Führungswechsel im Granatium
Zurück zu den Wurzeln

Andrea Malle übergibt nach zehn Jahren das Ruder Bettina Golob
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RADENTHEIN. Führungswechsel im Granatium: Zum 1. Juli folgt auf Geschäftsführerin Andrea Malle Bettina Golob. "Als ich erfuhr, dass der Posten ausgeschrieben wird, wollte ich mich zunächst nicht bewerben", meinte die 56-jährige Radentheinerin, "dachte, da soll eher eine Jüngere ran". Doch weil sie mit der Einrichtung "voller Herzblut" verbandelt sei, meldete sie sich doch (zurück) und wurde eingestellt. Damit kehrt Bettina Golob sozusagen zu den Wurzeln zurück. Sie hatte nämlich bereits im Vorfeld der Granatium-Einweihung im Mai 2008 als Geschäftsführerin eifrig an der im Rahmen der Landesausstellung "wasser.reich" gegründeten Einrichtung mitgewirkt.

"Radentheiner DNA"

Die aus Feldkirchen stammende Andrea Malle, die nach einem Studium der Betriebswirtschaftslehre und dem Besuch des Tourismuskollegs Innsbruck 17 Jahre im Ausland - unter anderem in Kenia und Hongkong - tätig war, bevor sie die "Chance" bekam, wie sie sagt, ihre gesammelten Erfahrungen mit dem Aufbau des Granatiums in ihrer Heimat einzubringen, kommt nach über zehnjähriger Tätigkeit zu dem Schluss, die Granatstadt sei heute ohne das Granatium nicht nicht mehr vorstellbar: "Das Granatium ist in der Radentheiner DNA verankert."

Stolz auf Regionalitätspreis

Rückblickend sei sie "stolz", auch wenn sie den Begriff nicht unbedingt mag, auf den 2016 gewonnenen Kärntner Regionalitätspreis in der Kategorie "Tourismus und Gastronomie". Damit war die langjährige Aufbauarbeit, in der kontinuierlich ein qualitativ hochwertiges und nachhaltiges Produkt geschaffen worden sei, mit dem sich die Bevölkerung auch uneingeschränkt identifizieren könne, gewürdigt worden (wir berichteten). Die 400.000 Besucher in diesem Jahrzehnt hätten für die Radentheimer Betriebe einen Mehrwert geschaffen, Leben in den Ort gebracht.

Sommer ohne Verpflichtungen

Sie wisse, so die 59-Jährige abschließend, ihrer Nachfolgerin ein "schönes Produkt" übergeben zu können, wisse es auch "in guten Händen". Nun freue sie sich, zum ersten Mal nach vielen Jahren den Kärntner Sommer ohne Verpflichtungen genießen zu können.

Schluchtweg wird angepackt

Die studierte Biologin Bettina Golob wiederum, bestallt von der Pro Radenthein Orts- und Regionalentwicklung GmbH & Co KG, der neben den drei Eigentümern Gemeinde, Tourismusverband und Wirtschaft auch private Investoren wie Geschäftsleute und Banken angehören, sagt zu ihren Plänen, so, wie das Granatium jetzt dastehe, sei es ein gutes Produkt, an dem sie eigentlich nichts verändern müsse. Das einzige, was sie demnächst anpacken wolle, sei der Schluchtweg hinter der früheren Trachtenfabrik Isola, die nun das Museum birgt. Der Schotterweg soll "familienfreundlicher" gestaltet werden.

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