06.04.2016, 13:35 Uhr

Seeboden: Bürger sollen bei Ortsgestaltung mitreden

So könnte ein Bereich der Seepromenade in Seeboden eines Tages aussehen (Foto: KK)

Architekturbüro begleitet Bürgerbeteiligungs- und Ideenfindungsprozess für Gestaltung des Seezentrums mit Promenade.

SEEBODEN (ven). Die geplante Verbindung Ortszentrum mit dem Seenzentrum Seeboden soll durch einen Bürgerbeteiligungsprozess gestaltet werden. In der vergangenen Gemeinderatssitzung wurde hierfür der Auftrag an das Architekturbüro "nonconform Ideenwerkstatt" beschlossen.

Akzeptanz in der Bevölkerung

"Das Land empfiehlt, solche Prozesse von außen begleiten und moderieren zu lassen", so Bürgermeister Wolfgang Klinar. Die dadurch getroffenen Entscheidungen und Maßnahmen werden von der Bevölkerung eher angenommen. Das Architekturbüro aus Moosburg habe eine Beteiligungsmethode gefunden, die diesem Auftrag gerecht werden würde.

Büro an Ort und Stelle

"Vor allem die Begeisterung der Menschen ist wichtig. Es soll Ideenboxen geben, in der jeder - auch Schüler - ihre Ideen und Vorschläge beisteuern können", so Klinar weiter. Das Architekturbüro - mit ihren Gründern Roland Gruber aus Bad Kleinkirchheim und Peter Nageler (gebürtig aus Paternion) - wird ein sogenanntes "Pop-Up Büro" an Ort und Stelle aufbauen und ein Konzept für die geplante Seepromenade binnen weniger Tage erarbeiten.

Expertenteam begleitet

Ein 15-köpfiges Experten-Team aus den unterschiedlichsten Fachgebieten – von Architektur und Raumplanung zu Gemeinde- und Stadtentwicklung über Pädagogik sowie Prozessbegleitung – unterstützt und moderiert den gemeinschaftlichen Ideenfindungsprozess. Rund 45.000 Euro soll dies der Gemeinde kosten, der Antrag wurde einstimmig angenommen, Förderung vom Land ist bereits genehmigt.

Diskussion über Hauskauf

In der Sitzung wurde außerdem mehrheitlich der Ankauf eines Hauses an der Hauptstraße über 250.000 Euro entschieden. "Ich kann hier nicht zustimmen, wenn ich nicht weiß, was mit dem Gebäude passieren wird", so FPÖ-Gemeinderat Horst Zwischenberger. Denn die Zukunft des Hauses ist ungewiss, der oben genannte Prozess zur Gestaltung wird erst entscheiden, ob das Gebäude abgerissen, saniert oder umgebaut werden soll.

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