22.09.2014, 17:38 Uhr

25 Jahre Forschungsstation am Großglockner

Norbert Winding (Haus der Natur), Johannes Hörl (Großglockner Hochalpenstraßen AG), Eberhard Stüber und Bernd Lötsch (Naturhistorisches Museum Wien) (Foto: KK)

Seit einem viertel Jahrhundert wird direkt vor Ort geforscht.

HEILIGENBLUT. Seit 25 Jahren fungiert die Hochalpine Forschungsstation im Haus Alpine Naturschau als wissenschaftlicher Stützpunkt für die Erforschung alpiner Lebensräume. Sie steht nationalen und internationalen Forscherteams zur Verfügung. Das Jubiläum wurde gebührend gefeiert.

Freilandarbeit notwendig
Norbert Winding, Direktor des Haus der Natur, mit deren Zusammenarbeit die Forschungsstation möglich wurde, weiß: "Um die Dynamik des Lebensraums Hochgebirge zu verstehen, genügt es jedoch nicht, im Labor zu experimentieren, ökologische Forschung erfordert umfangreiche Freilandarbeiten." Erreichbarkeit, Gelände und extreme Witterungsbedingen des Hochgebirges stellen hohe Anforderungen an die Forschenden. Mit der Errichtung der Forschungsstation gelang es, diese Arbeitsbedingungen nachhaltig zu erleichtern. Die Forschenden können sich ohne große Zeitverluste ihrer Arbeit im Freiland widmen und finden in der Station ein perfektes Basislager, in dem beispielsweise Proben an Ort und Stelle analysiert oder Messungen ausgewertet werden können.

Lohnend für Wirtschaft
Unzählige Forschungsprojekte rund um die alpine Ökologie wurden in den letzten 25 Jahren realisiert. „Ein wichtiger Schritt für uns, die Natur des Hochgebirges besser zu verstehen und respektieren zu lernen“, so Johannes Hörl, Vorstand der Großglockner Hochalpenstraßen AG.
Demgemäß fließen die Forschungsergebnisse auch in die Informationseinrichtungen rund um die Großglockner Hochalpenstraße ein. Inhalte der Arbeiten findet man beispielsweise in der Ausstellung „Alpine Naturschau“, im botanischen Rundwanderweg „Wunderwelt Glocknerwiesen“ oder in der „Wilhelm Swarovski-Beobachtungswarte“ an der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe. „An diesem Beispiel zeigt sich, dass die Förderung wissenschaftlicher Forschung für ein Wirtschaftsunternehmen durchaus lohnend sein kann“, meint Eberhard Stüber, vor 25 Jahren Impulsgeber für die Gründung der Station.

In luftigen Höhen
Zur Verfügung gestellt werden die Räumlichkeiten der Forschungsstation von der Großglockner Hochalpenstraßen AG, das Haus der Natur betreut und verwaltet die Station seit ihrer Gründung in wissenschaftlicher und organisatorischer Hinsicht. Die Hochalpine Forschungsstation liegt auf 2.273 Metern Seehöhe. Sie ist ausgestattet mit einem Seminarraum, einem wissenschaftlichen Arbeitsraum, einem Labor zur Probenaufbereitung, Schlafplätzen und einer Küche. Im Seminarraum findet man Literatur zu den regionalen Forschungsarbeiten, im Arbeitsraum stehen Binokulare und Mikroskope bereit.
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