08.10.2017, 20:24 Uhr

Feuerwehren für Katastrophen gerüstet

Unter Steinen eingeklemmte Personen wurden geborgen (Foto: KK/Feuerwehr Spittal)

Erfolgreicher Abschluss der Übung der Spittaler Florianis.

FEISTRITZ. Bei einer groß angelegten Übung des Katastropheneinsatzzuges der Feuerwehren aus dem Bezirk Spittal übten vergangenen Samstag und Sonntag 60 Männer und Frauen unter dem Kommandanten Harald Ebner am Truppenübungsplatz in Marwiesen in Feistritz/Drau.

Für Katastrophen vorbereitet

Die Feuerwehren des Bezirkes Spittal sind für Hilfeleistungen bei Großschadensereignissen oder für Katastropheneinsätze bestens vorbereitet. Am Ende der Ausbildungstage resümiert Bezirksfeuerwehrkommandant Kurt Schober sehr zufrieden über den Übungsverlauf.
Auch der Katastrophenschutzbeauftragte des Kärntner Landesfeuerwehrverbandes Gerfried Bürger, der sich vor Ort ein Bild von den Übungsszenarien machte, lobte die Übungsteilnehmer: „Ich erkenne nicht nur den vorbildlichen Weiterbildungswillen, sondern auch eine hohe Motivation und den großartigen Zusammenhalt innerhalb der Feuerwehren, der uns so unglaublich stark macht!“. Auch von der Bezirkshauptmannschaft Spittal waren die stellvertretende Behördenleiterin Carmen Oberlerchner und der Bereichsleiter für Sicherheit Markus Lerch beeindruckt von den Arbeiten der Feuerwehrleute.

Neues Alarmierungssystem

Getestet wurde erstmals auch ein neues Alarmierungssystem mittels SMS und APP mit Rückmeldesystem. Die Teilnehmer verlegten nach der Alarmierung am Samstag in der Früh von Spittal nach Marwiesen. Dort wurden von ihnen abwechselnd in fünf Ausbildungsstationen die vorgegebenen Aufgaben bewältigt. Zum Beispiel mussten bei einem Hauseinsturz zwei Verschüttete unter tonnenschweren Betonteilen befreit werden. In einem Graben wurden mit Spezialhölzern durch Pölzen die Einsturzgefahr verhindert und mittels Seilen eine verletzte Person geborgen.

Mit neuen Maschinen geübt

Interessant waren für die Teilnehmer auch zwei neue Maschinen der landesweiten KAT-Ausstattung: Eine Großwasserpumpe, die 5.000 Liter Wasser pro Minute wegfördern kann und eine Anlage zum raschen Befüllen von Sandsäcken. Im Bereich der Bekämpfung von Waldbränden wurden das Aufstellen von Löschwasserbehältern zur Unterstützung von Hubschraubereinsätzen und das Verwenden von Benetzungsgeräten im Wald geschult.

Neue Erkenntnisse

Für die teilnehmenden Feuerwehrleute waren viele neue Erkenntnisse dabei und es war viel Lob für die gute Vorbereitung der Übungstage zu hören. Die Übung wurde vom Kommandanten des KAT-Zuges II, Harald Ebner mit seinem Stab geplant und vorbereitet. Die Übungsflächen wurden dankenswerter Weise vom Österreichischen Bundesheer und der Firma Staber-Trans zur Verfügung gestellt. Untergebracht waren die Feuerwehrleute in den Lagercontainern am Truppenübungsplatz des Bundesheeres.

Essen aus Küchencontainer

Zufrieden waren alle auch mit der Verpflegung, die erstmals von einem mobilen Küchencontainer des KLFV heraus erfolgen konnte. Birgit Unterlerchner, die für die Organisation der Verpflegung zuständig war, gab das Lob gerne an die „Küchenchefs“  Martin Schmalzer und Rudolf Ruppitsch weiter, die sichtlich bemüht waren, die Mahlzeiten frisch zuzubereiten. 
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