13.11.2017, 14:08 Uhr

Damals & heute: Das Spittaler Krankenhaus

Das Krankenhaus in seiner heutigen Form (Foto: Krankenhaus Spittal)
SPITTAL (ven). In unserer Serie "Damals & heute" sehen wir uns altehrwürdige Gebäude, Plätze und Straßenzüge im Bezirk an. Diesmal beschäftigen wir uns mit der Geschichte der Spittaler Gesundheitsversorgung.

Name von Spittal

Der Name der Stadt leitet sich bekanntlich von einem Hospital - dem "Spittl" - ab, das 1191 erstmals urkundlich als Armenspital erwähnt wurde.  1242 wurde der „Markt beim Hospital an der Lieser“ erstmalig genannt.

Kleines Haus in Allee

Seit 1925 hat der damalige Markt Spittal ein Privatkrankenhaus, errichtet von Dr. Franz Albertini. Damals war es noch ein recht kleines Haus in einer Allee, die heute die Tiroler Straße in Spittal bildet. Die zwei Ärzte - Franz Albertini und Stylian Jatrou - boten im ehemaligen Gasthof Fleißner eine Übernachtungsmöglichkeit für Patienten. 

Pflege von Schwestern

Allgemeinchirurg Hermann Samonigg übernahm nach dem Krieg 1948 das Haus, seine Frau Maria kümmerte sich um die Verwaltung. 1982 folgte mit Sohn Hermann die nächste Generation. Als Hermann senior im Sterben lag, musste der Junior die operative Leitung übernehmen. Bis 1989 waren auch noch geistliche Schwestern des Deutschritterordens aus Südtirol für die Pflege im Haus zuständig. "Sie waren im OP, in der Küche oder auch im Kreißzimmer tätig. Doch dann wurden sie vom Mutterhaus wieder heimberufen", so die heutige Geschäftsführerin und Verwaltungsdirektorin Andrea Samonigg-Mahrer.

Laufende Umbauten

Samonigg übernahm auch größere Aus- und Umbauten des Hauses. Im Laufe der Jahre wurden die Ambulanz und der Hubschrauberlandeplatz erweitert, 1991 kamen das Schwesternheim und die alte Cafeteria weg, 1993 wurde die Geburtshilfe aufgestockt. 2001 folgte die Erweiterung des Verwaltungstraktes, 2008 begannen die Arbeiten am Neubau, der mit einem markanten Glasgang mit dem alten Hauptgebäude verbunden ist. 

Eigene Schule

In früheren Jahren gab es im Krankenhaus auch noch eine eigene Schule. "Damit die Kinder, die nach Mandeln- oder Blinddarmoperationen noch hier bleiben mussten, nicht zu viel in der Schule versäumen", erklärt eine langjährige Mitarbeiterin. Unterrichtet habe damals die heutige Bezirksschulinspektorin Helga Reiter. 2007 stieg Andrea Samonigg-Mahrer ins Familienunternehmen ein, 2011 konnte der Neubau schließlich offiziell eröffnet werden, seitdem gibt es auch eine Kleinkindbetreuung, die Villa Villekulla. 
2012 folgte das Gesundheitszentrum, im August 2016 wurde der Hubschrauberlandeplatz umfassend modernisiert. 
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