12.10.2016, 17:28 Uhr

Gartenpflege im Herbst

Laub einsammeln nach dem ersten Frost. (Foto: Astrid Götze-Happe/pixelio.de)

Wer im Frühjahr eine blühende Oase im Garten haben möchte, muss bereits im Herbst Vorkehrungen treffen.

Die Tage werden kürzer, die Temperaturen nehmen ab und die ersten bunten Blätter fallen von den Bäumen - der Herbst ist da und damit auch die Zeit seine Pflanzen und den Garten auf den bevorstehenden Winter vorzubereiten. Denn damit ihre grüne Wohlfühloase im Frühjahr wieder in voller Pracht zum Leben erwacht und erstrahlt, müssen vor dem Winter einige wichtige Arbeiten im Garten vorgenommen werden.

Herbstlaub einsammeln
Gehwege und Flächen rund um das Haus, die häufig benutzt werden, sollten Sie regelmäßig von Laub befreien, da ansonsten bei Regenwetter und kalten Temperaturen Rutsch- und Verletzungsgefahr besteht. Mit dem Einsammeln der Laubblätter in ihrem Garten warten Sie am besten den ersten Frost ab. Dann nämlich sind die meisten Blätter vom Baum abgefallen und sie brauchen das Laub nicht so oft zusammenkehren. Wer die Möglichkeit dazu hat, sollte in seinem Garten einen Haufen aus Laub auftürmen. Kleine und größere Lebewesen, wie zum Beispiel der Igel, freuen sich über das Winterquartier.

Baumschnitt
Im Oktober ist es bereits Zeit Ihre Sträucher, Bäume oder Obstbäume zu beschneiden und damit optimal auf den Frühling vorzubereiten. Durch den Beschnitt erhalten die Pflanzen mehr Kraft für den Austrieb im Frühjahr.
Kübelpflanzen einwintern
Bevor es den ersten Frost gibt, sollten jene Kübelpflanzen, die nicht winterhart sind, vom Garten in ihr Winterquartier gebracht werden. Unbeheizte Kellerräume, Garagen oder Treppenhäuser bieten sich dafür an. Ideal sind Temperaturen von fünf bis zehn Grad. Grundsätzlich gilt, je kühler die Überwinterungstemperatur, desto dunkler kann der Raum sein.

Brunnen und Wasserspiele
Alle Wasserleitungen in Ihrem Garten müssen vor dem Winter geleert werden, um sie vor dem Frost zu schützen.

Gartengeräte pflegen
Gartengeräte sind wertvoll für die Arbeit und sollen Ihnen noch viele Jahre die nötigen Dienste leisten. Deshalb ist es wichtig, diese vor dem Winter gründlich zu reinigen und zu warten und auf keinen Fall draußen zu lassen. Bringen Sie sie am besten in einen Geräteschuppen, in die Garage oder den Keller - je nachdem wo Sie Platz finden.

Zwiebelpflanzen eingraben
Wenn Sie im Frühling Ihren Garten voller blühender Tulpen und Narzissen haben möchten, graben Sie die Zwiebelpflanzen am besten jetzt schon ein.

Sonstige Arbeiten
Falls Sie Beete haben, diese mit Reisig abdecken und frostempfindliche Pflanzen, die draußen überwintern, einpacken. Schneebruchgefährdete Pflanzen sollten Sie zusammenbinden.

Bunte Gewächse für den Winter

Pflanzen für den Garten, den Balkon oder die Terrasse, die den Winter im Freien überstehen, sind nicht nur von Vorteil, wenn man keinen Platz hat, sie im Haus zu überwintern, sondern sie sind auch besonders schön anzuschauen und bringen etwas Farbe in die kalte Jahreszeit. Beispiele für solche winterharten Gewächse sind etwa der Rhododendron, die Japanische Lavendelheide, die meisten Hortensien, die grünen Buchsbäume, die Stacheldrahtpflanze oder auch die Berberitze, deren rote Beeren zum Teil noch bis in den Winter am Strauch hängen.

Hecken und Hölzer richtig beschneiden

Bei vielen Gehölzen müssen alte und kranke Pflanzenteile entfernt werden. Der richtige Schnitt ist wichtig.
Verschiedene Gehölze, wie Birken, Ahorn- und Obstbäume müssen im Herbst geschnitten werden, damit sie im Frühjahr wieder in voller Pracht erblühen können. Durch den Schnitt werden alte und abgestorbene Äste und Blätter entfernt, um den Bäumen und Sträuchern mehr Kraft für die Überwinterung zu geben. Doch wie funktioniert das richtig?
Prinzipiell müssen abgestorbene Äste und Zweige entfernt werden sowie sehr dünne Äste, die sich nahe dem Stamm befinden und kranke Teile. Ebenso zu beschneiden sind zu lange Äste und jene, die sich überkreuzen oder an einander reiben.

Hecken schneiden
Frei wachsende Hecken werden nur wenig beschnitten. Wenn, dann meist nur zur Verjüngung oder um die Blütenbildung zu fördern. Formhecken dagegen wachsen umso dichter, je öfter sie beschnitten werden. Möchten Sie also besonders dichte Hecken, dann sollten sie auf einen regelmäßigen Schnitt achten, allerdings zum richtigen Zeitpunkt.

Das Haus auf den Winter vorbereiten

Da Schnee, Eis und Frost jedem Gebäude zusetzen, gilt es das Haus vor dem Winter zu warten. Denn mit einer einfachen Kontrolle möglicher Mängel können lästige und teure Folgeschäden vermieden werden. Sitzen Ziegel, Antennen und Dachrinnen noch fest? Funktioniert die Außenbeleuchtung? Gibt es Schäden an der Fassade oder können Äste an den umstehenden Bäumen unter der kommenden Schneelast abbrechen? Sind die Arbeiten erledigt, können Sie mit Freude auf den ersten Schnee warten.

Der Fassade frischen Glanz verleihen

Die Außenhaut Ihres Hauses ist den Witterung ausgeliefert. Eine professionelle Behandlung kann helfen.
Die Fassade eines Gebäudes ist Regen, Wind und Kälte schutzlos ausgeliefert. Im Laufe der Zeit färbt sich die Fassade dann grün. Betroffen sind vor allem jene Außenwände, die mit einem Wärmedämmverbundsystem umhüllt sind. Die gedämmt Fassade ist immer etwas kühler als die Innenräume. Dadurch kann sich Tauwasser an ihr absetzen und auch Regenwasser trocknet nicht so schnell ab. Die nasse Jahreszeit und der nächtliche Tauabschlag sind dann ideale Voraussetzungen für die Bildung von Grünbelag, Algen und Pilzen. Algen entstehen durch Keime in der Umgebungsluft, die sich auf feuchten Oberflächen festsetzen. Weil diese Sporenträger über die Luft verteilt werden, besteht sogar die Gefahr von Schimmelbefall an den Innenwänden.

Vorteile der Reinigung:
Nach einer professionellen Reinigung fällt natürlich als erstes ins Auge, dass die Originalfarbe der Fassadenfläche wieder hergestellt wurde. Algen und Verschmutzungen wurden porentief entfernt und ein Schutz vor erneutem Algenbefall ist für einige Jahre gegeben. Gleichzeitig wird die Fassade auf Schäden kontrolliert.

Skulpturen im Garten: Formschnitt

Mit Formschnitten werden alte Pflanzen mit Geduld und Können in Pflanzen mit außergewöhnlichen Formen verwandelt werden. Denn mit dem richtigen Schnitt werden sie zu wertvollen Skulpturen im Garten. Viele verschiedene Pflanzen eignen sich für Formschnitte. Am sinnvollsten ist es immergrüne Gehölze zu verwenden, damit man auch im Winter etwas davon hat.

Symbolik und Farben: Grabpflege zu Allerheiligen

Für viele Österreicher gehört der Besuch am Familiengrab zu Allerheiligen dazu. Pflanzen und Blumenschmuck zeigen die Verbundenheit mit den Verstorbenen. Symbole und Farben sowie die Sprache der Blumen spielen bei der Trauerfloristik und Grabbepflanzung eine wichtige Rolle.

Die Pflanzen
Efeu oder Immergrün stehen für Treue und Ewigkeit. Wegen ihrer Fähigkeit dem Winter zu trotzen, galten Immergrüne Pflanzen auch als Schutz gegen Dämonen. Die Rose gilt als Zeichen der Liebe. Die Weide ist ein Symbol der Trauer. Aufgrund ihrer hängenden Form ist sie als Trauerweide bekannt. Der starke Duft des Wermuth soll Gebete und Botschaften direkt zu den Verstorbenen in den Himmel tragen.

Formen und Farben
In leuchtenden Farben erstrahlt nicht nur der Herbst, sondern auch die Blumen am Grabschmuck zu Allerheiligen. Bunte Herbstblätter und immergrüne Zweige zeigen den Aspekt der Vergänglichkeit. Kreuze und Fische sind Zeichen des Christentums und ein Herz genauso wie die Farbe Rot für Liebe. Weiß steht für Friede und Reinheit, Violett für die Kirche und Gelb für die Wärme.
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