17.10.2017, 16:50 Uhr

Ein "Herzplatz" in Baldramsdorf

Zwischen über 100 Schlössern: Engelbert Hosner

Engelbert Hosner sammelt Liebesschlösser neben seinem Haus

BALDRAMSDORF. Überall in der Welt können Verliebte ihre Treueschwüre in Form von Schlössern an Brückengeländern anbringen: in Rom, Florenz, Ljubljana und auch in Seeboden. Aber wohl einzig ist die Idee, die Engelbert Hosner verwirklicht hat - einen "Herzplatz" direkt an seinem Haus.

Idee in Laibach geboren

Vor fünf Jahren hatte der heute 47-Jährigemit seiner Frau Jacikelly in Laibach die eiserne Metzgerbrücke gesehen und erstmals solche unzähligen eisernen Liebesschwüren entdeckt. Und vor vier Jahren hatte er als Faschingsprinz auf einer Rheinbrücke in Köln sein erstes Liebesschloss angebracht und sich gedacht: "Wenn ich ein Haus baue, dann hole ich die ganze Welt nach Baldramsdorf, errichte einen Platz zum Verweilen."

Einweihung mit 120 Gästen

Gedacht, getan: Zusammen mit dem Schmied "Herzbube" Werner Brunner entwarf der Ingenieur das 2.50 Meter hohe eiserne Herz, das 10.000 Schlössern Platz bietet. Zum 50. Hochzeitstag seiner Eltern Ernestine und Engelbert wurde der "Herzplatz" am 27. Mai dieses Jahres eingeweiht. Am Wiesenweg hatten sich 120 Gäste eingefunden. Pfarrer Franz Unterberger segnete den Platz, als Laudator fungierte der Journalist Reinhard Bimashofer aus Millstatt. Eine Abordnung des Chores der Dorfgemeinschaft Baldramsdorf und der Solist Andras Gschwindt aus Kaposvar umrahmten die Feier. Unter den Gästen war auch der aus  Baldramsdorf stammende Künstler Johann Wilscher, der die beiden bunten Mosaikherzen angefertigt hat.

Sogar Polterabend gefeiert

Hinzu kam eine hölzerne Bank zum Ausruhen, unter der Lautsprecher angebracht sind, aus denen von 8 bis 20 Uhr Radioklänge ertönen. Eine Steckdose ermöglicht E-Bikern buchstäblich, neue Kraft zu tanken. Inzwischen zieren schon mehr als 100 Schlösser Hosners eisernes Herz als Zeichen ewiger Liebe und Freundschaft - von Einheimischen, Besuchern aus Deutschland, Holland und auch aus den USA. Der örtliche  Kindergarten mit den Erzieherinnen Elke, Carmen, Andrea und Angelika schaute vorbei und platzierte 15 Schlösser mit eingravierten Namen, ferner die Neue Mittelschule Spittal oder Damen, die einen Polterabend feierten, bevor aus Lissi Schurian eine Frau Steiner wurde.

Zusätzlich zum riesigen Herzen hat der Baumeister noch ein zweites, gefüllt mit Brennholz, neben einer Feuerstelle sowie einen Tafelbaum angebracht, auf dem gewünscht wird: Gesundheit, Glück, Spaß, Erfolg, Liebe, Geld und Freunde.
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