30.11.2016, 14:49 Uhr

Drei Gemeinden mit weiterem "e" ausgezeichnet.

Mit Freude und Stolz wurde die Auszeichnung entgegengenommen. Bürgermeister Franz Eder, Amtsleiter Martin Brandstätter, Sachbearbeiterin Margit Seebacher, Teamleiter Michael Seebacher. Von den Gemeinderäten nahmen Alfred Winkler und Walter Meißnitzer an der Auszeichnungsveranstaltung teil (Foto: Land Kärnten)

Rennweg, Malta und Baldramsdorf kommen in ihrer Energiepolitik voran und haben je ein "e" mehr erhalten.

RENNWEG, MALTA, BALDRAMSDORF (ven). Gleich drei Oberkärntner Gemeinden - Rennweg, Malta und Baldramsdorf - haben sich ein zusätzliches "e" im e5-Programm abholen können.

Mehr Autarkie

Rennweg am Katschberg setze seit Jahren einen Schwerpunkt in einer schrittweisen und kontinuierlichen Entwicklung zu mehr Energieeffizienz. "Nutzen von erneuerbaren Energien und Stärkung eines umweltbewussten Denken und Handelns haben sich zu einem bedeutenden Handlungsfeld im Gemeindegeschehen entwickelt", so Bürgermeister Franz Eder zur WOCHE. Gemeinsam mit den Nachbargemeinden des Lieser- und Maltatales und als Mitglied der „Klima- und Energiemodellregion Lieser- Maltatal“ sei man bemüht, auch regional gemeinsam die Weichen verstärkt in Richtung Energieautarkie zu stellen.

Drei "e" auf Anhieb

Durch besondere Maßnahmen und Umsetzungen seitens der Gemeinde, aber auch im privaten Bereich der Gemeindebürger, konnte im Vorjahr auf Anhieb drei "e" geholt werden. "So freuen wir uns, durch weitere Umsetzungen wie unter anderem der Anschaffung eines E-Autos mit Carsharing im öffentlichen Bereich oder der Errichtung einer Windkraftanlage im privaten Bereich weitere Grundlagen für die Auszeichnung für das vierte "e" geschaffen zu haben", so Eder. Der eingeschlagene Weg soll konsequent fortgesetzt werden, in den kommenden Monaten sollen bereits weitere Gespräche im e5-Team und dem Umweltausschuss geben.

Kennzahlen im Auge

Auch in Malta freut man sich über das dritte "e", 2013 hat die Gemeinde beschlossen, am e5-Programm teilzunehmen. "Zunächst wurden von der Gemeindeverwaltung sämtliche Energiekennzahlen und Energieverbräuche der gemeindeeigenen Anlagen erhoben und Einsparungspotentiale ausgelotet. Zudem werden die Energieverbräuche seither monatlich kontrolliert. Schon 2012 wurde beim Umbau der ehemaligen Volksschule in Fischertratten in ein Kindergartenzentrum eine 20-Kilowatt-Peak Photovoltaikanlage installiert", erklärt Bürgermeister Klaus Rüscher.

Eine Heizung für vieles

Bei der Renovierung der VS Malta im Jahr 2015 wurde die alte Ölheizung durch eine Biomasse-Heizung ersetzt. Diese wurde so ausgelegt, dass sie in Zukunft neben der Volksschule weitere öffentliche Gebäude im Ortszentrum beheizt: den Festsaal, der 2017 erneuert wird, das Feuerwehrhaus und insgesamt zwölf Gemeindewohnungen.
Um die Mobilität zu verbessern und die Umwelt zu schonen, hat die Malta im vergangenen Sommer ein Elektroauto angeschafft. "Dies wurde in Zusammenarbeit mit der Klima-Energie-Modellregion (KEM) bewerkstelligt. Das Fahrzeug steht für Fahrten der Gemeinde aber auch mittels Carsharing-Modell der Bevölkerung zur Verfügung. Zudem wurde eine e-Tankstelle im Bereich des Gemeindeamts errichtet", so Rüscher weiter.

LED-Beleuchtung

Neben der Sanierung des Festsaales wird gerade die Straßenbeleuchtung auf ein LED-System umgestellt. "Geprüft wird auch, ob die Wasserversorgungsanlage der Gemeinde mittels Trinkwasserturbinen energetisch genutzt werden kann.
Neben den konkreten Projekten, wird auch entsprechende Bewusstseinsarbeit zum Thema Energie mit Vorträgen und regelmäßigen Informationen in der Gemeindezeitung für wichtig erachtet."

Baldramsdorf mit zweitem "e"

Die Gemeinde Baldramsdorf wurde an dem Abend im Congress Center Villach mit ihrem zweiten "e" ausgezeichnet. Bürgermeister Heinrich Gerber ist stolz auf die Auszeichnung. Die Gemeinde ist seit 2015 beim Programm dabei und fordert ihre Bürger zur aktiven Ideeneinbringung auf.

Mit vier Gemeinden gestartet

Kärnten startete im Jahr 2005 mit vier Pilotgemeinden. Mittlerweile leben mehr als 62 Prozent der Kärntner Bevölkerung, das sind rund 350.000 Einwohner in 45 Gemeinden. Diese treiben mit unzähligen Projekten und viel ehrenamtlichen Engagement die Energiewende voran. Sie gelten als Vorzeigegemeinden im Bereich Umwelt- und Klimaschutz. Ein nachhaltiger und zukunftsorientierter Umgang mit Energie und Ressourcen stehe dabei im Mittelpunkt des Programms.
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