27.06.2017, 13:10 Uhr

Mühlenwanderweg und Türkhaus

Die Nueuwirt-Schaumühle ist eine von sechs entlang des Mühlenwanderweges

Beonderes Plätzchen im Biosphärenpark Nockgebirge zwischen Radenthein und Kaning

KANING. Für manche noch ein Geheimtipp ist das Heimatmuseum Türkhaus, wo der gut drei Kilometer lange Mühlen- und Kneippwanderweg entlang des Rossbachs beginnt. Er führt vorbei an sechs Flodermühlen aus dem 18. Jahrhundert. Benannt an die Zeiten 1473 und 1478, als die Türken durch Kärnten gezogen waren, wurde das mehr als 500 Jahre alte stattliche Gehöft, das 1987 am Laufenberg abgerissen werden sollte, um Platz für ein neues Wohnobjekt zu schaffen, von den Radentheiner Naturfreunden gerettet - jedes Stückchen nummeriert, abgetragen und originalgetreu an seiner jetzigen Stelle errichtet.

Sonderausstellung Musik

Ehrenamtlich betrieben werden Türkhaus und Mühlenwanderweg von einer zwölfköpfigen Arbeitsgemerinschaft mit Obmann Karl Stinig und Kassier Harald Wildpaner an der Spitze, die Haus und Weg sorgsam pflegen und für immer wieder neue Attraktionen sorgen. Über den Einblick in bäuerliche Lebens- und Arbeitsweisen sowie den Bergbau in der Region und die Dauerausstellung über den in Kaning geborenen Künstler Günther Frey hinaus werden jährlich wechselnde Ausstellungen geboten - heuer eine liebevoll zusammengetragene Sammlung von Musikinstrumenten.

Glanzer spendet das Korn

Wer sich dann auf die zweieinhalbstündige Wanderschaft begeht, erfährt an den sechs (von einst 22!) Mühlen viel Wissenswertes über die Arbeit der Müller und Bäcker in früherer Zeit. Darüber hinaus kann in der Neuwirt-Schaumühle verfolgt werden, wie aus kleinen harten Getreidekörnern Mehl wird, in der Brotbackstube ergänzen Brotbackkurse das Angebot. Seit dieser Saison hat Otto Glanzer von der gleichnamigen Spittaler Mühle 800 Kilo Korn, das in den Mühlen vermahlen wird, kostenlos zur Verfügung gestellt. Den "Deal" hat Banker Harald Wildpaner eingefädelt.

Spielen und Grillen

Auf den Kinderspielplätzen entlang des Rundwanderweges toben sich die Kinder aus, während sich die Eltern auf den Bänken erholen und die Natur genießen. Bei der Stinigmühle, der Raner- und der Veidlmühle laden Grillplätze und Rastplätze die Familien zum Verweilen ein.

Waldlehrpfad mit sechs Stationen

Neben den Schaumühlen entdecken Eltern und Kinder auf dem Kneipp- und Mühlenwanderweg Kaning auch eine Felsendusche, an der man sich erfrischen kann, oder üben sich im Klettern an der Bärenwand. Auch der Kräuter- und Blumengarten, die Kneippbecken, eine Minimühle und der Waldlehrpfad laden zur Besichtigung ein. Sechs Schautafeln informieren über das Leben am und im Bach und über den Wald und seine Nutzung.

Wer weiter in das Langalmtag wandert, kommt in einer Stunde in der Aichholzerhütte an, in eineinhalb Stunden die Veitlhütte, in etwa zwei Stunden in dere Petodnighütte und in zweieinhalb bis drei Stunden am Erlacherhaus.

Das Türkhaus hat von Mitte Juni bis Ende September geröffnet, in der Hauptsaison von 11-16 Uhr, in der Nebensaison von 11-15 Uhr. Höhepunkt in jedem Jahr ist das Mühlenfest, heuer am Sonntag, 13. August.

Mehr Beiträge im Rahmen unseres Schwerpunktes "Leben mit Wasser": www.meinbezirk.at/leben-mit-wasser

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