27.09.2014, 19:07 Uhr

"Genießer fliegen auf Honig"

Der bronzene Honigtopf steht bei Manuel und Hubert (re.) Göritzer in Oberkolbnitz.

Familie Göritzer in Kolbnitz betreibt ihre Imkerei bereits in der vierten Generation. Mittlerweile gibt es sogar Auszeichnungen für die gute Qualität ihres Honigs.

KOLBNITZ (pgfr). Bienen sind Hubert Göritzers große Leidenschaft. "Draußen bei den Bienenstöcken verliert er jegliches Zeitgefühl", erzählt schmunzelnd Ehefrau Beate. Die Begeisterung für die Honig-Produktion, die sich im Laufe der Jahre aber auf die gesamte Familie übertragen hat trägt nun auch Früchte.

Der Landesverband Bienenzucht in Kärnten prämiert jährlich die besten Honige des Landes. 221 Honige wurden heuer eingereicht. Die eingereichten Honige werden im Labor der Kärntner Imkerschule nach messbaren Qualitätskriterien untersucht und von sogenannten Sensorikern beurteilt.

Nach der sehr erfolgreichen Einreichung im letzten Jahr, es wurde die höchste Auszeichnung in Kärnten, der goldene Honigtopf, war die Erwartung sehr groß. Die umfangreichen Bewertungen von Wassergehalt, Leitfähigkeit, Sorte, Aussehen, Reinheit bis hin zum Etikett müssen passen. Der Wettbewerb ging für Familie Göritzer sehr zufriedenstellend aus. Für ihren Blüten-Waldhonig wurde ihnen in diesem Jahr der bronzene Honigtopf verliehen.

"Die Natur spielt die wichtigste, der Imker eine unterstützende Rolle", so der frischgebackene, bescheidene Bronze-Gewinner. "Kein Kurs kann das Wissen und das Gefühl für die Bienen vermitteln was man von Klein auf mitbekommt", so Göritzer weiter. Wohl deshalb war es dem Großvater sehr wichtig, dass Enkel Manuel, heute 18 Jahre alt, die Imkerei lieb gewinnt. Zum neunten Geburtstag bekam Manuel von seinem Großvater einen Bienenstock geschenkt. Nun sorgen sich Vater und Sohn um insgesamt fünfzig Bienenstöcke.

Beate Göritzer, die sich in Oberkolbnitz um das Gästehaus kümmert, ist nach besserem Kennenlernen der Imkerei ebenfalls begeistert. Sie kümmert sich um die Dokumentationen, den Schriftverkehr, die Hygiene- und Lebensmittelverordnungen, die Vermarktung und wohl den schönsten Teil der Imkerei, die Ernte, das Schleudern. Eine süße Zeit für Beate Göritzer, denn wie sie uns verraten hat, kostet sie von den noch vollen Bienenwaben ununterbrochen.

Wer glaubt, dass es im Winter keine Imker-Arbeit gibt, der irrt. Der eine oder andere Bienenstock ist zu reparieren und neue Rähmchen für die Waben sind zu machen. Für Hubert, der zusätzlich auch eine Königinnen-Zucht betreibt, ein wunderbarer Ausgleich zu seiner Arbeit als Tischler. Außerdem ist im Winter Zeit mit anderen Imkern Erfahrungen auszutauschen.

Wer wirklich guten Honig auf seinem Brot haben möchte, der achte darauf, dass er ihn nicht im Supermarkt kauft. Eine Bestellung für prämierten Honig von Familie Göritzer können Sie an "hobbyimkerei-goeritzer@gmx.at schreiben.
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