29.03.2017, 07:50 Uhr

Jetzt geht das Garteln wieder los

Die Blumen und Gärtnerei Brandstetter ist bestens gerüstet für die Gartensaison. v.l.n.r.: Barbara Kollmitzer, Denise Girstmair, Ivo Brandstetter und Beatrice Stermole

Die Wertschätzung des eigenen Gartens wird uns von Jahr zu Jahr wichtiger.

MÖLLBRÜCKE (ega). Mit dem Frühling ist auch die Gartensaison im Anmarsch und der Ausflug in die Gärtnerei nicht weit. Um sich im Gartendschungel zurechtzufinden verrät uns Ivo Brandstetter von Blumen & Gärtnerei Brandstetter hilfreiche Tipps und Tricks für den eigenen Garten.

Blume des Jahres

„Einen richtigen Gartentrend gibt es nicht“, klärt Brandstetter auf. Er fügt hinzu, dass es den Kunden von Jahr zu Jahr wichtiger wird, einen eigenen Garten zu hegen und zu pflegen. „Die Wertschätzung des Gartens zu Hause wird immer wichtiger“, so Brandstetter. Die Blume des Jahres und auch des letzten Jahres ist in der Gärtnerei die lila Surfinie, eine Art der Garten-Petunie mit gescheckten weißen Flecken. Diese wird auch „Feenstaub“ genannt und ist als Balkonpflanze sehr beliebt.

Pflanzen überwintern

Es gibt durchaus Fehler, die beim Einwintern der Pflanzen passieren können. „Die klassischen Fehler sind, dass man die Pflanzen zu oft gießt und zu warm einwintert“, so Brandstetter. Das ist besonders bei den Balkonblumen Pelargonien der Fall. Werden diese zu oft gewässert und stehen sie zu warm, treiben sie zu früh aus und man muss sie stutzen. Diese Pflanzengattung braucht eher kühlere Temperaturen beim Überwintern, diese sollten nur zwischen zehn und 15 Grad Celsius liegen. Außerdem, was viele nicht wissen, eignet sich auch der Weihrauch zum Überwintern sehr gut.

Kräuter zum Genießen

Typische Gartenkräuter sind Thymian, Basilikum, Majoran und Rosmarin. Diese gedeihen mehrjährig und man kann sie überwintern. Oregano und Schnittlauch sind winterhart. Bei Schnittlauch ist es besonders wichtig, ihn im naturbelassenen und nicht gedüngten Boden wachsen zu lassen. Am Balkon werden Kräuter besonders gerne gesetzt, da sie beim Kochen leicht zugänglich sind. Durchaus kann man eine Kombination von blühenden Erdbeeren und Kräutern anpflanzen, denn Nutz- und Kräuterpflanzen vertragen sich.

Exotische Pflanzen

„Will man exotische Pflanzen wie zum Beispiel die Wassermelone setzen, sollte man sich professionell beraten lassen“, so Brandstetter. Das sei wichtig, da diese Pflanzen an unsere Temperaturen nicht gewöhnt sind. Am besten lässt man diese Gattungen im Glashaus wachsen, denn sie brauchen Wärme. Das gleiche gilt für Zitruspflanzen wie die Zitrone. Zitronen brauchen im Winter kühle Temperaturen zwischen zehn und zwölf Grad und im Sommer sehr sonnige Plätze.

Richtiges Düngen

Hier gibt es den mineralischen konzentrierten Dünger, welchen man im Fachmarkt kaufen kann. Dieser eignet sich besonders für Balkonblumen, da der organische Dünger zu lange braucht bis er wirkt und die Pflanzen blühen nicht. Organischer Dünger eignet sich jedoch für alle Gemüsesorten.

Tipps für das Hochbeet

„Hochbeete werden immer beliebter“, so Brandstetter. Er rät, dass man die Erde des Hochbeetes nach sechs bis sieben Jahren unbedingt austauschen sollte. Tut man das nicht, sind Schädlinge die Folge und das Hochbeet trägt keine oder nur wenig Früchte.

Erde zum Wachsen

Auch dazu gibt uns Brandstetter wertvolle Ratschläge. „Es ist sehr wichtig, dass bei der Erde nicht gespart wird – je günstiger, desto weniger Nährstoffe sind darin enthalten, und die Pflanzen wachsen nicht“, informiert Brandstetter. Hier sollte man im Fachmarkt genau nachfragen und auf eine hochwertige Zusammensetzung achten.

Schädlinge bekämpfen

Sehr häufig gibt es ungeliebte Schädlinge im Garten wie zum Beispiel die Maulwurfsgrille. Der Juniorchef rät, diese eine Saison lange drei Mal mit Fadenwürmern zu behandeln. Weitere Schädlinge, welche oft im Garten zu finden sind, sind Läuse und der Dickmaulrüssler. Zudem sei es hilfreich, Nützlinge zu verwenden, diese sind auch biologisch. Insektenvernichtungsmittel gibt es nicht mehr und wurden verboten, heute setzt man auf biologische Schädlingsbekämpfung.

Der richtige Zeitpunkt

Nicht alle Gemüsesorten kann man zusammen pflanzen. „Gar nicht vertragen sich Paprika und Tomaten, diese sollte man weiter auseinandersetzen“, so Brandstetter. Zudem sollte man bei mediterranen Pflanzen wie Tomaten, Zucchini und Gurken noch darauf warten, bis die Eismänner vorbei sind. Mediterrane Arten am besten erst Mitte Mai ansetzen, da sie ein wärmeres Klima benötigen. Die wärmsten Temperaturen benötigt die Paprika. Es ist besser mit den Einpflanzen zu warten, da uns der Winter im Frühling noch immer ganz plötzlich überraschen kann.

ZUR SACHE:
Die Blumen & Gärtnerei Brandstetter in Möllbrücke wurde mit Jänner von Juniorchef Ivo Brandstetter übernommen. Auch im Gmünd gibt es seit Kurzem ein separates Geschäft unter der Leitung seiner Mutter Brigitte Brandstetter. Im Mai ist die Gärtnerei durchgehend geöffnet, da dies die Hauptsaison ist. Das Sortiment reicht von Balkonpflanzen und Saisonblumen bis hin zu Gemüsejungpflanzen und verschiedenster Floristik.
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