20.09.2014, 20:03 Uhr

Künstlerstadt Gmünd ist jetzt auch Legatstadt

Gmünds Legatsvorsitzender Eques (Ritter) Herbert Aschbacher und stellvertreter Karl Binder
GMÜND. Mit dem Gründungsfest des Legates Gmünd, das ganz Oberkärnten einschließlich Villach umfasst, ist die Künstlerstadt mit einem eigenen Standort (Teilritterschaft) im Ordo Equestris Vini Europae (vulgo: Europäischer Weinritterorden) vertreten - nach Klagenfurt das zweite Legat in Kärnten. Angelehnt ist das vernetzte Freundschafts- und Friedenswerk, wie sich der in 25 europäischen Ländern vertretene, 4.000 Mitglieder zählende Verein bezeichnet, an die Tradition des Heiligen St. Georg-Ritterordens aus 1333 bzw. 1468. Oberster Ordenskreuzträger und Legalisator des Europäischen Weinritterordens, der von Eisenstadt und Klosterneuburg aus verwaltet wird, ist Erzherzog Karl von Habsburg.
Höhepunkt des ganztägigen Festes war der ritterliche Festakt mit Akkreditierungen und Inthronisationen im Anschluss ans Ordenshochamt in der Stadtpfarrkirche, zelebriert von Dechant Zultan Papp und Pfarrer Johannes Satlow. Musikalisch begleitet wurde die Messe vom Achtgesang aus Treibach Althofen mit Chorleiter Gernot Fladnitzer sowie dem Bläserquinettet der Trachtenkapelle Eisentratten.
Consul Alexander Unger aus St. Margarethen, der den Senat repräsentierte, das höchste Gremium des Weinritterordens, lobte Kärnten für dessen "Perle" in Form von Liedgut und Gesang. Legatsvorsitzender Robert Gindl ernannte im Beisein von Consul Gerhard Plaschke in der Akkreditierung Michael Berndl aus Döbriach und Norbert Schellander sowie zwei Italiener aus der Provinz Udine zu Ritterlichen Hospes (etwa: Anwärtern).
Inthronisiert zum Consularius wurden Gustav Fleischner, Hans Gritsch, Christian Knapisch, Günter Krikler und Karl-Heinz Mörtl, einen Grad höher zum Iudex Lothar de Pauli, Erwin Genser, Robert Klammer und zur Weindame Ursula Ellersdorfer. Zum Legatsvorsitzenden von Gmünd kürte Kärntens Proconsul Peter Stauber aus St. Andrä Herbert Aschbacher und dessen Stellvertreter Karl Binder.
Hatte das Fest im gut 20 Jahre alten Weinarchiv Gmünd begonnen, das Harald Mölzer ("Reblaus") als einziger Gmünder Winzer verwaltet, bewegte sich nach den Ernennungen ein Festumzug in den Innenhof von Schloss Lodron.

Angeführt von der Stadtkapelle mit Kapellmeister Andreas Moser, beteiligten sich auch Bürgermeister Josef Jury sowie die Goldhaubenfrauen Gmünd mit Obfrau Ulli Moser und Ehrenobfrau Brunhilde Tivan sowie die Goldhauben-Trachtengruppe Eisentratten von Margot Aschenbacher am Umzug.
Präsenten für Herbert Aschbacher und Jurys langjährigem Nationalratskollegen Peter Stauber folgte das Rittermahl in der Alten Burg. Hier sorgte das einheimische Duo "Herzklang" (Elisabeth Striedinger und Eva Maria Egarter) für musikalische Kurzweil.
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