16.11.2016, 07:00 Uhr

Ramponierte Straßen am Weißensee

(Foto: KK)

Am Weißensee steht es mit einigen Straßen nicht zum Besten, das stört nun auch die Touristen.

WEISSENSEE (aju). Der Weißensee ist ein Ort in dem der Tourismus floriert. Nun jedoch meldet sich ein leidenschaftlicher Weißensee-Tourist und klagt über zu hohe Parkkosten und schlechte Straßenzustände.

"Gier ist überall"

Seit rund 25 Jahren verbringt Alexander Feuchtenhofer mit seiner Frau zwei Wochen Urlaub in Greifenburg. Bei entsprechendem Wetter gehören auch regelmäßige Ausflüge auf den Weißensee mit dazu. Doch nun sind die Verkehrsmaßnahmen für den Urlauber zum Ärgernis geworden. "Diese Maßnahmen sind einer Tourismusgemeinde unwürdig. Die gebührenpflichtigen Kurzparkzonen bei der Seilbahn in Techendorf und an den Enden der Straßen in Naggl und Neusach hätten auch ohne Gebühren ihren Zweck erfüllt", erklärt Feuchtenhofer. Andererseits stört ihn, dass die Straßen im Gegenzug jedoch in einem sehr schlechten Zustand sind. "Es ist anscheinend dennoch kein Geld da für die Sanierung der Straße zwischen Techendorf und Naggl vorhanden. Stattdessen gibt es nur eine Tafel 'Achtung Fahrbahnschäden'", weist Feuchtenhofer hin. Zudem stört er sich am generellen Parkverbot an dieser Strecke.

Gemeinde verweist auf Land

Von Seiten der Gemeinde verweist man jedoch auf das Land als zuständige Stelle. "Leider handelt es sich hierbei um eine Landesstraße und keine Gemeindestraße. Wir können deshalb relativ wenig machen", erklärt Bürgermeister Gerhard Koch. Außerdem weist er auch darauf hin, dass die Gebühren refundiert würden wenn man die Bergbahnen in Anspruch nimmt oder in Restaurants und Hotels etwas konsumiert. "Es braucht sehr viel Aufwand um die Schönheit der Natur so für die Menschen zu erhalten wie sie letztendlich bei uns ist. Deshalb finde ich, da wir in den Preisen fürs Parken nicht überteuert sind, dass jeder seinen Beitrag zu diesem Erhalt durchaus leisten kann", erklärt Koch. Zum generellen Parkverbot heißt es von Gemeindeseiten, dass der Spaziergänger auch einen freien Blick auf den See haben sollte. Man würde sonst an schönen Sommertagen vor lauter parkenden Autos weder Seeblick noch Märchenweg genießen können. "Außerdem gibt es auch einen Shuttlebus der die Besucher ins Zentrum transportiert", meint Koch.

Land prüft Bedarf

Laut Straßenbaureferent Gerhard Köfer ist eine Sanierung der Straße nur möglich wenn sie in der Klassifizierung auf Platz vier oder fünf liegt. "Für alles Landesstraßen gibt es eine Klassifizierung von eins bis fünf. Sollten die Straßen am Weißensee in die Kategorie vier oder fünf fallen, werden sie bei der nächsten Budgetaufstellung berücksichtigt", erklärt Köfer. Die Parkgebühren hingegen hätten mit dem Land nichts zu tun, folglich wären dadurch auch keine Einnahmen für Sanierungen zu lukrieren.
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