25.07.2017, 09:01 Uhr

Pension Schöller: Verrückt und eigenartig

Severin Salvenmoser mit seinem Lieblingsinstrument im Spittaler Stadtpark. Er ist für die "Pausenmusik" in der "Pension Schöller" verantwortlich

Severin Salvenmoser sorgt in der "Pension Schöller" für richtige Stimmungsmusik auf der Bühne. Die WOCHE verlost zwei Tickets für die Vorstellung am 1. August.

SPITTAl (ven). Was ist schon verrückt? Und vor allem: wer gilt als verrückt? Die WOCHE sprach mit dem jungen Ensemble Porcia Musiker Severin Salvenmoser über das Stück "Pension Schöller" von Wilhelm Jacoby und Carl Laufs.

Einziger Musiker

Im Stück ist er der einzige Musiker, der zwischen den Akten während der Umbauarbeiten Ragtime-Musik spielt. Die Darsteller bauen die Bühne selbst um und tänzeln zur Musik mit. "Regisseur Dominik Paetzholdt hat das bewusst so inszeniert", erklärt er. Im Stück geht es um eine Familie in Wien - ein Onkel (brilliant verzweifelt Walter Ludwig), seinen Neffen (Ferdinand Kopeinig), seine Schwester (Susanne Altschul), die mit ihren zwei Töchtern (Sascia Ronzoni und Sonja Kreibich) in Wien ist. "Er hat in Baden eine Villa und möchte aus dieser eine Irrenanstalt machen. Dazu will er sich aber in Wien eine ansehen und fragt seinen Neffen, ob er denn eine wüsste. Dessen Freund (Markus Tavakoli) hat die Idee, ihn in die Pension Schöller mitzunehmen, da deren Gäste doch auch recht verrückt zu sein scheinen und sagen ihm, es sei eine Irrenanstalt. Dann nimmt das Schicksal seinen Lauf", so Salvenmoser. Seine Lieblingsfigur ist die der Sängerin, die das "Dirnenlied" singt. "Sie ist sehr schräg, eine Möchtegern-Sängerin und sehr von sich überzeugt. Eigentlich singt sie ja furchtbar, aber die Darstellerin Katharina Solzbacher singt ja sehr gut", sagt er.

Verrückt und anders

Ist man immer verrückt, wenn man anders ist? "Das hängt davon ab, was man unter verrückt versteht. Man kann ja auch im positiven Sinn verrückt sein. Jeder soll auch anders sein, sonst wärs ja fad", so der 16-Jährige, der den Weg des Musikers eingeschlagen hat, obwohl er auch schon als Jungschauspieler beim Ensemble auf der Bühne stand. Sein Lieblingsgenre ist Jazz, bisschen Klassik, aber er spielt auch poppige Stücke wie Ed Sheeran. Mit drei Jahren griff er zur Geige, er spielt noch Klavier und hat sich Gitarre selbst beigebracht. "Es gab aber auch eine Phase, in der ich Kleintierforscher werden wollte", schmunzelt der Gymnasiast, der jeden Sommer in Kärnten verbracht hat.

Große Familie

Seine Mutter Intendantin Angelica Ladurner sei bestimmt ein Faktor gewesen, warum es ihn zur Musik und zum Theater gezogen hat. Einen großen Unterschied von "Chefin" und "Mama" Ladurner sieht er nicht. "Das Ensemble selbst ist ja wie eine große Familie." Da die Proben bereits in der Schulzeit starteten, pendelte er wöchentlich von Innsbruck nach Spittal. Hier mag er besonders den See, den Park, das Schlosscafé aber auch das Stamm-Restaurant des Ensembles, das "Kaisers". "Ich genieße es, in den Ferien unter Erwachsenen zu sein, der Job ist eine super Chance." Lieblingsfach in der Schule? "Musik natürlich. Mathe ist manchmal echt unnötig." Wohin es ihn nach der Matura verschlagen wird, weiß er noch nicht genau. "Auf jeden Fall aber etwas mit Musik."

Zur Person:

Name: Severin Sebastian Paul Salvenmoser
Geburtstag: 25. November 2000
Wohnort: Innsbruck
Familie: eine Schwester (Maria Ladurner)
Hobbys: Musik, Zeichnen, Schwimmen, Freunde
Instrumente: Geige, Klavier, Gitarre
Schule: BRG Adolf-Pichler-Platz Innsbruck
Lieblingsessen: Steak
Lieblingsplatz: Musikecke in meinem Zimmer
Vorbild: Jacob Collier (Junger Musiker, durch Youtube bekannt geworden)

Die Aktion ist bereits beendet!

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