18.11.2016, 16:12 Uhr

Granatium mit dem ersten Platz belohnt

Seit Mai 2008 existiert das Granatium in Radenthein

Sieger in der Kategorie "Tourismus und Gastronomie" des Kärntner Regionalitätspreises 2016.

RADENTHEIN. "Wir haben verdient gewonnen", gibt sich die Geschäftsführerin des Granatiums, Andrea Malle, selbstsicher. Der erste Platz in der Kategorie "Tourismus und Gastronomie" des Kärntner Regionalitätspreises 2016 würdige die langjährige Aufbauarbeit, in der kontinuierlich ein qualitativ hochwertiges und nachhaltiges Produkt geschaffen worden sei, mit dem sich die Bevölkerung auch uneingeschränkt identifizieren könne.

Im Mai 2008 gegründet

Im Rahmen der mannigfaltigen Kärntner "Wasserreich"-Projekte wurde die mit Landes- und EU-Leader-Mitteln finanzierte Granat-Erlebniswelt am 18. Mai 2008 eröffnet. Sie versteht sich einmal als buchstäblich "strahlendes" Tourismusangebot, das die Regionen Millstättersee und Nockberge verbindet, zum anderen als ein Produkt, das dem Bevölkerungsschwund mit diesem Angebot entgegen steuern will. Andrea Malle ist felsenfest davon überzeugt, dass in der Akzeptanz Mehrwert für Radentheimer Betriebe geschaffen werde.

Auf eigenen Beinen

Das Granatium, das konstant 35.000 Besucher im Jahr (ohne Kärnten-Card-Nutzer) zählt, steht finanziell auf eigenen Füßen. So haben sich von Anfang an neben der Stadt und des örtlichen Tourismusverbandes die lokalen Gewerbebetriebe des Radentheiner Handels- und Gewerbevereins mit ihrem Obmann Emanuel Stadler beteiligt, um mit dieser Attraktion der einst "grauen Schwester zwischen Berg und See" (Malle) neue Impulse zu liefern. Die Aufbruchsstimmung in der Granatstadt habe ferner dazu geführt, dass Granatbier, Granatwein, Granatbrot, Granatkonfekt und demnächst im Anfang Dezember eröffneten Kaslab'n-Laden auch Granatstollenkäse angeboten werde.

Die aus Feldkirchen stammende Andrea Malle war nach einem Studium der Betriebswirtschaftslehre und dem Besuch des Tourismuskollegs Innsbruck 17 Jahre im Ausland - unter anderem in Kenia und Hongkong - tätig, bevor sie die "Chance" bekam, wie sie sagt, ihre gesammelten Erfahrungen mit dem Aufbau des Granatiums in ihrer Heimat im Herzen der Nockregion einzubringen.

Museum und Kompetenzzentrum

Das Museum versteht sich nicht nur als touristische Attraktion, sondern auch als Kompetenzzentrum für geologisch interessierte Experten und Laien. Angeboten werden die Granatschlucht ("um die Seele baumeln zu lassen"), Granatschürfen, der Granatstollen sowie verschiedene Ausstellungen; im nächsten Jahr ist die Sonderausstellung "Farbe der Kristalle" vorgesehen.

Der Advent im Granatium-Stollen bietet am Freitag, 2. Dezember, um 20 Uhr ein Adventskonzert "der anderen Art" mit den gegensätzlichen Formationen "Quartett Mirnock" und der Projektband "Winter Wonderland" sowie am Mittwoch, 14 Dezember, um 19.30 Uhr "Saxofour - 25 Jahre 'Joy an Fun'".

Im Winter hat das Granatium vom 5. Dezember bis 5. Jänner von Montag bis Samstag zwischen 10 und 17 Uhr geöffnet (an Sonn- und Feiertagen geschlossen), in der Hauptsaison von Mai bis Oktober täglich von 10 bis 18 Uhr.

Mehr zum WOCHE-Regionalitätspreis 2016!

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