21.09.2014, 11:36 Uhr

Neuer Klimamanager für die Region Lieser- und Maltatal

Neuer Klima- und Energiemodellregionsmanager der energieautarken Region Lieser- und Maltatal ist Hermann Florian (Foto: Nockregion)
NOCKREGION. Die Klima- und Energiemodellregion des Lieser- und Maltatals hat einen neuen Verantwortlichen.
Zum Nachfolger von Klaus Mischensky, der eine neue Aufgabe übernommen hat, wurde auf dessen Vorschlag Hermann Florian bestimmt. Der gebürtige Liesertaler ist nun für die Gemeinden Rennweg, Krems, Gmünd, Malta und Trebesing „Drehscheibe“ und Anlaufpunkt in allen Fragen rund um die Themen Energie, Umwelt, Kooperationen und Innovationen. Auch wenn der 53-Jährige kein autorisierter Energieberater ist, will er alsbald in den Rathäusern der fünf Gemeinden für die Bevölkerung Sprechstunden anbieten.
Vor drei Jahren zusammen mit weiteren 111 Modellregionen in Österreich vom Klima- und Energiefonds ins Leben gerufen, lautet das Ziel: „Zero Emission Austria.“ In Kärnten gibt es acht solcher Modellregionen, im Bezirk neben dem Lieser- und Maltatal noch Spittal.
Mit Hilfe neuer Technologien und optimierter Energieanwendungen sollen die Regionen von Öl- und Gasimporten unabhängig werden - ganz zu schweigen von importiertem Atomstrom.
Ausgestattet mit einem Budget von 165.000 Euro, zu dem neben dem Umweltministerium auch die betroffenen Gemeinden der Nockregion sowie private Firmen beigetragen haben, ist nach Angaben des Klima- und Energiemodellregionsmanagers Florian der erste von drei Schritten abgeschlossen: die Findung von Maßnahmen. Dazu gehören die Stromerzeugung aus Wasserquellen, LED-Lampen für Straßenlaternen sowie Elektroautos und ein Netz von Elektrotankstellen.
Mit Unterstützung des Landes Kärnten und des zuständigen Landesrates Rolf Holub konnte kürzlich die Alltagstauglichkeit eines Elektroautos getestet werden. Die betroffenen Bürgermeister überlegen nun, in die Gemeindefuhrparks, zum Beispiel für den Dorfservice, solche E-Cars zu integrieren. Florian: "Die Rückmeldungen waren durchwegs positiv." Denn für Fahrten bis etwa 200 Kilometer ist ein solches umweltfreundliches Gefährt ideal. Als größtes Problem im Hinblick auf die Reichweite sieht der Manager die hiesigen Steigungen.
Damit befindet man sich zur Zeit in Phase zwei, nämlich der praktische Umsetzung der Energiewende. In einem dritten Schritt wird die Weiterführung des Programms nach Ablauf im Frühling 2015 angestrebt.

Zur Person:

Hermann Florian, Ingenieur der Elektrotechnik, freut sich über seine neue Aufgabe: "Sie verbindet meine persönliche Überzeugung von den Vorteilen der erneuerbaren Energie mit meinen Erfahrungen im Produnktmanagement und der Koordination von Aufgaben."
Bevor der Familienvater zweier Kinder (21, 18) vor fünf Jahren in seine Kärntner Heimat zurückgekehrt war, wo er auf dem Heitzelsberg, Gemeinde Krems, einen alten Bauernhof geerbt hat, war er sieben Jahre in München, vier in Lyon/Frankreich und zwölf Jahre in Kalifornien und Idaho in den USA in Sachen Halbleitertechnik tätig. Inzwischen hat sich Florian mit einer Handelsagentur für erneuerbare Energien selbstständig gemacht.
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