25.10.2017, 09:52 Uhr

Eine App für fast alles

Franz Eder forciert die Spittal-App und will ein Verkehrsentwicklungskonzept auf die Beine stellen

Eine "Spittal-App" soll Events, Parkplätze, Einkaufsmöglichkeiten sowie Gastronomie verbinden.

SPITTAL (ven). Der Spittaler Kultur- und Stadtentwicklungsreferent Franz Eder wartet mit einigen Neuerungen auf. Die Kultur-App wird ausgeweitet und vielseitig nutzbar.

App für Events

"Die Kultur-App sollte dazu dienen, sämtliche Veranstaltungen in der Stadt zusammenzufassen. Dazu sollte es auch eine Nachbereitung mit Fotos und Text der verschiedenen Events geben. Zusätzlich wird sie nun sozusagen zur Spittal-App erweitert, denn es werden auch die verfügbaren Parkplätze in der Innenstadt in der App angezeigt", so Eder.

Sinnvolle Erweiterung

Um das Angebot der App noch effektiver zu machen, will Eder auch die Wirtschaft und Gastronomie der Bezirksstadt mit einbinden und darin verlinken.
"Es gibt dann Infos, wo man in der Nähe parken, einkaufen und auch essen und trinken kann." In der Innenstadt stünden laut Eder 750 Parkplätze in einem Umkreis von drei Minuten Gehzeit zur Verfügung. "Das geplante Parkhaus in der 10.-Oktober-Straße ist immer noch im Gespräch", ergänzt er zur Parkplatzsituation in Spittal.
Mit dem Ergebnis des Bürgerbeteiligungsprozesses und Architektenwettbewerbes sollen nämlich – wie berichtet – die Parkplätze im Gendarmeriehof weichen. Alternativen dafür müssten her.

Logo entwickelt

Das Unternehmen, das die App entwickelt, steht bereits fest: Xamoom wird sich dem annehmen und auch ein Logo für die App soll entwickelt werden.

Verkehrskonzept

Eder will auch das Verkehrsentwicklungskonzept der Stadt vorantreiben. "Alle Untersuchungen und Studien zum Thema werden zusammengefasst und aufbereitet. Dann wird es einen Maßnahmenkatalog mit kurz-, mittel- und langfristigen Maßnahmen geben – alles in Zusammenarbeit mit der TU Graz. Auch das Büro Poltnigg & Klammer sei eingebunden." Die Spittaler Bürger wurden per Befragungsbogen, der dem letzten Stadtjournals beilag, aufgefordert, per Stichtag 19. Oktober ihre Verkehrswege und -nutzung in der Stadt anzugeben. Diese Abläufe werden dann präzisiert und auf die bestehenden Konzepte umgelegt.

Durchzugsverkehr

"Das Ziel ist es, den Durchzugsverkehr zu reduzieren und Radfahrer sowie Fußgänger in der Innenstadt wieder zu vermehren", so Eder. Er verweist dabei auf ein Zitat des Bürgermeisters aus Bogota: "Ob eine Stadt zivilisiert ist, hängt nicht von der Zahl der Schnellstraßen ab, sondern ob ein Kind auf einem Dreirad unbeschwert und sicher überall hinkommt." Der Privatverkehr soll – so gut es eben gehe – durch öffentlichen ersetzt werden.

Radwegkonzept auf Schiene

"Gerade ältere Personen werden mit den E-Bikes immer mobiler und wollen auch dementsprechende Radfahrstreifen auf den Straßen. Die Verträge für das Radwegkonzept sind nun auch raus, spätestens im Frühjahr 2018 wird auch das umgesetzt", freut er sich über die Fortschritte.
Auch die geplante Haltestelle Ost befände sich bereits in Vorplanung. "Wir wollen die Autos nicht verbannen, aber Schritt für Schritt Alternativen bringen und umsetzen."
Eder freut sich auch, dass der Planungsbeirat als "etabliertes Instrumentarium" seine Arbeit für die Stadt mache. "Er berät professionell bei geplanten Bauvorhaben, Leerstände werden aufgenommen, Vergleiche mit anderen Städten angestellt und übergreifend mit dem Positionierungs- und Verkehrsentwicklungskonzept gearbeitet."
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