04.10.2017, 20:10 Uhr

Wenn Kindern der Tod begegnet- Bericht

Christine Ganeider, die Fachfrau
Kürzlich empfahl ich Ihnen eine besondere Veranstaltung:
WENN KINDERN DER TOD BEGEGNET, eine fachliche Information und praktische Begleitmöglichkeiten mit offener Diskussion und Erfahrungsaustausch von und mit Christine Ganeider Lebens-, Sterbe- und Trauerbegleiterin, Hospiz- und Kinderhospizbegleiterin.
Der Abend war sehr beeindruckend.
Kindern begegnen Abschied und Neubeginn auf unterschiedlichsten Ebenen im Leben. Schwerwiegend und herausfordernd für das Kind, seine Familie und das soziale Umfeld ist der Tod eines nahestehenden Menschen.
Wir alle wissen, dass das Sterben, der Tod zum Leben gehören wie die Geburt. Und dennoch drücken wir uns mehr oder weniger um das Thema der menschlichen Endlichkeit herum.
Kinder haben zunächst noch einen sehr unbefangenen Zugang und stellen Fragen, die uns Erwachsene nach Antworten ringen lassen, beispielsweise bei der Frage des Kindes an die Mutter, den Vater, ob sie/ er auch sterben muss.
Christine Ganeider, selbst Witwe mit zwei Kindern, weiß auch aus eigener Erfahrung, wovon sie spricht. Sie verstand es sehr gut, uns Zuhörer_innen dort abzuholen, wo ein Sich-Einbringen im Forum, ein Erfahrungs- und Gedankenaustausch möglich war. Der Türöffner waren Kärtchen mit Alltagsfragen, die zunächst mit der/dem Nebensitzer/in besprochen wurden.
Mit einem weiten Bogen über das in der Literatur (z.B. Gertraud Ennulat „Kinder trauern anders“ oder Monika Specht-Tomann „Wenn Kinder traurig sind: Wie wir helfen können“) beschriebene kindliche Verständnis vom Tod in unterschiedlichen Altersstufen bis hin zu sehr berührenden, stimmigen Ritualen (Zeichnen, Basteln, Schreiben…) führte sie uns zu einem intensiven, bewussteren Umgang mit dem Thema Tod. Sie gab auch Anregungen, wie Erwachsene mit Kindern umgehen mögen, wenn ihnen der Tod eines lieben Menschen begegnet.

Peter Rupitsch hielt den Abend fotografisch fest.

Ich persönlich ging bereichert nach Hause und bedanke mich bei den Veranstaltern (Plattform „Verwaiste Eltern“, der Stadtpfarre Spittal, der Hospizbewegung und der Regionalreferentin Ingrid Sommer für das Katholische Bildungswerk. Herzlich wünsche ich mir öfter solche offenen, lebensbegleitenden angeleiteten Austauschmöglichkeiten für Erwachsene und Kinder.


Ingeborg Rupitsch
Spittal, 3.10.2017
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