04.10.2017, 06:30 Uhr

Spittaler Krankenhaus ist Elga-fit

Elektronische Gesundheitsakte ist in Betrieb. Patientendaten können so leichter ausgetauscht werden.

SPITTAL. Nach gründlicher Vorbereitung und erfolgreichen Integrationstests ging Elga im Krankenhaus Spittal/Drau in Betrieb. Das bedeutet einen weiteren Schritt zur Erhöhung der medizinischen Qualität und der Datensicherheit.

Elga steht für „Elektronische Gesundheitsakte“ und bietet als modernes Informationssystem einen gesicherten, orts- und zeitunabhängigen Zugang zu wichtigen Patientendaten, die für eine optimale Gesundheitsversorgung erforderlich sind. Im Krankenhaus Spittal/Drau erfolgte die Einführung von Elga schrittweise nach einer umfassenden technischen Anpassung, Integration in die bestehenden Krankenhaus-Informations-Systeme (KIS) und zahlreichen Mitarbeiterschulungen.
Seit Mitte September werden bei allen Patienten wichtige Unterlagen bei der Entlassung elektronisch gespeichert und für angebundene Gesundheitseinrichtungen entlang der weiteren Behandlungskette verfügbar gemacht.

Nutzen auf Patientenseite

Mit Elga werden Entlassungsbriefe, Labor- und Radiologiebefunde sowie Medikationsdaten dezentral gespeichert und können über das eigene Elga-Portal auf www.gesundheit.gv.at eingesehen, ausgedruckt oder abgespeichert werden. Somit erhalten Patienten einen Überblick über ihre Gesundheitsdaten sowie die Möglichkeit, diese auf eine einfache Art und Weise im Internet selbst zu verwalten. „Dies geht einerseits mit einer Steigerung der eigenen Gesundheitskompetenz, andererseits mit der Vermeidung von Mehrfachuntersuchungen und einer besseren Behandlungsqualität einher“, hebt Andrea Samonigg-Mahrer, Verwaltungsdirektorin und Geschäftsführerin vom Krankenhaus, hervor.
Durch ein „situatives Opt-out“ können Patientenvon ihrem Widerspruchsrecht Gebrauch machen und einzelne Gesundheitsdaten während eines stationären oder auch ambulanten Krankenhausaufenthalts aus Elga entfernen lassen.

Vernetzte Informationen

Auch die behandelnden Ärzte haben mit Elga stets einen raschen Zugriff auf wichtige Informationen, die es ihnen erlauben, den Krankheitsverlauf im Patientenakt einzusehen, um so eine optimale Therapie zu erstellen. Arztbriefe, Labor- oder Röntgenbefunde sowie Medikationen können schneller zwischen verschiedenen Elga-Gesundheitsdiensteanbietern ausgetauscht werden, wodurch ein integrierter Betreuungsprozess gewährleistet ist. „Mit Elga kann der Informationsfluss organisationsübergreifend gestaltet werden, was einen großen Beitrag zur Patientensicherheit leistet. Auch die Zusammenarbeit mit unseren Kollegen und Kolleginnen aus anderen Spitälern und Pflegeeinrichtungen wird deutlich erleichtert“, so Samonigg-Mahrer zu den Vorteilen von Elga im Hinblick auf die medizinische Qualitätssicherung.
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