungspunkte", erklärt Kerschbaumer. Mit dabei in der Genossenschaft sind die unterschiedlichsten Charaktere, auch aus verschiedenen Berufssparten. "Jeder hat seine Stärken und Fähigkeiten. Das ist immer wieder von Vorteil bei der Entwicklung neuer Ideen und Produkte", meint Kerschbaumer.

Transparenz und Qualität

Beim Regionalitätspreis beworben hat sich die Genossenschaft, weil sie dazu beitragen will, dass der ländliche Raum nicht ausstirbt. Denn immerhin wurden in den letzten Jahren 15 Arbeitsplätze, darunter auch zwei Lehrplätze geschaffen. "Durch die Schaukäserei sorgen wir zudem für möglichst große Transparenz." Dass so eine regionale und wertschätzende Arbeit ihren Preis hat, erklärt sich von selbst. Doch auch hier setzten die Landwirte auf Transparenz. "Heimische Bauern liefern die Rohmilch, wir schaffen regionale Arbeitsplätze, der Käse reift bis zu einem halben Jahr und wir produzieren nach höchsten Gütekriterien – klar, dass das auch seinen Preis hat", sagt Kerschbaumer.

100 Prozent Absatz

Der Absatz spricht jedoch für das Konzept. Denn durch gute Vermarktung hat man es binnen zwei Jahren geschafft, eine Marke ins Leben zu rufen. Mittlerweile hat man es geschafft, dass alles, was produziert wird, auch abgesetzt wird. Rund 25 Tonnen Käse sind zudem stets auf Lager. "Unsere Devise ist aber weder wachsen noch weichen. Wir wünschen uns lediglich treue Konsumenten und dass wir es schaffen in der Gastronomie mehr Fuß zu fassen", erklärt Kerschbaumer. Bis dahin ist es aber oberstes Ziel, dass kein Bauernhof mehr zusperren muss. Davor sorgen auch weiterhin die 17 verschiedenen Käsesorten sowie kleine Besonderheiten wie frische Rohmilch, die wie früher mit einer Glasflasche direkt bei der Kaslab'n abgeholt werden kann.

Rezepttipp Käsemuffins

Zutaten

  • 250 g Mehl
  • 2 TL Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 1 Prise Zucker
  • 1/8 Liter Bio Heumilch frisch aus der Kaslab'n
  • 100 g Kaslab'n Bergkäse
  • 80 g Heumilch-Topfen von der Kaslab'n
  • 10 g Bio Heumilch Butterrolle 
  • 1 Ei
  • 1 TL Petersilie gehackt

Zubereitung
Aus Mehl, Backpulver, Salz, Zucker und Milch einen Teig kneten. Geriebenen Käse mit Topfen, Butter, Ei und Petersilie glatt rühren.
Aus dem Hefeteig 12 Kugeln formen und in die Muffinform setzen. Eine Mulde hineindrücken, mit einem Löffel mit der Käsemischung füllen und mit etwas geriebenen Käse bestreuen. 10 Minuten gehen lassen. 10 - 15 Minuten bei 200°C backen.

Mehr zum WOCHE-Regionalitätspreis:
www.meinbezirk.at/regpreis2018

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