29.11.2017, 11:36 Uhr

Mit Ehrgefühl bei Arbeit und Passion

Am Fuße des Katschberg, in Mühlbach in Rennweg, wirkt Familie Peitler im engeren und weiteren Kreis.

RENNWEG (pgfr). Christl und Alfred Peitler mit ihren drei Töchtern Anja, Monika und Marlene sind eine musisch-kreative Familie. Die zweite Staffel von „Drauf bin i stolz“ konnte wohl nicht ohne sie stattfinden. Zumindest meinte das Andrea Lackner von der Musikschule Lieser/Maltatal, und auch die Jury, die aus 80 Nominierungen 40 auszuwählen hatte.

Stolz auf ihr Wirken

Und so lautet das Motto von Christl und Alfred Peitler bei der Image-Kampagne der Nockregion: „Unserer Familie ist es ein großes Anliegen, einen kulturellen Beitrag zu leisten. Ob Schnitzkunst, Musik, Gesang oder Theater – wir haben uns der Wahrung von Kultur und altem Handwerk verschrieben.“
Duldete keinen Widerspruch
„Wir wussten nichts von unserer Nominierung. Andrea Lackner hat uns überrascht und beinahe etwas überrumpelt“, erzählt Alfred Peitler schmunzelnd. Es sollte doch nicht im Verborgenen bleiben, was das Ehepaar aus Rennweg alles für unsere Sinne tut.

Vor 37 Jahren ...

Papa Alfred war das Zugpferd in Sachen Musik und Gesang, auf das Mama Christl bald mit Begeisterung aufsprang. "Gemeinsam mit allen drei Töchtern wurde von Anfang an gesungen", erzählt Christl Peitler. Alle fünf spielen auch verschiedene Instrumente. Die Familienmusik Peitler war bald auf der Welt und viele Auftritte im In- und Ausland folgten. Wenn sie gerufen werden, treten die Eltern mit ihren Töchtern nach wie vor auf. "Die Auswahl funktioniert so, indem die Mehrheit unserer Familienmitglieder entscheidet", gibt Papa Peitler preis. "Ein Abkommen, mit dem es bisher gut funktioniert hat", setzt Peitler hinzu.

Vier Mal Auszeichnung

Insgesamt vier Mal nahm die Familienmusik Peitler beim "Alpenländischen Volksmusikwettbewerb" in Innsbruck teil. Jedes Mal kam sie mit einer Auszeichnung zurück nach Rennweg. Stolz ist die Familie auch auf einen eigenen Tonträger und einigem Mitwirken bei anderen. Außerdem existieren auch zahlreiche Eigenkompositionen. Das jüngste Werk ist die "Katschtaler Pilgermesse", wobei die Melodie von Alfred und der Text von Christl stammt.

Stolz auf Zirbenholz

Vor 35 Jahren wurde das Hobby von Alfred Peitler sein Beruf, das Schnitzen. Die Schnitzstube ist dabei sein Refugium, wo derzeit mit Krippe und Krippenfiguren Hochzeit herrscht. Das absolute Lieblingsholz von Alfred Peitler ist die Zirbe, wobei alles daraus naturbelassen bleibt. Wer sich den Weg nach Rennweg ersparen möchte: An den Samstagen im Advent werden Stücke aus Peitler`s Schnitzstube im Stadtparkcenter in Spittal in der Bahnhofstraße angeboten. 

Krippenfiguren Rangliste

"Oft werden wir gefragt, wie viele Figuren in eine Krippe gehören", sagt Peitler. "Darauf gibt es keine definitive Antwort. Es gibt eine Art Ranking, das die Heilige Familie natürlich mit drei Figuren anführt", so Peitler weiter. "Viele Menschen machen es sich zur Tradition ihre Krippe jährlich zu erweitern. 


Doppelhorn einzigartig

Ein Instrumentenbauer ist Alfred Peitler ebenso. Eines seiner Faible gehört dem Alphorn. Seine Stücke verlassen seine Werkstatt bis nach Vorarlberg und mittlerweile auch in die Schweiz. "Das Stimmen des Alphorns hat mich eineinhalb Jahre beschäftigt", erzählt Peitler. Das Spielen darauf ist dem auf der Posaune ähnlich, denn das Mundstück ist dasselbe. Ein Doppelhorn entspricht seiner Kreativität und ist einzigartig. 
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