12.10.2017, 16:38 Uhr

Innenstadtbelebung um rund drei Millionen Euro

Beny Meier, Gerhard Pirih, Martin Klingler, Sonja Gasparin und Franz Eder stellten das Siegerprojekt des Architekturwettbewerbs vor

Siegerprojekt von Architektenwettbewerb mit Bürgerbeteiligung soll in den nächsten drei Jahren umgesetzt werden.

SPITTAL (ven). Als eine "Herzensangelegenheit" beschrieb Stadtrat Franz Eder die Neubelebung und Attraktivierung der Spittaler Innenstadt mit dem Siegerprojekt der Architekten Sonja Gasparin und Beny Meier sowie Lichtgestalter Martin Klingler, das in den kommenden drei Jahren umgesetzt werden soll. Dem ging ein Architekturwettbewerb mit Bürgerbeteiligung voraus, das Ergebnis präsentierte Bürgermeister Gerhard Pirih nun im Rathaus den Medien. Der Öffentlichkeit werde das Projekt Ende Oktober vorgestellt.

Erstes Projekt mit Bürgerbeteiligung

Es sei das erste Projekt in Spittal mit Bürgerbeteiligung, zehn Architekturbüros haben ihre Entwürfe und Ideen eingebracht. Die Jury - bestehend aus den Architekten Thomas Pilz, Simon Speigner, Hartwig Wetschko, Günther Wolligger (Stadtgemeinde), Bürgermeister Gerhard Pirih, Stadtrat Franz Eder sowie Bezirkshauptmann Klaus Brandner - entschied sich für die Ideen der Architekten Gasparin & Meier aus Villach.
Die Aufgabe: die Kernzone der Innenstadt attraktivieren und die Nutzungsvielfalt sowie Aufenthaltsqualität steigern. Der Projektbereich beinhaltet die Ebnergasse mit der Siebenbürgergasse, Kirchgasse mit Kirchenvorplatz, Grebnergasse, Ortenburger Straße, Gendarmerieplatz und Rathausplatz. "Auslöser war sozusagen Hermann Regger mit dem Rathausmarkt Neu, nun müssen wir etwas tun", so Pirih. 

Keine Autos im Schlosshof

"Das Projekt ist durchaus offen, weil sich eine Stadt ja auch im Laufe der Zeit weiterentwickelt", so Beny Meier. Konkret soll das heißen: Der Gendarmerieplatz bekommt eine neue, wasserdurchlässige, Oberfläche sowie eine offene Mauer mit Stützen als Abgrenzung zum Park. "Diese ist unterschiedlich benütz- und bespielbar, es werden darin sämtliche Anschlüsse, die auch die Marktfieranten brauchen, installiert sein. Die Autos werden weichen, man wird Alternativen als Parkfläche finden", so Maria Gasparin. Damit löse sich auch das Problem der viel zu engen Parkplatzeinfahrt. 
In der Grebnergasse soll das Dach wegkommen, damit die Fassade des angrenzenden Hauses (MPreis) zum Vorschein und Licht ins bisherige Dunkel kommt. Die Innenstadt bekommt außerdem einen einheitlichen Granitbelag.

Dezente Beleuchtung

Der Rathausplatz beim Rathausmarkt Neu wird kein Park, aber soll mit Bäumen viel Grün bekommen. "Die Pflasterung geht durch, in der Mitte kommt auch eine sandige Fläche, rundherum Möblierung und Lampen, die an ein Wohnzimmer und einen Ort der Begegnung erinnern sollen. Insgesamt sieht das Beleuchtungskonzept von Klingler eine dosierte Verwendung von Licht vor. Überspannungsleuchten sollen zum Einsatz kommen, das Licht werde vom Boden reflektiert und beleuchte so indirekt die Hausfassaden. Wichtige Objekte bekommen eine zusätzliche Beleuchtung. 
Die Stadtgemeinde will das Projekt in den kommenden drei Jahren umsetzen, 2,5 bis drei Millionen Euro sollen dafür vorgesehen werden.

Neues Verkehrskonzept 2018

"Im Frühjahr 2018 werden wir außerdem ein Verkehrskonzept präsentieren, dazu wurden auch Haushaltsfragebögen dem letzten Stadtjournal beigelegt", so Eder. Er will die geplante Kultur-App zur Spittal-App ausbauen, die dem Bürger auch Informationen über Geschäfte und Parkplatzmöglichkeiten bietet. 
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