24.09.2014, 22:49 Uhr

Klima und Wasser im Unterricht

HS Obervellach: Hier erfahren die Kids, dass sich warme Luft ausdehnt - Wie hier in der Flasche durch die Wärme der Kinderhände (bzw. durch Lampe). Dadurch wird der Luftballon aufgeblasen (Foto: KK/NPHT)

Nationalpark-Ranger sind kärntenweit in Schulen unterwegs und informieren über das Klima und Wasser.

GROSSKIRCHHEIM. In der Schule kann man nicht nur das Rüstzeug in Mathematik und Sprachen lernen. Über die Klima- und Wasserschule des Nationalparks Hohe Tauern sind sechs Nationalpark-Ranger in den Schulen des Landes unterwegs und gestalten über mehrere Tage einen interessanten Unterricht zum Thema Klima und Wasser.

Ranger ersetzt Lehrer
"Das Projekt der Klimaschule, in Kooperation mit dem Verbund, gibt es seit 2010", erklärt Projektleiterin Hanna Watzl. In den Schulen wird experimentiert, es gibt Arbeitsblätter und viele Aktionen. Der erste Teil beschäftigt sich mit der Frage, was Wetter, Klima und Klimawandel ist, außerdem, was man zum Klimaschutz tun kann. Am vierten Tag gibt es einen Outdoortag. "Hier gehen die Ranger in den nächsten Supermarkt und machen mit den Kindern einen Lebensmittelcheck. Dort wird den Fragen, ob das Angebot saisonal und regional ist, wo es her kommt und wie es verpackt ist, nachgegangen. Auch eine Verkehrszählung vor der Schule steht am Programm, so wird der CO2-Ausstoß bewusst.

Gratis für Schulen
"Zuerst haben wir damit nur in den Nationalparkgemeinden begonnen, 2012 haben wir es auf den Bezirk und 2013 auf ganz Kärnten ausgeweitet", so Watzl. Das Angebot können Klassen von der vierten bis zur zehnten Schulstufe in Anspruch nehmen. "Für die Schulen ist es gratis, Verbund sponsert die Klimaschule, Swarovski die Wasserschule, die das selbe Konzept verfolgt", so Watzl. Das Ziel für dieses Jahr ist es, damit 1.200 Schüler zu erreichen.

Vom Ranger zur Lehrerin
Die Ausbildung zum Nationalpark-Ranger hat auch die Spittalerin Gabi Golger-Oberwinkler gemacht. Insgesamt zwei Jahre investierte die Fremdenführerin dafür, seit 1. September ist sie beim Nationalpark angestellt. Ihre ersten Erfahrungen mit der Klimaschule sammelte sie bisher in Moosburg, die nächste Station ist Landskron.

Bewusstsein in Familien
"Es wird von den Schülern sehr positiv aufgenommen und sie sind sehr interessiert", so die Rangerin. Mit Informationen und Experimenten wird der Unterricht aufgelockert. "Es ist schön, mit Kindern zu arbeiten. Man bekommt sofort eine direkte Rückmeldung. Den Bezug zum Thema muss man schon bei den Kindern herstellen, die nehmen es mit in die Familie und setzen so Bewusstseinsprozesse in Gang", erklärt Golger-Oberwinkler.

Das Projekt des Nationalparks ist auch in den anderen Nationalpark-Bundesländern Tirol und Salzburg erfolgreich. Informationen unter www.nationalpark-klimaschule.at.
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