19.08.2016, 18:08 Uhr

Obervellach: Vielseitiger Ort im Mölltal

Die wunderschöne Innenstadt von Obervellach kann auch mit dem Mountainbike perfekt erkundet werden (Foto: Gemeinde Obervellach)
Mit einer unglaublichen Bergkulisse, geschichtsträchtigen Gebäuden und mediterranem Flair, liegt die Marktgemeinde Obervellach, als Tor zum Nationalpark Hohe Tauern, im Mölltal auf der Südseite des Tauernhauptkammes und damit in einem der größten Naturschutzgebiete Mitteleuropas. Neben dem Alpe-Adria-Radweg und dem Glocknerradweg, die beide durch den Ort führen, gibt es in der Region über 5.000 Kilometer bestens markierte Wanderwege.

Wirtschaftsstandort
Obervellach zählt nicht nur zu einem wichtigen Tourismusort im Mölltal, sondern kann auch wirtschaftlich gesehen mit einer Vielzahl an Betrieben und Unternehmen aufwarten. Einer der wohl bekanntesten ist die Schrothkur, die ihren Erfolg auf einem Miteinander von Naturheilkunde und moderner Medizin aufbaut. Ein Verein zur wirtschaftlichen Förderung der Gewerbebetriebe im Mölltal sowie zur wirtschaftlichen und kulturellen Belebung ist die Leistungsgemeinschaft Obervellach, kurz "LGO". Der Verein, dessen Tätigkeit nicht auf Gewinn ausgerichtet ist, arbeitet derzeit unter Obmann Erwin Maier.

Sportliches Mölltal
Für alle Mountainbike-Fahrer gibt es in der Gemeinde ein Streckennetz mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden, die zum Ausprobieren und Erleben einladen. Ein sportliches Erlebnis für Groß und Klein garantieren die vielfältigen Angebote des Motorikparks. Mit über 28 Stationen, auf denen man Koordination und Motorik trainieren kann, ist Spaß und Action garantiert. Seit 1. Mai diesen Jahres steht auch die neue Driving Range für alle Golfer und jene, die es noch werden wollen, bereit zum Abschlag.

Erlebnisbad Obervellach
Das Erlebnisbad in Obervellach zählt zu einer der schönsten Attraktionen des Ortes und hat allerhand zu bieten. Ein Freibecken mit einer 68 Meter langen Wasserrutsche sorgt für Spaß beim Abkühlen an heißen Sommertagen. Zudem gibt es eine Felsengrotte, ein Kleinkinderbecken, eine große Liege- und Spielwiese sowie eine Kinderseilbahn.
Im Vorjahr konnte das Bad knapp 20.000 Besucher verzeichnen und von jenen Bädern, die mit der Kärnten Card besucht werden können, war es das besucherstärkste Bad. Damit man auch im Winter auf Sport und Erholung nicht verzichten muss, wartet das Erlebnisbad mit einem großzügigen Wintergarten, einem Kleinkinderbereich und einer Saunawelt auf.

Kunstraum Obervellach
Ein wesentlicher Kunst- und Kulturtreffpunkt im Mölltal ist der Kunstraum Obervellach. Kreative Menschen bekommen hier die Möglichkeit ihre Arbeiten zu präsentieren. Den Gründern des Vereins ist es wichtig, dass ein Zusammenhalt und ein Miteinander der Mitglieder, diese Oase der Kreativität und Intuition zu einem Ruhepol machen, entgegen den Strömungen unserer hektischen und schnelllebigen Zeit.

Das Vereinsleben in der Gemeinde

Obervellach zeichnet sich durch eine hohe Dichte an Vereinen aus. Insgesamt 50 an der Zahl prägen und fördern das Miteinander der Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde. Auch viele Jugendliche beteiligen sich aktiv am Gemeinschaftsleben und sind bei der Feuerwehr, in Musik- und Sportvereinen aktiv. Nicht zu vergessen natürlich, die ehrenamtlichen Mitarbeiter, die dieses rege Vereinsleben erst möglich machen.
Zu den ältesten Vereinen der Gemeinde zählt der Seniorenclub, der in diesem Jahr sein 40jähriges Bestehen feiert. Unter Obmann Peter Bilz war und ist der Verein ein wichtiger Treffpunkt für die Seniorinnen und Senioren und bietet ein vielfältiges und abwechslungsreiches Jahresprogramm.

Behindertengerecht: Umbau im Gemeindeamt

Am 1. Mai diesen Jahres fiel der Startschuss zum behindertengerechten Umbau des Gemeindamtes in Obervellach. Sowohl der Zugang als auch der Innenbereich des Gebäudes wurde barrierefrei gestaltet, wobei der Denkmalschutz der altehrwürdigen Mauern berücksichtigt werden musste. Im Eingangsbereich wurde die Fassade neu gestaltet, die Fenster wurden erneuert und - als Service für die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde - liegen das Bürgerbüro und die öffentliche WC-Anlage nun im Erdgeschoss. Im ersten Stock befinden sich weiterhin das Büro der Amtsleiterin, die Finanzverwaltung und das Bauwesen. Die Kosten des Umbaus beliefen sich auf insgesamt 540.000,- Euro, davon waren 189.000,- Euro förderbare Kosten, die über die Kärntner Bauoffensive finanziert wurden und die restliche Summe über Bedarfszuweisungen. Die Fertigstellung der Umbaumaßnahmen ist für Ende August geplant.

Ein Gebäude mit Geschichte

Das Oberstbergmeisteramt in Obervellach ist über 500 Jahre alt und hat viel zu erzählen.

Vom Jahre 1509 bis 1792 war das Oberstbergmeisteramt Sitz des Oberbergmeisters, der höchsten Instanz des österreichischen Bergwesens. Das repräsentative Haus geht auf Kaiser Maximilian I. zurück, wo er seinen Schwager Jan van Ellenberg zu einer Zeit als Oberstbergmeister einsetzte, als noch gut ein Drittel der Goldweltproduktion aus den Hohen Tauern kam.
Das schlossartige Gebäude verfügt über drei Etagen und wird durch ein Rustikalportal und den schönen Arkadenhof geprägt, der im Stil etwas an Schloss Porcia in Spittal erinnert.

Erhaltung und Erneuerung
Das Oberstbergmeisteramt wurde in den letzten Jahren liebevoll renoviert und einer neuen Verwendung zugeführt. Es wurde mit insgesamt elf modern eingerichteten Appartements ausgestattet, die ihren Gästen jeglichen Komfort bieten und für zwei bis sechs Personen geeignet sind. Je nach Wohnungsgröße werden zwischen einem und zwei Schlafzimmer, ein Wohnschlafzimmer, eine Küche und Bad/WC angeboten. Sat-TV und Internetanschluss runden das Angebot ab. Unter dem Motto "Modern Wohnen in alten Gemäuern" können sich, von Jung bis Alt, alle wohl fühlen und das einzigartige Ambiente im Oberstbergmeisteramt genießen.
In einer gemütlichen Lounge, die sich im Erdgeschoss befindet, oder im hauseigenen Café können sich die Gäste bei einer Tasse heißer Schokolade, Kaffee oder einem Glas Wein entspannen.

Lawinenverbauung für die Sicherheit der Bevölkerung

Zur Sicherung von Wohnhäusern und der Gemeindestraße vor Lawinenabgängen sowie zur Verbesserung der Sicherheit für die Bevölkerung, wurde im heurigen Jahr eine Lawinenverbauung errichtet. Grund dafür war der Gefahrenzonenplan der Gemeinde, der in diesem Jahr überarbeitet wurde, und ein erhöhtes Gefahrenpotenzial zu Tage förderte. Als Gegenmaßnahme errichtete man eine Geschiebesperre mit einem Volumen von 1.000 Kubik und einem ausreichendem Gerinne. Erfolgreich umgesetzt wurde die Maßnahme von der Wildbach- und Lawinenverbauung. Dadurch entstanden für die Gemeinde keine Kosten.

Groppensteinschlucht

30 Meter Fallhöhe haben einige der Wasserfälle, die es in der 2,5 Kilometer langen Groppensteinschlucht zu bewundern gibt.
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