15.12.2017, 10:23 Uhr

30 Millionen Euro für Lärmschutz an der Autobahn

Mit elf Gemeinden konnte nun ein Lärmschutzpaket akkordiert werden (Foto: KK/Asfinag)

Asfinag akkordiert finales Lärmschutzpaket für A10 Tauernautobahn mit elf Gemeinden.

BEZIRK SPITTAL. Autobahnerhalter Asfinag und elf Gemeinden haben ein Lärmschutzpaket geschnürt. Nach der letzten Verhandlungsrunde sind nun auch die letzten fünf von insgesamt 45 Projekten zum Schutz von Menschen und Umwelt auf Schiene. Rund 30 Millionen Euro investiert die Asfinag noch. 

Lärmschutzbauten seit 15 Jahren

Seit knapp 15 Jahren setzt die Asfinag an der Tauernstrecke zwischen Hüttau (Salzburg) und Lieserhofen (Kärnten) bereits wirksame Lärmschutzbauten um. Anlässlich des damals noch in der Zukunft liegenden zweiröhrigen Ausbaus von Tauern- und Katschbergtunnel, war man 2004 von einem starken Verkehrsanstieg an der A10 ausgegangen. 

Details fixiert

Alle Details und Dimensionen der noch ausständigen Lärmschutzwände sind fixiert: Die Asfinag, die elf betroffenen Anrainer-Gemeinden (Hüttau, Eben, Altenmarkt, Flachau, Zederhaus, St. Michael/Lungau., Rennweg, Krems, Gmünd, Trebesing, Seeboden) und Vertreter der Länder Salzburg und Kärnten haben sich im besten Einvernehmen geeinigt.

Projekte auf Schiene

„Seit 2004 haben alle Vereinbarungen gehalten. Wir haben viele Kontroversen geführt, aber im Dialog immer optimale Ergebnisse für beide Seiten erzielt“, sagt Rainer Kienreich, Geschäftsführer der Asfinag Service GmbH, „für die Folgejahre sind jetzt alle Lärmschutz-Projekte für die Salzburger und Kärntner A10 auf Schiene."

Das finale A10 Paket im Detail

Kärnten: Der Abschnitt Talübergang Kremsbrücke wird 2019 mit einer Wand ausgestattet, Gmünd erhält noch bis 2022 zwei neue Wände. (Gemeinsame Investitionssumme: rund fünf Millionen Euro).  

Salzburg: Die Bauarbeiten bei Flachau/Reitdorf und beim Knoten Ennstal/Altenmarkt laufen, 2018 sind auch die Wände an der Richtungsfahrbahn Salzburg fertig. Die Arbeiten bei Gritschbühel und Sonnberg/Krottendorf nahe Zederhaus laufen von 2018 bis 2019, der Abschnitt Flachau/Gindlhof bekommt 2019 eine Schutzwand (gemeinsame Investitionssumme: rund 26 Millionen Euro).

Mehr Verkehr prognostiziert

Anlässlich des geplanten Ausbaus von Tauern- und Katschbergtunnel sagten Prognosen deutlich mehr Verkehr an der Tauernstrecke in Salzburg und Kärnten voraus. Im Jahr 2004 haben sich Asfinag, Bund, Länder und Gemeinden zwischen Hüttau und Lieserhofen daher auf eine Reihe kommender Lärmschutzprojekte geeinigt („Gemeinsame Erklärung von 2004“).

Rasante Entwicklungen

Die Zunahme des Verkehrs blieb unter den Erwartungen und die technischen Standards bei Lärmschutz-Materialien entwickelten sich rasant. So konnte die Asfinag dank neuartiger, gekrümmter Wände auf mehrere sogenannte „Leichteinhausungen" verzichten, das „Lärm-Schutzziel“ dennoch klar und deutlich wirtschaftlicher erreichen.

230 Millionen Investition

Zu den größten Bauten im alpinen Bereich zählen neben vielen Wänden etwa die Einhausungen für Trebesing, St. Michael im Lungau (Oberweißburg), Zederhaus, Flachau und Eben. Die Gesamtinvestitionen auf einer Streckenlänge von 90 Kilometern betragen für beide Bundesländer bis zur Fertigstellung sämtlicher Projekte in Summe 230 Millionen Euro.
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