08.11.2016, 13:51 Uhr

Olivia Kada erhält Theo und Friedl Schöller-Preis für Altersmedizin 2016

Olivia Kada freut sich über die Verleihung des Theo und Friedl Schöller-Preises für Altersmedizin 2016.

Im Zuge des 14. Theo und Friedl Schöller Symposiums wurde die FH Kärnten Forscherin im Studienbereich Gesundheit und Soziales, Olivia Kada, mit dem Theo und Friedl Schöller-Preis für Altersmedizin 2016 ausgezeichnet. Das Symposium fand in Nürnberg unter dem Motto "Sie werden nicht vergessen" statt und wurde durch die feierliche Verleihung des Theo und Friedl Schöller-Preises, dem höchstdotierten Wissenschaftspreis für Altersmedizin in Deutschland, abgerundet.


Die Auszeichnung erhielt Kada für ihre Leistungen im Projekt „Versorgungsoptimierung in Kärntner Pflegeheimen“, welches in Kooperation mit dem Klinikum Klagenfurt (Prim. Georg Pinter, Prof. Rudolf Likar, Dr. Karl Cernic) und der Universität Klagenfurt (Prof. Herbert Janig) durchgeführt wurde. Am prämierten Praxisprojekt nahmen neun Pflegeheime aus Kärnten für zwölf Monate teil. Ziel des Projekts war es, die Versorgung vor Ort in Pflegeheimen zu verbessern, um Bewohnern medizinisch nicht indizierte, aber belastende Krankenhaustransporte zu ersparen. „Das Ziel ist nicht, die Menschen von der Klinik fernzuhalten, sondern den idealen Ort für die Versorgung mit Bedacht zu wählen“, erklärt Kada das Projekt. Das aus Mitteln des Gesundheitsfonds des Landes Kärnten geförderte Projekt stellt eine Weiterführung einer langjährigen Projektreihe der fünfköpfigen interdisziplinären Arbeitsgruppe dar. „Besonders schätze ich das Vertrauen, das mir seitens der Heime im Projektverlauf entgegengebracht wurde und die Bereitschaft aktiv an der Verbesserung der Versorgung mitzuwirken. Die besonderen Herausforderungen der Pflegeheimversorgung im Zusammenhang mit vermeidbaren Krankenhaustransporten sichtbar zu machen, ist sicherlich eine wesentliche Errungenschaft des Projektes“, so Olivia Kada, die sowohl das Projekt koordinierte und engen Kontakt zu den Projektheimen hielt als auch für die wissenschaftliche Begleitung verantwortlich zeichnete.

Die Maßnahmen umfassten die Implementierung eines geriatrischen Konsiliararztes für jedes Heim sowie Fortbildungen für Pflege und Hausärzte. „Insbesondere die Patientenfallkonferenzen, in denen wir gemeinsam mit Hausärzten und Pflege geriatrische Kasuistiken bearbeitet haben, wurden sehr gut angenommen und werden weiter fortgeführt“, erklärt Georg Pinter, Vorstand der Geriatrie am Klinikum Klagenfurt.

Das Projekt befindet sich bereits in Fortsetzung, seit gut einem Jahr beteiligen sich 17 Pflegeheime an der Initiative zur Versorgungsoptimierung. Die Erkenntnisse des Praxisprojektes wurden bereits genutzt, um die Maßnahmen weiterzuentwickeln und somit wieder ein Stück auf dem Weg hin zu einer qualitätsvolleren Pflegeheimversorgung zu gehen.
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